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Ortschronik Ruhla – Historische Adreßbücher und Namensverzeichnise
Historische Adreßbücher, Personenstandsanzeigen und ein Telefonbuch
Ortschronik – Chroniken Fa. C.&F. Schlothauer GmbH
- Zum Geleitund herzlichen Dank
- 1500 – 1944handschrift. Originale
- ProduktkatalogeEine Auswahl
- FabrikordnungVon 1907
- Satzung der BKKvon 1918
- Belegschaftwidmungfür Berthold Schlothauer, 1943
- Fahrzeugelekrik RuhlaChronik nach 1945
Herzlichen Dank an Frau Christina und Herrn Jürgen Latoschinski aus Schaafheim, die uns die Gelegenheit boten, die in ihrem Besitz befindliche Chronik ihrer Familie und ihres damals in Besitz und Eigentum befindlichen Unternehmens in Ruhla zu veröffentlichen.
Ihre eigenen Erlebnisse und die Geschichte der Familie Schlothauer aus der Zeit nach Kriegsende 1945 hat Christina Latoschinski in einem sehr persönlichen und bewegenden Buch festgehalten.
Zu lesen bzw. erhältlich ist es als E-Book bzw. als Printausgabe.

Hinweis: Der Arche Nova e.V. bzw. der Websitenbetreiber beziehen keine Provision aus eventuellen Verkäufen.
Zu lesen bzw. erhältlich ist es als E-Book bzw. als Printausgabe.

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Gegen Ende der 1920-er Jahre hat Berthold Schlothauer eine maschinengeschriebene Zusammenfassung seiner Familienchronik angefertigt, die als handschriftliche Fassung in Fragmenten im Ruhlaer Heimatmuseum erhalten geblieben ist. Diese Chronik ist unter dem Reiter “Zusatz zur Chronik” auf dieser Unterseite einsehbar.
Gegen Ende der 1920-er Jahre hat Berthold Schlothauer eine maschinengeschriebene Zusammenfassung seiner Familienchronik angefertigt, die in Fragmenten im Ruhlaer Heimatmuseum erhalten geblieben ist. An dieser Stelle sei auch diese Aufstellung aufgeführt.
Zu den Produktkatalogen (ausgewählte Exemplare aus der Chronik)
Wie auch in den anderen großen Unternehmen Ruhlas erhielten der Betriebsführer resp. die Geschäftsleitung der C&F Schlothauer GmbH auch in schwerer Zeit – oder vielleicht auch gerade deswegen – eine sehr schöne und individuell gestaltete, persönliche Widmung von ihrer Belegschaft.
Geschichte des Nachfolgebetriebes VEB Fahrzeugelektrik Ruhla (mit diversen historischen Betriebszeitungen, Chroniken, Arbeitsordnungen, usw.).
Ortschronik – Fa. Thiel & Schuchardt GmbH, spätere ERU (Insta)
Vergangenes für Gegenwart und Zukunft sichtbar machen und bewahren!
– Firma Elektroinstallation Ruhla (vulgo “Insta”), ehemals Thiel & Schuchardt GmbH –
– Firma Elektroinstallation Ruhla (vulgo “Insta”), ehemals Thiel & Schuchardt GmbH –
Zum Geleit
Ruhla hatte in den 1980er Jahren mehr Industriearbeitsplätze als Einwohner, war Sitz zweier Kombinatsstammbetriebe und war ein Schwerpunkt der Uhren-, Maschinen- und Elektroindustrie der DDR.
Diese Seite ist der Firma Elektroinstallation Ruhla (bei den Rühlern auch “Insta” genannt), ehemals Thiel & Schuchardt GmbH gewidmet.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text im Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir, uns nachzusehen.
Im übrigen mag es durchaus interessant sein, als vergleichenden Text die Darstellung von Ruhla um die Jahrhundertwende zu lesen; speziell die auf unserer Website hier die Beschreibung und Wertschätzung der damaligen Fa. Thiel & Schuchardt GmbH im Buch “Thüringen in Wort und Bild”.
Wie man sieht, ist der Text auf dieser vorliegenden Seite z,T, sehr politisch geprägt – das entsprach ganz einfach dem Zeitgeist und ohne einen Kotau vor den braunen, später roten Machthabern, war es undenkbar, etwas über Land und Leute und einen wehrwirtschaftlich bedeutsamen und später ‘volkseigenen’ Betrieb zu veröffentlichen… 🙁
Die teilweise sehr deutliche politische Haltung und ‘klassenkämpferische’ Stil der Autoren entsprach dem damaligem Zeitgeist; bedeutet jedoch keinerlei Wertung oder Parteinahme seitens des Arche Nova Ruhla e.V. und ist im historischen Kontext der seinerzeitigen Veröffentlichungen zu sehen.
Ruhla hatte in den 1980er Jahren mehr Industriearbeitsplätze als Einwohner, war Sitz zweier Kombinatsstammbetriebe und war ein Schwerpunkt der Uhren-, Maschinen- und Elektroindustrie der DDR.
Diese Seite ist der Firma Elektroinstallation Ruhla (bei den Rühlern auch “Insta” genannt), ehemals Thiel & Schuchardt GmbH gewidmet.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text im Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir, uns nachzusehen.
Im übrigen mag es durchaus interessant sein, als vergleichenden Text die Darstellung von Ruhla um die Jahrhundertwende zu lesen; speziell die auf unserer Website hier die Beschreibung und Wertschätzung der damaligen Fa. Thiel & Schuchardt GmbH im Buch “Thüringen in Wort und Bild”.
Wie man sieht, ist der Text auf dieser vorliegenden Seite z,T, sehr politisch geprägt – das entsprach ganz einfach dem Zeitgeist und ohne einen Kotau vor den braunen, später roten Machthabern, war es undenkbar, etwas über Land und Leute und einen wehrwirtschaftlich bedeutsamen und später ‘volkseigenen’ Betrieb zu veröffentlichen… 🙁
Die teilweise sehr deutliche politische Haltung und ‘klassenkämpferische’ Stil der Autoren entsprach dem damaligem Zeitgeist; bedeutet jedoch keinerlei Wertung oder Parteinahme seitens des Arche Nova Ruhla e.V. und ist im historischen Kontext der seinerzeitigen Veröffentlichungen zu sehen.
- Zur Historieca. aus dem Jahre 2000
- FabrikordnungAnno 1920
- Produktkataloge
- Ein ErinnerungsbuchVon dem Jahre 1945
- Betriebsgeschichte aus DDR-SichtAus dem Jahre 1988
Eine persönliche Erinnerungsschrift für den ehemaligen Betriebsführer Reinhold Höfig im Jahre 1945.
Im Zusammenhang mit der Entstehungzeit des nachstehenden Dokumentes verweisen wir auf die rechtlichen Informationen zu historischen Druckwerken, Schriften und Fotos auf dieser Site, speziell aus der Zeit 1933 – 1990.
Im Zusammenhang mit der Entstehungzeit des nachstehenden Dokumentes verweisen wir auf die rechtlichen Informationen zu historischen Druckwerken, Schriften und Fotos auf dieser Site, speziell aus der Zeit 1933 – 1990.
Alt-Ruhlaer Geschichten
Alt-Ruhlaer und Thüringer Geschichten und Sagen (eine kleine Auswahl)
– Auch einige weise Ratschläge und Lustiges aus alten und neuen Zeiten –
– Auch einige weise Ratschläge und Lustiges aus alten und neuen Zeiten –
- Wie’s mal in der Ruhl aussah
- Vörwerts Häns
- Was die Rühler erzählen
- Tips vom Landsknecht
- Sagenhaftes
- Spaß für Groß und Klein
Wie’s früher mal in der Ruhl aussah
Der Wunderdoktor von Thal
Ludwig Storch, “Vörwerts Häns”, Ausgabe 1855, reproduziert von Google (siehe auch die ersten beiden Einstiegsseiten).
Noch mehr von und über unseren Heimatdichter können Sie hier erfahren und nachlesen.
Noch mehr von und über unseren Heimatdichter können Sie hier erfahren und nachlesen.
Was die Rühler so erzähl(t)en
Kernige deutsche Landsknechtssprüche – mit einem Funken Wahrheit darin 😉
Geographische Statistik Anno 1794
Eine Perle im literarischem Fundus unseres Museums und ein außerordentlich bemerkenswertes und beeindruckendes Werk: Jede der über 200 Seiten wurde ausschließlich handschriftlich erstellt und bearbeitet! Man kann wohl kaum ermessen, welchen zeitlichen und Recherche- bzw. Vorbereitungsaufwand der Verfasser, dessen vollständiger Name uns leider unbekannt ist, getrieben hat, um dieses einmalige und hochinteressante Buch zu erstellen. Es müssen wohl Monate, wenn nicht gar Jahre gewesen sein und Legionen von Gänsen werden ihre Federn gelassen haben!
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir daher, uns nachzusehen.
Die Kirchen in Ruhla – Concordiakirche
Anläßlich ‘runder’ Jubiläen herausgegebene Festschriften
- Zum 100.
- Zum 250.
- Zum 300.
- Zum 350.
- Eine BeschreibungAus dem Jahre 1915
- BildergalerieAußenanlagen und Friedhof
Ein Auszug aus einem bau- und kunstgeschichtlichen Werk. Interessanterweise wird hier – neben dem Ortsmuseum – ausschließlich Bezug auf die Concordiakirche genommen. Dies mag vornehmlich der seinerzeitigen Teilung geschuldet sein.
Rühler Schützenwesen
Die erste Schützenordnung und Jubiläumsschriften zum 200- und 275-jährigen Bestehen
Erinnerungen an Otfried Blumenstein
Zur Erinnerung an unseren Ehrenbürger Otfried Blumenstein (1920 – 2018)
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
Otfried Blumenstein war mit ganzem Herzen und mit Leib und Seele Lehrer.
Mit welcher Akribie und welchem Engagement er sich diesem Beruf verschrieben hatte, mag das nachstehend reproduzierte Vorbereitungsbuch für seinen Unterricht dienen, welches glücklicherweise der Nachwelt erhalten geblieben ist. Es ist zu vermuten, daß dieses Exemplar das erste ist, welches er in seiner Tätigkeit als Neulehrer in Ruhla, unmittelbar nach Kriegsende angefertigt hat.
Auch heute sind seine Ausführungen sehr interessant zu lesen, sind lehrreich, regen zum Nachdenken an und vermögen eine Vorstellung vermitteln, mit wieviel Wissengebieten er sich beschäftigte, um seinen Schülern Kenntnisse über die Natur- und Geisteswissenschaften zu vermitteln. Selbstverständlich hat er auch seine späteren ‘Spezialfächer’ Sport und Geographie unterrichtet, aber auch solche Fertigkeiten wie Singen und auch Werken behandelt und das zuweilen simultan in heute geradezu unvorstellbaren Klassengrößen (über 50 Schüler!) und gemischten Altersstufen.
Wir alle, die das Glück hatten, zu seinen Schülern zu zählen, sollten uns dankbar an diese Zeit mit ihm erinnern und auch nicht vergessen, welch schwere Zeit er in den Jahren des 2. Weltkrieges an verschiedensten Fronten erleben und durchmachen mußte!
Mit welcher Akribie und welchem Engagement er sich diesem Beruf verschrieben hatte, mag das nachstehend reproduzierte Vorbereitungsbuch für seinen Unterricht dienen, welches glücklicherweise der Nachwelt erhalten geblieben ist. Es ist zu vermuten, daß dieses Exemplar das erste ist, welches er in seiner Tätigkeit als Neulehrer in Ruhla, unmittelbar nach Kriegsende angefertigt hat.
Auch heute sind seine Ausführungen sehr interessant zu lesen, sind lehrreich, regen zum Nachdenken an und vermögen eine Vorstellung vermitteln, mit wieviel Wissengebieten er sich beschäftigte, um seinen Schülern Kenntnisse über die Natur- und Geisteswissenschaften zu vermitteln. Selbstverständlich hat er auch seine späteren ‘Spezialfächer’ Sport und Geographie unterrichtet, aber auch solche Fertigkeiten wie Singen und auch Werken behandelt und das zuweilen simultan in heute geradezu unvorstellbaren Klassengrößen (über 50 Schüler!) und gemischten Altersstufen.
Wir alle, die das Glück hatten, zu seinen Schülern zu zählen, sollten uns dankbar an diese Zeit mit ihm erinnern und auch nicht vergessen, welch schwere Zeit er in den Jahren des 2. Weltkrieges an verschiedensten Fronten erleben und durchmachen mußte!
Zur Erinnerung an unseren Ehrenbürger Otfried Blumenstein (1920 – 2018), der hier viele Jahrzehnte als Sport- und Geographielehrer tätig war.
Auch dem Wirken der Sportler Ruhlas und der Entwicklung und Pflege des Sportes in unserer Heimatstadt soll hier gedacht werden: welches an separater Stelle in der Sportchronik Ruhla dokumentiert ist.
Im Interesse der Authentizität haben wir die Texte in Faksimile wiedergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier, schwer lesbare Stellen oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir, uns nachzusehen.
Auch dem Wirken der Sportler Ruhlas und der Entwicklung und Pflege des Sportes in unserer Heimatstadt soll hier gedacht werden: welches an separater Stelle in der Sportchronik Ruhla dokumentiert ist.
Im Interesse der Authentizität haben wir die Texte in Faksimile wiedergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier, schwer lesbare Stellen oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir, uns nachzusehen.
Sportliche Anerkennungen und Urkunden der damaligen Theo-Neubauer-Schule
Von ihm im Laufe vieler Jahrzehnte erworbene sportliche Auszeichnungen
- LebenserinnerungenKurzfassung
- LebenserinnerungVor 100 Jahren
- LebensbilderEin Querschnitt
- HandreichungEin Vermächtnis
Sein Vermächtnis
Vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Ukraine-Konfliktes und vielen weiteren, weltweiten Auseinandersetzungen ist es unverändert aktuell wie damals!
Vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Ukraine-Konfliktes und vielen weiteren, weltweiten Auseinandersetzungen ist es unverändert aktuell wie damals!
Otfried Blumensteins Erinnerungen an seine Erlebnisse in der Wehrmacht und dem 2. Weltkrieg
Mit Bildern, selbstgezeichneten Karten sowie einer Widmung an seinen Kommandeur, General Erwin Rommel.
Otfried Blumenstein war, politisch gesehen, so gut es ihm möglich war, indifferent und er hatte sich auch keiner Parteidoktrin angepaßt (auch der nicht, die nach eigenem Bekunden ‚… immer recht‘ hatte), was auch heute noch, außerordentlichen Respekt abnötigen sollte.
Otfried Blumenstein hat unmittelbar nach zwei Jahren aktiver Dienstzeit in Friedenszeiten die Jahre des Zweiten Weltkrieges als Wehrmachtssoldat dienen müssen und härteste Entbehrungen und auch Enttäuschungen erleben müssen, von denen wir uns, nach nunmehr über 75 Jahren zeitlichem Abstand, wohl nur sehr schwache Vorstellungen machen können.
Gut ist es, daß in der heutigen Zeit mehr oder weniger offen über die damaligen Verhältnisse und Zustände gesprochen werden kann, ohne wertende Schwarz-Weiß-Malerei oder politische Gesinnungs-Bezichtigung befürchten zu müssen. Es war eben nicht so, daß alle Deutschen in der Wehrmacht Verbrecher und alle Angehörigen der Roten Armee strahlende Gutmenschen und Lichtgestalten waren. Ohne Solidarität und Unterstützung von einfachen russischen Einwohnern hätten er und manche seiner Kameraden, wie er in seinen Erinnerungen schreibt, den Krieg nie überstanden.
Vor diesem Hintergrund ist wohl auch die in Otfrieds Werken und Äußerungen anklingende Wertschätzung seines ehemaligen Kommandeurs, des Generals Rommel, zu sehen. Gleichwohl dessen Rolle während der Zeit des Dritten Reiches auch heute noch nicht ausdiskutiert ist (z.B. die Beteiligung im Rahmen des Attentats vom 20. Juli 1944), kann man es wohl nachvollziehen, daß ein militärisch Untergebener, der wie Otfried, permanent von Krieg und Leid umgeben und ständiger Lebensgefahr ausgesetzt war, einen (auch dem Gegner) korrekt und menschlich zugänglich auftretenden Vorgesetzten, hoch achten und schätzen lernt, zumal wenn dieser im Dienstgrad weit über ihm steht. Das sein Vorgesetzter, im Nachgang betrachtet, zu lange dem falschen Kriegsherrn gedient hat, steht auf einem anderen Blatt. Die weitere Wertung der Geschichte wird es sicherlich zeigen. Eine ausführliche und verständliche Teilbiographie hat u.a. der aus zahlreichen historischen Veröffentlichungen (z.B. ‘ZDF-History’ bekannte Autor Prof. Guido Knopp in seinem Werk “Geheimnisse des Dritten Reichs” dargelegt.
Die auf den hier gezeigten Seiten dargestellten Schriften und Grafiken dienen im übrigen ausschließlich zu Informationszwecken im Sinne einer Berichterstattung des Zeitgeschehens oder der Geschichte – konform mit den Paragraphen 86, speziell Abs. 4 und 86a StGB. Sämtliche Bilder, Texte und Grafiken dürfen nicht entgegen diesem Hinweis Verwendung finden. Nach der so genannten Sozialadäquanz-Klausel in § 86a Absatz 3 i. V. m. § 86 Absatz 4 StGB greift der Tatbestand nicht, wenn die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.
Siehe in diesem Zusammenhang auch die auf der Website des Deutschen Bundestages veröffentlichte Schrift: “Das strafbare Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen” – § 86a StGB im Spiegel der Rechtsprechung; Verfasser: Regierungsdirektor Dr. Roman Trips-Hebert, Aktenzeichen: WD 7 – 3010 – 105/21, vom 10.11.2021.
Aus diesem Grunde sei auch die persönliche Widmung, die Otfried Blumenstein, fast 70 Jahre nach Kriegsende, für General Rommel schrieb, hier aufgezeigt. Auch Otfried Blumensteins Vorwort auf Seite 1 (sowie seine Handreichung, quasi ein Vermächtnis, a.a.O.) in seinem nachstehenden Werk mögen für sich selbst sprechen.
In Hochachtung, Ehrfurcht und dankbarer Erinnerung!
Mit Bildern, selbstgezeichneten Karten sowie einer Widmung an seinen Kommandeur, General Erwin Rommel.
Otfried Blumenstein war, politisch gesehen, so gut es ihm möglich war, indifferent und er hatte sich auch keiner Parteidoktrin angepaßt (auch der nicht, die nach eigenem Bekunden ‚… immer recht‘ hatte), was auch heute noch, außerordentlichen Respekt abnötigen sollte.
Otfried Blumenstein hat unmittelbar nach zwei Jahren aktiver Dienstzeit in Friedenszeiten die Jahre des Zweiten Weltkrieges als Wehrmachtssoldat dienen müssen und härteste Entbehrungen und auch Enttäuschungen erleben müssen, von denen wir uns, nach nunmehr über 75 Jahren zeitlichem Abstand, wohl nur sehr schwache Vorstellungen machen können.
Gut ist es, daß in der heutigen Zeit mehr oder weniger offen über die damaligen Verhältnisse und Zustände gesprochen werden kann, ohne wertende Schwarz-Weiß-Malerei oder politische Gesinnungs-Bezichtigung befürchten zu müssen. Es war eben nicht so, daß alle Deutschen in der Wehrmacht Verbrecher und alle Angehörigen der Roten Armee strahlende Gutmenschen und Lichtgestalten waren. Ohne Solidarität und Unterstützung von einfachen russischen Einwohnern hätten er und manche seiner Kameraden, wie er in seinen Erinnerungen schreibt, den Krieg nie überstanden.
Vor diesem Hintergrund ist wohl auch die in Otfrieds Werken und Äußerungen anklingende Wertschätzung seines ehemaligen Kommandeurs, des Generals Rommel, zu sehen. Gleichwohl dessen Rolle während der Zeit des Dritten Reiches auch heute noch nicht ausdiskutiert ist (z.B. die Beteiligung im Rahmen des Attentats vom 20. Juli 1944), kann man es wohl nachvollziehen, daß ein militärisch Untergebener, der wie Otfried, permanent von Krieg und Leid umgeben und ständiger Lebensgefahr ausgesetzt war, einen (auch dem Gegner) korrekt und menschlich zugänglich auftretenden Vorgesetzten, hoch achten und schätzen lernt, zumal wenn dieser im Dienstgrad weit über ihm steht. Das sein Vorgesetzter, im Nachgang betrachtet, zu lange dem falschen Kriegsherrn gedient hat, steht auf einem anderen Blatt. Die weitere Wertung der Geschichte wird es sicherlich zeigen. Eine ausführliche und verständliche Teilbiographie hat u.a. der aus zahlreichen historischen Veröffentlichungen (z.B. ‘ZDF-History’ bekannte Autor Prof. Guido Knopp in seinem Werk “Geheimnisse des Dritten Reichs” dargelegt.
Die auf den hier gezeigten Seiten dargestellten Schriften und Grafiken dienen im übrigen ausschließlich zu Informationszwecken im Sinne einer Berichterstattung des Zeitgeschehens oder der Geschichte – konform mit den Paragraphen 86, speziell Abs. 4 und 86a StGB. Sämtliche Bilder, Texte und Grafiken dürfen nicht entgegen diesem Hinweis Verwendung finden. Nach der so genannten Sozialadäquanz-Klausel in § 86a Absatz 3 i. V. m. § 86 Absatz 4 StGB greift der Tatbestand nicht, wenn die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.
Siehe in diesem Zusammenhang auch die auf der Website des Deutschen Bundestages veröffentlichte Schrift: “Das strafbare Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen” – § 86a StGB im Spiegel der Rechtsprechung; Verfasser: Regierungsdirektor Dr. Roman Trips-Hebert, Aktenzeichen: WD 7 – 3010 – 105/21, vom 10.11.2021.
Aus diesem Grunde sei auch die persönliche Widmung, die Otfried Blumenstein, fast 70 Jahre nach Kriegsende, für General Rommel schrieb, hier aufgezeigt. Auch Otfried Blumensteins Vorwort auf Seite 1 (sowie seine Handreichung, quasi ein Vermächtnis, a.a.O.) in seinem nachstehenden Werk mögen für sich selbst sprechen.
In Hochachtung, Ehrfurcht und dankbarer Erinnerung!
Otfried Blumensteins Leidenschaft galt der Erkundung und Beschreibung der Natur und unserer Erde, ihren Landschaften sowie den einzelnen Staaten und Ländern. Er war ein ausgezeichneter Geograph und mit besonderer Hingabe liebte er die Karten. Problemlos konnte er aus seinem phänomenalen Gedächtnis so gut wie jede Karte an die Tafel zeichnen und alle erdenklichen Einzelheiten, wie Berge, Flüsse, Seen, Städte usw. korrekt eintragen. Wer sich im Erdkundeunterricht mit Karten gut auskannte, dem sah er zuweilen auch manch andere Wissenlücke nach. 😉
Erst im Rentenalter und ganz besonders nach der Wende, konnte er all das, was er bis zu dieser Zeit nur aus Büchern und anderen Beschreibungen kannte, auch wirklich besuchen.
Die unten aufgezeigte Auswahl stellt nur einen kleinen Teil seiner Aufzeichnungen dar. Bewußt wird hier auch auf eine chronologische Auflistung verzichtet. Otfried Blumenstein liebte das Suchen, Lernen und Stöbern in Büchern und auf Karten und insofern denken wir, daß diese, quasi zufällige Darstellung seiner langjährigen und unglaublichen Fleißarbeit, an dieser Stelle in seinem Sinne ist.
Für Ergänzungen und sachdienliche Hinweise sind wir jederzeit dankbar. Die Genehmigung zur Veröffentlichung der Aufzeichnungen liegt uns vor!
Erst im Rentenalter und ganz besonders nach der Wende, konnte er all das, was er bis zu dieser Zeit nur aus Büchern und anderen Beschreibungen kannte, auch wirklich besuchen.
Die unten aufgezeigte Auswahl stellt nur einen kleinen Teil seiner Aufzeichnungen dar. Bewußt wird hier auch auf eine chronologische Auflistung verzichtet. Otfried Blumenstein liebte das Suchen, Lernen und Stöbern in Büchern und auf Karten und insofern denken wir, daß diese, quasi zufällige Darstellung seiner langjährigen und unglaublichen Fleißarbeit, an dieser Stelle in seinem Sinne ist.
Für Ergänzungen und sachdienliche Hinweise sind wir jederzeit dankbar. Die Genehmigung zur Veröffentlichung der Aufzeichnungen liegt uns vor!
Otfried Blumensteins zusammengefaßte Reiseerinnerungen in ausführlichen Beschreibungen, Tabellen und selbstgezeichneten Karten
Eine Auswahl von Otfried Blumensteins selbst gezeichneten Landkarten und Reiseplänen
Hier der Teil IIa, Europareisen vor und nach der politischen Wende
Hier der Teil II c, Ost- und Südosteuropa, Kreuzfahrten und Weltreisen.
Zu Besuch bei ihm zu Hause: Ein wahres Geographie- und Geschichtsmuseum
In der Vergangenheit hat es bekanntlich viele Unklarheiten und Mutmaßungen über das Wetter und die damit verbundenen Erscheinungen gegeben. Hier auch eine kleine historische Kostprobe aus dem Jahre 1941 über den seinerzeit vorherrschenden Aberglauben und ein über einhundert Jahre zuvor erschienenes Werk von 1835 des eher aus dem Bereich der deutschen Volksmärchen bekannten Jacob Grimm – die Otfried Blumenstein sicher gut gefallen hätten.
- DokumenteErste und letzte Wetterbeobachtungen
- Eine ZusammenfassungVon Gert Götze
- Klimaänderung
- Erhalt der Station
- Bilddokumente
Erste und letzte Niederschriften der Wetterbeobachtungen.
Insgesamt hat er fast genau 72 Jahre (!) ohne Unterbrechung seine Tätigkeit als “Wetterfrosch” ausgeübt. An dieser Stelle mögen auch seine ersten und auch auch seine letzten, glücklicherweise der Nachwelt erhalten gebliebenen Aufzeichnungen dargestellt werden.
Insgesamt hat er fast genau 72 Jahre (!) ohne Unterbrechung seine Tätigkeit als “Wetterfrosch” ausgeübt. An dieser Stelle mögen auch seine ersten und auch auch seine letzten, glücklicherweise der Nachwelt erhalten gebliebenen Aufzeichnungen dargestellt werden.
Tabellarische Zusammenfassung und Auswertung der Wetterchronik von Otfried Blumenstein 2007-22 – erstellt und bearbeitet von Gert Götze, Ruhla
Einschätzung der Klimaveränderung von Otfried Blumenstein – aus dem Jahre 2005.
Sein Kampf um den Erhalt des Lebenswerkes (nach der Wende, bis in die höchsten Instanzen) war letztlich erfolgreich!
Hier eine kleine Zusammenstellung des Schriftverkehrs, den Otfried Blumenstein mit diversen staatlichen Stellen – bis zum Bundespräsidenten geführt hat.
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Auch die Erstellung der Dokumente und die Qualität des Ausgangsmaterials ist mit den heute gängigen Verfahren nicht zu vergleichen – hinzu kommen die unvermeidlichen Alterungserscheinungen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
Hier eine kleine Zusammenstellung des Schriftverkehrs, den Otfried Blumenstein mit diversen staatlichen Stellen – bis zum Bundespräsidenten geführt hat.
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Auch die Erstellung der Dokumente und die Qualität des Ausgangsmaterials ist mit den heute gängigen Verfahren nicht zu vergleichen – hinzu kommen die unvermeidlichen Alterungserscheinungen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
Vermischtes – Über 235 Jahre Französische Revolution
Die hier faksimilierte, bibliophile Rarität stammt vom Herbst 1789 (!) und ist ein äußerst seltenes Zeitzeugen-Exemplar in deutscher Sprache.
Die Bürger Robespierre, Marat, Hébert, St. Just und Spießgesellen kamen erst einige Jahre später zur Geltung!
Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten sind altersbedingt; wir bitten daher, uns dies nachzusehen.
Die Bürger Robespierre, Marat, Hébert, St. Just und Spießgesellen kamen erst einige Jahre später zur Geltung!
Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten sind altersbedingt; wir bitten daher, uns dies nachzusehen.
Autor: Joseph Marius v. Babo, 1789
Ortschronik Thal – Vermischtes
Alte Zeitungsberichte, Behördendschungel und mehr
Bitte wähle die gewünschten Punkte im Hauptmenü oben aus
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Ortschronik Ruhla – Vermischtes
Alte Zeitungsberichte, Behördendschungel und mehr.
Bitte wähle die gewünschten Punkte im Untermenü aus.
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Erinnerungen an Otto Blumenstein
Zur Erinnerung an unseren langjährigen Ortschronisten und Museumsleiter Otto Blumenstein (1885-1965)
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustandes nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
- KurzbiographieVerfaßt von Otfried Blumenstein
- Geschichte der Stadt RuhlaChronik von Otto Blumenstein
- Geschichte der Ruhlaer SchulenChronik von Otto Blumenstein
Otto Blumenstein mit seiner Frau Frieda (undatiertes Bild)

Mit außerordentlicher Akribie und über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten gestaltete Otto Blumenstein die Ruhlaer Ortschronik und hielt die denkwürdigsten Ereignisse in derselbigen für die Nachwelt fest.
Glückliche Umstände fügten es, daß dieses, für unsere Heimatstadt unersetzliche Dokument bis auf die heutige Zeit erhalten geblieben ist.
Das handschriftliche Original wurde dankenderweise von Frau Karina Kahlert aus Ruhla und Herrn Dr. Peter Merbach aus Zella Mehlis in heutige Schrift übertragen und ist auf der Internetpräsent des Arche Nova Ruhla e.V. einsehbar,
Glückliche Umstände fügten es, daß dieses, für unsere Heimatstadt unersetzliche Dokument bis auf die heutige Zeit erhalten geblieben ist.
Das handschriftliche Original wurde dankenderweise von Frau Karina Kahlert aus Ruhla und Herrn Dr. Peter Merbach aus Zella Mehlis in heutige Schrift übertragen und ist auf der Internetpräsent des Arche Nova Ruhla e.V. einsehbar,
Ortschronik-Fotoarchiv Westgeld
Die Objekte der Begierde – die Schattenwährung der DDR!
Damit wurde auch mal in früheren Zeiten bezahlt. Aber eher nicht im Konsum oder HO oder Kaufhalle. … 🙁
Damit wurde auch mal in früheren Zeiten bezahlt. Aber eher nicht im Konsum oder HO oder Kaufhalle. … 🙁
Ach, war das fein, wenn man mit der Währung des bösen Klassenfeindes oder auch mit dafür eingetauschten Forumschecks ausgestattet war und sich somit Dinge erfüllen konnte, die es im sozialistischen Einzelhandel oder in Härtefällen auch als Bückware (wenn überhaupt) nicht gab oder nur nach langer Wartezeit und mit Zuteilung erhältlich waren.
Im
war es schon toll! Noch besser war eigentlich nur noch
. Hier konnte man dann nach Herzenlust und ohne Sorgen einkaufen und sich frei Haus beliefern lassen. Der Trabi vom Werk oder auch der VW, besser noch der BMW, stand dann nach einigen Tagen frisch geputzt und betankt vor der Tür.
Ein Videorecorder? Oder eine Miele-Waschmaschine, dazu noch eine Luxus-Schrankwand? Kurz vor der Wende noch ein netter PC gefällig?
Kein Problem! Nichts gab es, was es hier nicht gab. Selbst Häuser konnte man sich bestellen und auf seinem Grundstück aufstellen lassen!
Tja, und wenn man keine Beziehungen zum Klassenfeind und kein Westgeld hatte, ging’s notfalls auch damit…. Dumm war halt nur der dran, der lediglich über die hiesigen Aluchips oder Ostmark (offiziell: “Mark der DDR”) verfügen konnte (ok, auf dem Schwarzmarkt konnte man z.B. ab etwa 100,– Ostmark Disketten aus dem Westen bekommen; ab 20.000,– Ostmark aufwärts gab’s den Trabi auch schon in wenigen Tagen, auch wenn er vielleicht schon 10 bis 15 Jahre auf der Plastekarosse hatte, und in den Uwubus (vulgo ‘Ulbrichts Wucherbuden’) Delikat und Exquisit gab es auch zuweilen etwas Anderes als das graue und knappe Einerlei), aber bei den üblichen Löhnen hierzulande war dies bei den meisten DDR-Bürgern schon eine ziemlich schwierige Sache und das Sparen auf das jeweilige Wunschobjekt konnte da schon mal ziemlich lange dauern …
Im
war es schon toll! Noch besser war eigentlich nur noch
. Hier konnte man dann nach Herzenlust und ohne Sorgen einkaufen und sich frei Haus beliefern lassen. Der Trabi vom Werk oder auch der VW, besser noch der BMW, stand dann nach einigen Tagen frisch geputzt und betankt vor der Tür.Ein Videorecorder? Oder eine Miele-Waschmaschine, dazu noch eine Luxus-Schrankwand? Kurz vor der Wende noch ein netter PC gefällig?
Kein Problem! Nichts gab es, was es hier nicht gab. Selbst Häuser konnte man sich bestellen und auf seinem Grundstück aufstellen lassen!
Tja, und wenn man keine Beziehungen zum Klassenfeind und kein Westgeld hatte, ging’s notfalls auch damit…. Dumm war halt nur der dran, der lediglich über die hiesigen Aluchips oder Ostmark (offiziell: “Mark der DDR”) verfügen konnte (ok, auf dem Schwarzmarkt konnte man z.B. ab etwa 100,– Ostmark Disketten aus dem Westen bekommen; ab 20.000,– Ostmark aufwärts gab’s den Trabi auch schon in wenigen Tagen, auch wenn er vielleicht schon 10 bis 15 Jahre auf der Plastekarosse hatte, und in den Uwubus (vulgo ‘Ulbrichts Wucherbuden’) Delikat und Exquisit gab es auch zuweilen etwas Anderes als das graue und knappe Einerlei), aber bei den üblichen Löhnen hierzulande war dies bei den meisten DDR-Bürgern schon eine ziemlich schwierige Sache und das Sparen auf das jeweilige Wunschobjekt konnte da schon mal ziemlich lange dauern …
Das war nun nicht mehr von dieser Welt – das gab’s für den ‘gemeinen’ DDR-Bürger eigentlich nur im Westfernsehen oder vielleicht noch im Kino …;-) Aber der Intershop hat das auch gern und ohne zu Zögern angenommen. Nach dem Ausweis, wie es in den Frühzeiten dieser realsozialistischen Verkaufsstellen zuweilen geschah, wurde in späteren Zeiten auch nicht mehr gefragt. Hauptsache: die Kohle kam herein…
Ortschronik-Fotoarchiv Ostgeld – Forumschecks
Auch das waren seinerzeit heiß begehrte Objekte der Begierde!
Sie sahen aus wie Spielgeld im Kindergarten – aber damit wurde auch in früheren Zeiten bezahlt. Gern im Intershop aber eher nicht im Dorfkonsum oder HO oder der Ost-Kaufhalle.
Handwerker, Trabi- und Wartburgreparateure, Baustofflieferanten, Buch- und Fleischverkäuferinnen, … sollen diese Zettelchen auch gern genommen haben. …”Forum, gehts…?” Und noch eine Anmerkung: “Forum”-Münzen gab es nicht!
Sie sahen aus wie Spielgeld im Kindergarten – aber damit wurde auch in früheren Zeiten bezahlt. Gern im Intershop aber eher nicht im Dorfkonsum oder HO oder der Ost-Kaufhalle.
Handwerker, Trabi- und Wartburgreparateure, Baustofflieferanten, Buch- und Fleischverkäuferinnen, … sollen diese Zettelchen auch gern genommen haben. …”Forum, gehts…?” Und noch eine Anmerkung: “Forum”-Münzen gab es nicht!
Quelle der Forumschecks-Reproduktionen: https://de.wikipedia.org/wiki/Forumscheck (gemeinfrei)
Rühler Pantoffelkino – Die Rühler Lüter – Filme und Bilder
Eine Geschichte über die historischen Rühler Lüter und die Rühler Kirmes. In zwei Teilen nebst einer Bilderserie von Albrecht Michel. Außerdem ein Querverweis auf das gleichnamige Werk von Arno Schothauer.
Da die Lüter aufs engste mit der Rühler Kirmes verbunden sind: hier auch viele Bilder und weitere Videos aus alten Tagen. Unter dem Reiter “Kirmes” sind viele authentische Bilder aus vergangenen Jahren hinterlegt.
Da die Lüter aufs engste mit der Rühler Kirmes verbunden sind: hier auch viele Bilder und weitere Videos aus alten Tagen. Unter dem Reiter “Kirmes” sind viele authentische Bilder aus vergangenen Jahren hinterlegt.
- Eine BilderserieVon Albrecht Michel
- Die Lüter im MuseumEine weitere Bilderserie
- Das Buch über die LüterVon Arno Schothauer
- Teil I.Schnorren unn Schnorrpfüffen
- Teil II.Schnorren unn Schnorrpfüffen
Das Buch über die Lüter von Arno Schlothauer (separate Unterseite) Mit einem Vorwort von Lotar Köllner.
Ortschronik – Frühere Geldscheine
Damit wurde auch mal in früheren Zeiten bezahlt.
Speisekarte aus den frühen Siebzigern aus der Traube
Tja, das waren auch noch Preise!
Ok, mit Ketchup, Letscho, Gewürzgurken und Worchestersauce, …, nun ja, damit sah’s meist schlecht aus, aber satt wurde man trotzdem. Notfalls auch nur mit Bockwurst, Eisenacher Bier, Doppelkorn und Aro. Immerhin: Pappteller und -becher gab es niemals und mit den Händen essen mußte auch niemand …
Für die heutige Zeit durchaus eine Rarität: Eine Speise- und Getränkekarte aus dem Jahre 1970. Wer’s noch kennt …
Und weils so schön war: dasselbe nochmal aus dem Jahre 1972. Das Angebot ist geblieben (immerhin), aber die Preise sind auch noch die gleichen.
Und wem das Bier in der “Traube” immer noch zu teuer war, konnte sich nach Thal ins Lutherhäuschen, das im Kreise der Eingeweihten sogenannte “Brett”, begeben (so wie die meisten, finanziell notorisch klammen, aber immer durstigen Halbstarken). Dort bekam man den Viertelliter Helles für 40 Ostpfennige und bis man hier ‘rausgeworfen wurde, mußte man schon vorher die Striche vom Bierdeckel kratzen. Dieser war allerdings wirklich aus Pappe und nur zur einmaligen Benutzung bestimmt … da war auch noch nichts mit Bestellung über und mit Breitwandbildschirm, Tablet oder Smartphone – und trotzdem klappte das richtig gut. Leider wurde diese gastliche Stätte im Jahre 1979 für immer geschlossen und es ist auch so gut wie kein Bildmaterial erhalten geblieben. Geblieben ist die Erinnerung!
Juristische Fragen, Themen und Pflichtangaben
Die Punkte, die Rechtsthemen und gesetzliche Pflichtangaben zu unserer Website betreffen (Barrierefreiheit, Impressum, Datenschutz, …,), sind auch im Menü des ‘Footers’, siehe unten, abgelegt.
Das Ruhlaer Apothekenmuseum und seine Geschichte
Untenstehend eine kurze historische Übersicht über eine jahrhundertealte Ruhlaer Institution
Weitere Impressionen aus dem Museum: historische Apothekenbücher, Rezepte, Gerätschaften, Fotos von seinerzeitigen Medikamenten und noch mehr …
Das Ruhlaer Apothekenmuseum – Historische Unterlagen und Zeitzeugen
In memoriam Werner Plath und an eine generationenübergreifende Rühler Institution.
Eine Bildergalerie nebst Auszügen aus dokumentarisch-historischen Zeitzeugen (Apothekerbücher, historische Rezepte, Gerätschaften,…).
Hier auch eine Übersicht über die Geschichte und den Werdegang der historischen Hirsch-Apotheke in Ruhla.
Eine Bildergalerie nebst Auszügen aus dokumentarisch-historischen Zeitzeugen (Apothekerbücher, historische Rezepte, Gerätschaften,…).
Hier auch eine Übersicht über die Geschichte und den Werdegang der historischen Hirsch-Apotheke in Ruhla.
Nicht sehr unterschiedlich von den Tätigkeiten und den Angeboten einer Apotheke sind die einer Drogerie. Herold’s Germania-Drogerie in Ruhla bot zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts seiner geschätzten Kundschaft auch so Einiges an.
Über das Museum
Die Sponsoren
Wissenswertes
Dokumente, Bücher ..
Über das Museum
Die Sponsoren
Herzlichen Dank an die Sponsoren
Wissenswertes
Eröffnung des Apothekenmuseums am 03.04.2024 – Eine Videogalerie
Hinweis: Die originale Videoauflösung übersteigt möglicherweise die Auflösung Ihres Bildschirms. Mit Doppelklick auf die Anzeige wird eine Anpassung an das Videoformat Ihres Monitors (als Vollbild) vorgenommen.
Hinweis: Die originale Videoauflösung übersteigt möglicherweise die Auflösung Ihres Bildschirms. Mit Doppelklick auf die Anzeige wird eine Anpassung an das Videoformat Ihres Monitors (als Vollbild) vorgenommen.
Dokumente, Bücher ..
Rezepte, Verschreibungen, Giftscheine und -bücher – und vor dem Hintergrund der heutigen Cannabis-Legalisation sehr interessant – ein sog. Morphinbuch. Wie man sieht, war seinerzeit so manches in gewissen Grenzen legal erhältlich, z.B. Kokain, Diacetylmorphin vulgo Heroin oder auch Strychnin und Ähnliches zur Ungezieferbekämpfung …
- Bücher, Regularien und Hinweiseaus dem 18. und 19. Jahrhundert
- Pharmazeutischer KalenderVon 1923
- Ein Morphinbuchund diverse Rezepte
- Ein Rezeptbuch
- LehrvertragVon 1941
- Bibliothekim Museum
Eine literarische Auswahl aus der Historie und über die seinerzeitige Arbeit in Apotheken sowie Hinweise und Vorgaben der ‘Obrigkeit’ in Apotheken und Drogerien.
- Über die AlchimieAus dem Jahre 1724
- Die Apothekerkunst I.2 historische Lehrbücher
- Die Apothekerkunst II.3 historische Nachschlagewerke
- LaboreinrichtungenAnno 1827
- Einrichtung und Verwaltungder Apotheken, von 1873
Der Vorläufer der modernen Chemie – und in Teilen sicherlich auch – war die Alchimie, die allerdings auch zu ihrer Zeit als sogenannte Goldmacherkunst sehr umstritten und auch für ihre Adepten nicht ungefährlich war.
Zwei ausgewählte, faksimilierte, historische Lehrbücher über die damalige Apothekenkunde und chemisch-pharmazeutische Wissenschaft
Drei ausgewählte, faksimilierte, historische Kompendien über die damalige Apothekenkunde und chemisch-pharmazeutische Wissenschaft
“Handwörterbücher der praktischen Apothekerkunst”
“Handwörterbücher der praktischen Apothekerkunst”
Ein historischer pharmazeutischer Jahreskalender – damals und auch heute durchaus als schnelles Nachschlagewerk benutzbar. Nach Stichworten kann an dieser Stelle ebenfalls gesucht werden.
Für Risiken und Nebenwirkungen einer Anwendung der hier beschriebenen Chemikalien und Wirkstoffe wird aus allerdings aus rechtlichen Gründen keine weiterführende Auskunft gegeben und eine Haftung, ganz gleich welcher Art, ist unsererseits ausgeschlossen! Bei Fragen wenden Sie sich bitte zuvor an den Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens.
Für Risiken und Nebenwirkungen einer Anwendung der hier beschriebenen Chemikalien und Wirkstoffe wird aus allerdings aus rechtlichen Gründen keine weiterführende Auskunft gegeben und eine Haftung, ganz gleich welcher Art, ist unsererseits ausgeschlossen! Bei Fragen wenden Sie sich bitte zuvor an den Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens.
Ein Morphinbuch nebst Giftnachweis und einer Rezeptauswahl aus der Zeit aus den 30er bis 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts
Ein historisches Rezeptbuch aus den ersten Nachkriegsjahren
Zum Betrieb und zum Unterhalt einer Apotheke gehören und gehört auch diverse Literatur, Anleitungen und Vorgaben…
Was man früher als Apotheker neben Arzneimitteln und deren Zubereitung so wissen mußte …
Ortschronik – MEWA zum 20. DDR-Jubiläum
Ein Statusbericht der MEWA ( = Metallwaren ) zur Vorbereitung des 20. Jahrestages der DDR im Jahre 1969. Wohltuend erscheint hier, daß der allgegenwärtigen SED und ihrer Vasallen nur ansatzweise gehuldigt und ihre “führende” Rolle nur zu erahnen ist. Da gab es seinerzeit und bis zur Wende weitaus peinlichere und zuweile vor Parteidisziplin (man könnte es auch ‘Untertanengeist’ nennen) und vorauseilendem Gehorsam geradezu triefende Beispiele, von denen Einige auch hier auf dieser Website einsehbar sind.
Zur Seite des Vorgängerbetriebes, der Firma Thiel & Bardenheuer GmbH.
Bedeutende Ruhlaer – Dr. Alexander Ziegler

Über den Ruhlaer Weltreisenden, Geographen und Schriftsteller Dr. Alexander Ziegler
Dem Förderer und Ehrenbürger unserer Heimatstadt Ruhla
Alexander Ziegler wurde am 20. Januar 1822 als vierter und jüngster Sohn des Handelsherrn und Tabakpfeifenfabrikanten Johannes Ziegler in Ruhla in der Unteren Lindenstraße (später Haus Nr. 17, steht nicht mehr) geboren. Sein Bildungsweg führte, nach kurzzeitigem Besuch der Elementarschule in Ruhla, über die Salzmannsche Erziehungs- und Bildungsanstalt Schnepfenthal, das Gymnasium Eisenach (Abitur 1839) und die Universität Jena mit dem Studium der Nationalökonomie/Staatswirtschaft, Gewerbepolitik, Agronomie, Geognosie und Mineralogie (1842 bis 1844).
Er beendete diese Studien ohne Abschluss durch einen akademischen Grad und wandte sich den geographisch-historischen Wissenschaften zu. Sein Vorbild war der berühmte Geograph Carl Ritter, erster deutscher Professor der Geographie in Berlin, von dem er Vorlesungen hörte und Grundkenntnisse erwarb. Zudem eignete er sich Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch, Spanisch (Katalanisch und Kastilisch), Latein und Griechisch an, aufbauend auf schon in Schnepfenthal gelegten Grundlagen. Eine bis ins Alter anhaltende Vorliebe für das Turnen war ihm auch von dort durch den bekannten Pädagogen GutsMuths mitgegeben worden. In Ruhla war er 1848 Mitbegründer und über 30 Jahre aktives Mitglied des Turnvereins. Einen Turnplatz mit Geräten ließ er nach Jahnschem Vorbild auf eigene Kosten auf dem alten Schützenhof am Bermer anlegen.
Als Fabrikantensohn wohlhabend, dazu unabhängig, gebildet und körperlich gestählt, begann Alexander Ziegler im Jahre 1845, seinen Neigungen nachzugehen und zu reisen, was damals mit vielen Mühen und Entsagungen verbunden war. Bereits 1846/47 unternahm er seine erste große Reise, die ihn von New York über Boston durch Nordamerika bis in die Karibik führte und die er in zwei Büchern beschrieb (1848). Damit im Zusammenhang gab er einen Führer mit Hinweisen für Auswanderer heraus und erlaubte sich, als freidenkender Bürger in einer weiteren Schrift die Demokratie in den USA kritisch zu beleuchten. Die Entwicklung der USA zur Weltmacht und zum Herrn des Welthandels sowie die Auswirkungen, davon sah er in seinen Erörterungen richtig voraus.
1850 reiste Ziegler nach Spanien und Portugal, zu den Kanarischen Inseln und nach Madeira, 1852/54 nach Ägypten, Nubien, über die Sinaihalbinsel nach Palästina, Jordanien, Syrien, nach Zypern, Rhodos, Samos, Lesbos, durch Anatolien und Gallipoli nach Konstantinopel, 1857/58 durch Dänemark nach Norwegen, nach Schottland, zu den Orkney- und Shetland-Inseln, Neufundland und Labrador, nach Grönland, Island und Spitzbergen, durch Finnmark, Lappland, das nördliche Russland und Schweden. Jeweils im Folgejahr erschienen ausführliche, z.T. mehrbändige Reisebeschreibungen als wissenschaftlich fundierte landeskundliche Abhandlungen mit exakten geographischen, historischen, ethnographischen, kulturellen und ökonomischen Fakten, aufgelockert durch Anekdoten und poetische Wendungen. Die Reiseberichte fanden allgemein, auch international Anerkennung. Der norwegische Dichter und Politiker Björnstjern Björnson z.B. wurde durch Zieglers Veröffentlichung veranlasst, die Finnmark und das Nordland zu bereisen, wofür er sich bei ihm bedankte. Der Schriftsteller Karl May nutzte Zieglers Veröffentlichungen, die er während seiner Inhaftierungen studierte, als Informations- und Faktenquellen für seine Romane.
(Hinweis: Letzteres ist allerdings nicht zweifelsfrei belegt. Diesbezügliche Rückfragen bei der Deutschen Karl-May-Gesellschaft im Jahre 2022 konnten durch selbige aktuell nicht bestätigt werden.)
Alexander Ziegler fühlte sich in erster Linie als Wissenschaftler, nicht als Schriftsteller. Seinen Doktortitel (Doctor Philosophiae Honores) erwarb er 1857 an der Universität Jena durch Vorlage seiner Werke, die angenommen und als wissenschaftliche Schriften anerkannt wurden. Auch hielt er Gastvorlesungen in Jena und Dresden.
An größeren Reisen unternahm Ziegler nach 1860 noch eine nach Indien, eine zweite nach Spanien mit Marokko und Algerien (1867) und eine zur Eröffnung des Sueskanals (1869), wo er, eigentlich mehr spaßhaft, die damals schon geprägte Wendung „Ruhlaer sind überall“ überprüfen wollte, indem er den Mundartausdruck „Uisgebuihrt Bornrörrn“ mehrmals in die Menge rief. Tatsächlich bekam er mit „Nünmao blao Beattuch“ die richtige Erwiderung, und zwar von einem ausgewanderten Ruhlaer namens Langlotz, der als Kutscher des englischen Lords Interwick mit anwesend war.
Während Zieglers Aufenthalte zu Hause wirkte er unermüdlich auf verschiedenen Gebieten für seine Heimat. Neben entsprechenden Aufsätzen in der Eisenacher, Weimarer und Leipziger Zeitung gab er heimatkundlich-geographisch-historische Schriften heraus. Von seinem Freund Ludwig Storch angeregt erwanderte er sich den Rennsteig und andere Thüringerwaldgebiete und veröffentlichte darüber. In seine nach eigenen Gestaltungsentwürfen am Bermer gebaute Villa „Ursomontana“ lud er Gelehrte, Reisende, Dichter, Schriftsteller und Künstler zu Gesprächen über besondere Personen vor (siehe auch Zusammenstellung am Schluß).
Das Tabakpfeifengewerbe unterstützte Ziegler ideell und materiell; besonders die künstlerische Ausführung der Pfeifen. „Zur Glorifikation Ruhlas und der Industrie daselbst“ organisierte und gestaltete er. Ferner Ausstellungen und Festzüge, die von beiden Herzögen, zu denen er gute Verbindungen hatte, anerkannt und gelobt wurden. Den großen heimathistorisch-volkskundlichen Festzug anlässlich der Begrüßung der aus dem Krieg 1870/71 heimkehrenden Ruhlaer entwarf, organisierte und gestaltete er. Von Prof. Schneider, Gotha ließ er die einzelnen Gruppen zeichnen und die Darstellungen zu einem Fries für sein Arbeitszimmer zusammenfügen. (Die Einzelbilder des Frieses, der sich im Stadtmuseum, allerdings nicht in der Ausstellung, befindet, vermitteln wertvolle volks- und heimatkundliche Überlieferungen.)
Alexander Ziegler sah in jeder Beziehung seine Heimat als Ganzes, ignorierte die Grenze und machte keinen Unterschied zwischen dem weimarischen und gothaischen Teil Ruhlas und ihren Bewohnern, obwohl er ein getreuer Gefolgsmann des Großherzogs war. Er gehörte zu den ersten Befürwortern und Betreibern der Vereinigung beider Ortsteile und war meist ihr Wortführer.
Auf dem Ringberg ließ Ziegler 1867 auf eigene Kosten einen Aussichtsturm errichten, den er nach dem Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach in Würdigung seiner Verdienste um die Erneuerung der Wartburg „Carl-Alexander-Turm“ benannte. In der Umgebung des von ihm 1863 als Stumpff-Denkmal begründeten Dichterhains legte er in Erweiterung eines vom Forstwissenschaftler und Waldreformer Gottlob König begonnenen Arboretums einen botanisch-dendrologisch-geologischen Berggarten an. Die Anbringung der Gedenktafeln für Schenck und Storch veranlasste er.
In der Gemeinde Ruhla WA initiierte er den Neubau einer Schule, ließ eine Mineralogie- und Biologie-Schulsammlung einrichten und dem ganzen Ort stiftete er eine Schul- und Volksbibliothek mit nahezu 1.700 Bänden. (Ihrer kompletten Erhaltung wurde leider keine Aufmerksamkeit geschenkt. Die Nazis ließen die Sammlung auseinanderreißen, einen Teil in eine 1937 neu gegründete Volksbücherei aufnehmen, andere Teile abtransportieren bzw. auch vernichten. Ein Rest wurde 1954 ins Ruhlaer Heimatmuseum übernommen.) Auch für den Gewerbeverein, den Alexander Ziegler mit gründete, legte er eine Bibliothek an.
Die Deutsche Nationallotterie zur Unterstützung der Tiedge- und Schillerstiftung für alte, bedürftige Schriftsteller und Künstler gründete Ziegler mit und betrieb sie als Hauptakteur (Ertrag rund 454.000 Taler, umgerechnet fast 30 Mio. Euro). Für die Durchführung und Ausrüstung der damaligen deutschen Forschungsexpedition in das Innere Afrikas setzte er sich intensiv ein, auch für die Schaffung des Germanischen Museums. Beide Herzöge begeisterte er für diese Idee. Der eine wollte die Wartburg, der andere die Veste Coburg dafür zur Verfügung stellen. Entschieden wurde sich dann aber für das Karthäuserkloster in Nürnberg. In einer Veröffentlichung beschrieb Ziegler den Werdegang des Museums.
Den Gothaer Sprachforscher Professor Karl Regel gewann er zur Erarbeitung des heute noch außerordentlich wertvollen, umfassenden Werkes über die Ruhlaer Mundart, wofür er selbst zuarbeitete und dessen Drucklegung (Weimar 1868) er mit finanzierte. Seinen Landsmann und langjährigen Freund Ludwig Storch bewog er zum Behandeln heimischer Stoffe in Romanen und Erzählungen sowie zum Dichten in Ruhlaer Mundart. 1866 vermittelte er ihm eine Pension der Schillerstiftung mit Alterswohnsitz in Kreuzwertheim am Main.
In verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften war Ziegler Mitglied, so in Dresden, wo er auch zeitweilig wohnte, in der Geographischen Gesellschaft und in der Naturforschenden Gesellschaft Isis, in Berlin in der Gesellschaft für Erdkunde, in Leipzig im Verein der Freunde der Erdkunde, in Frankfurt/Main im Verein für Geographie und Statistik und im Deutschen Hochstift, in Sachsen in der Naturforschenden Gesellschaft Görlitz und in der Ökonomischen Gesellschaft.
Ziegler war stets um die Förderung der Wissenschaft bemüht. Mit namhaften Forschern, Wissenschaftlern und Schriftstellern stand er im Briefverkehr, so u.a. mit Alfred Brehm, Alexander von Humboldt, Otto Kersten (Afrikaforscher), August Petermann, Björnstjern Björnson, Heinrich Barth (Geograph), Karl Gutzkow, Karl Polack, Adolf Bube, Ernst Keil (Verleger), Ludwig Storch. Der Großherzog verlieh ihm für seine Verdienste den Titel Hofrat, das Ritterkreuz I. Klasse des Ordens vom Weißen Falken und das Ehrenkreuz, der König von Preußen den Kronenorden 3. Klasse. In beiden Orten Ruhla und in Königsberg in Franken war er Ehrenbürger. Seinem Geburts- und Hauptwohnort Ruhla hinterließ er Legate für den Bau einer Turnhalle, für die Erneuerung des Carl-Alexander-Turmes, für bedürftige alte Männer aus den Pfeifenwerkstätten, für die Erhaltung von Kirchen und Schulen, zur Unterstützung von Feuerwehr und Vereinen, insgesamt mehr als 38.000 Mark.
Alexander Ziegler, der Zeit seines Lebens unverheiratet war, verstarb am Karfreitag, dem 8. April 1887 in Wiesbaden, wo er sich seit November zu Kur und Erholung aufgehalten hatte. Groß und vielfältig waren die Ehrenbezeigungen an den Tagen der Überführung, Aufbahrung und Beerdigung. Nahezu ganz Ruhla war erschienen, um vom geliebten Hofrat Abschied zu nehmen. Seine Heimatstadt ehrt ihn durch eine Gedenktafel im Dichterhain, gestiftet 1888 von den Bürgern.
In Verkennung und Missachtung seiner Bedeutung und Verdienste wurde 1950 durch die Ruhlaer Kommunisten der Name Zieglerstraße abgeschafft, der dem unteren Lappengrund im Jahre 1900 verliehen worden war. Auch bei den Straßenumbenennungen im Jahre 1991 fiel der Name bei den Bürgern und Stadtverordneten unverständlicherweise durch.
Überblick über Zieglers Werke:
Skizzen einer Reise durch Nordamerika und Westindien mit besonderer Berücksichtigung des Staates Wisconsin, 2 Bde. (Dresden u. Leipzig 1848); Republikanische Licht- und Schattenseiten oder die Republik in Deutschland und in den Vereinigten Staaten von Nordamerika (Dresden u. Leipzig1848); Der deutsche Auswanderer nach den Vereinigten Staaten (Dresden 1849); Taschenbuch der bairischen Bierbrauerei (Leipzig 1850); Reise in Spanien, 2 Bde. (Leipzig 1851); Meine Reise im Orient, 2 Bde. (Leipzig 1855); Der Geleitsmann. Katechismus für Auswanderer (Leipzig 1856); Martin Behaim aus Nürnberg. Der geistige Entdecker Amerikas (Dresden 1859); Deutsche Nationaluunternehmungen (Afrika-Expedition, Germanisches Museum, Schillerlotterie – Dresden 1860 und 1862); Meine Reisen im Norden, 2 Bde. (Leipzig 1860); Die Reise des Pytheas nach Thule (Dresden 1861); Der Rennsteig des Thüringer Waldes. Eine Bergwanderung mit einer historisch-topographischen Abhandlung über das Alter und die Bestimmung dieses Weges (Dresden 1862); Die deutschen Erforschungs-Expeditionen nach Inner-Afrika (Dresden 1863); Die direkte Besteuerung des Spiritus oder die Umwandlung der Maischraumsteuer in eine Fabriksteuer. Eine volks- und staatswirtschaftliche Frage der Neuzeit (Dresden 1863); Neues Reisehandbuch für Thüringen (Hildburghausen 1864); Die Auswanderung der Thüringer Messerschmiede nach Preußen (1865); Das Thüringerwalddorf Ruhla und seine Umgebung (Dresden 1867 u. 3 weitere Auflagen); Regiomontanus, Johannes Müller aus Königsberg in Franken, ein geistiger Vorläufer des Columbus (Dresden 1874); Zur Geschichte des Meerschaums mit besonderer Berücksichtigung der Meerschaumgruben bei Eski Schehr in Kleinasien und der betreffenden Industrie in Ruhla in Thüringen (Dresden 1878); Ludwig Storchs poetischer Nachlaß (Eisenach 1882); Chronik von Schnepfenthal (1884); zahlreiche Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften; Manuskript Ruhla-Chronik (verschollen, von Arno Schlothauer bearbeitete Auszüge vorhanden). Eine umfangreiche Arbeit über die Hörselberge blieb unveröffentlicht.
Quelle: Köllner, Lotar; “Bedeutende Ruhlaer aus vier Jahrzehnten”, Ruhla, 2005, auf der hier vorliegenden Seite z.T. bearbeitet und ergänzt.
Er beendete diese Studien ohne Abschluss durch einen akademischen Grad und wandte sich den geographisch-historischen Wissenschaften zu. Sein Vorbild war der berühmte Geograph Carl Ritter, erster deutscher Professor der Geographie in Berlin, von dem er Vorlesungen hörte und Grundkenntnisse erwarb. Zudem eignete er sich Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch, Spanisch (Katalanisch und Kastilisch), Latein und Griechisch an, aufbauend auf schon in Schnepfenthal gelegten Grundlagen. Eine bis ins Alter anhaltende Vorliebe für das Turnen war ihm auch von dort durch den bekannten Pädagogen GutsMuths mitgegeben worden. In Ruhla war er 1848 Mitbegründer und über 30 Jahre aktives Mitglied des Turnvereins. Einen Turnplatz mit Geräten ließ er nach Jahnschem Vorbild auf eigene Kosten auf dem alten Schützenhof am Bermer anlegen.
Als Fabrikantensohn wohlhabend, dazu unabhängig, gebildet und körperlich gestählt, begann Alexander Ziegler im Jahre 1845, seinen Neigungen nachzugehen und zu reisen, was damals mit vielen Mühen und Entsagungen verbunden war. Bereits 1846/47 unternahm er seine erste große Reise, die ihn von New York über Boston durch Nordamerika bis in die Karibik führte und die er in zwei Büchern beschrieb (1848). Damit im Zusammenhang gab er einen Führer mit Hinweisen für Auswanderer heraus und erlaubte sich, als freidenkender Bürger in einer weiteren Schrift die Demokratie in den USA kritisch zu beleuchten. Die Entwicklung der USA zur Weltmacht und zum Herrn des Welthandels sowie die Auswirkungen, davon sah er in seinen Erörterungen richtig voraus.
1850 reiste Ziegler nach Spanien und Portugal, zu den Kanarischen Inseln und nach Madeira, 1852/54 nach Ägypten, Nubien, über die Sinaihalbinsel nach Palästina, Jordanien, Syrien, nach Zypern, Rhodos, Samos, Lesbos, durch Anatolien und Gallipoli nach Konstantinopel, 1857/58 durch Dänemark nach Norwegen, nach Schottland, zu den Orkney- und Shetland-Inseln, Neufundland und Labrador, nach Grönland, Island und Spitzbergen, durch Finnmark, Lappland, das nördliche Russland und Schweden. Jeweils im Folgejahr erschienen ausführliche, z.T. mehrbändige Reisebeschreibungen als wissenschaftlich fundierte landeskundliche Abhandlungen mit exakten geographischen, historischen, ethnographischen, kulturellen und ökonomischen Fakten, aufgelockert durch Anekdoten und poetische Wendungen. Die Reiseberichte fanden allgemein, auch international Anerkennung. Der norwegische Dichter und Politiker Björnstjern Björnson z.B. wurde durch Zieglers Veröffentlichung veranlasst, die Finnmark und das Nordland zu bereisen, wofür er sich bei ihm bedankte. Der Schriftsteller Karl May nutzte Zieglers Veröffentlichungen, die er während seiner Inhaftierungen studierte, als Informations- und Faktenquellen für seine Romane.
(Hinweis: Letzteres ist allerdings nicht zweifelsfrei belegt. Diesbezügliche Rückfragen bei der Deutschen Karl-May-Gesellschaft im Jahre 2022 konnten durch selbige aktuell nicht bestätigt werden.)
Alexander Ziegler fühlte sich in erster Linie als Wissenschaftler, nicht als Schriftsteller. Seinen Doktortitel (Doctor Philosophiae Honores) erwarb er 1857 an der Universität Jena durch Vorlage seiner Werke, die angenommen und als wissenschaftliche Schriften anerkannt wurden. Auch hielt er Gastvorlesungen in Jena und Dresden.
An größeren Reisen unternahm Ziegler nach 1860 noch eine nach Indien, eine zweite nach Spanien mit Marokko und Algerien (1867) und eine zur Eröffnung des Sueskanals (1869), wo er, eigentlich mehr spaßhaft, die damals schon geprägte Wendung „Ruhlaer sind überall“ überprüfen wollte, indem er den Mundartausdruck „Uisgebuihrt Bornrörrn“ mehrmals in die Menge rief. Tatsächlich bekam er mit „Nünmao blao Beattuch“ die richtige Erwiderung, und zwar von einem ausgewanderten Ruhlaer namens Langlotz, der als Kutscher des englischen Lords Interwick mit anwesend war.
Während Zieglers Aufenthalte zu Hause wirkte er unermüdlich auf verschiedenen Gebieten für seine Heimat. Neben entsprechenden Aufsätzen in der Eisenacher, Weimarer und Leipziger Zeitung gab er heimatkundlich-geographisch-historische Schriften heraus. Von seinem Freund Ludwig Storch angeregt erwanderte er sich den Rennsteig und andere Thüringerwaldgebiete und veröffentlichte darüber. In seine nach eigenen Gestaltungsentwürfen am Bermer gebaute Villa „Ursomontana“ lud er Gelehrte, Reisende, Dichter, Schriftsteller und Künstler zu Gesprächen über besondere Personen vor (siehe auch Zusammenstellung am Schluß).
Das Tabakpfeifengewerbe unterstützte Ziegler ideell und materiell; besonders die künstlerische Ausführung der Pfeifen. „Zur Glorifikation Ruhlas und der Industrie daselbst“ organisierte und gestaltete er. Ferner Ausstellungen und Festzüge, die von beiden Herzögen, zu denen er gute Verbindungen hatte, anerkannt und gelobt wurden. Den großen heimathistorisch-volkskundlichen Festzug anlässlich der Begrüßung der aus dem Krieg 1870/71 heimkehrenden Ruhlaer entwarf, organisierte und gestaltete er. Von Prof. Schneider, Gotha ließ er die einzelnen Gruppen zeichnen und die Darstellungen zu einem Fries für sein Arbeitszimmer zusammenfügen. (Die Einzelbilder des Frieses, der sich im Stadtmuseum, allerdings nicht in der Ausstellung, befindet, vermitteln wertvolle volks- und heimatkundliche Überlieferungen.)
Alexander Ziegler sah in jeder Beziehung seine Heimat als Ganzes, ignorierte die Grenze und machte keinen Unterschied zwischen dem weimarischen und gothaischen Teil Ruhlas und ihren Bewohnern, obwohl er ein getreuer Gefolgsmann des Großherzogs war. Er gehörte zu den ersten Befürwortern und Betreibern der Vereinigung beider Ortsteile und war meist ihr Wortführer.
Auf dem Ringberg ließ Ziegler 1867 auf eigene Kosten einen Aussichtsturm errichten, den er nach dem Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach in Würdigung seiner Verdienste um die Erneuerung der Wartburg „Carl-Alexander-Turm“ benannte. In der Umgebung des von ihm 1863 als Stumpff-Denkmal begründeten Dichterhains legte er in Erweiterung eines vom Forstwissenschaftler und Waldreformer Gottlob König begonnenen Arboretums einen botanisch-dendrologisch-geologischen Berggarten an. Die Anbringung der Gedenktafeln für Schenck und Storch veranlasste er.
In der Gemeinde Ruhla WA initiierte er den Neubau einer Schule, ließ eine Mineralogie- und Biologie-Schulsammlung einrichten und dem ganzen Ort stiftete er eine Schul- und Volksbibliothek mit nahezu 1.700 Bänden. (Ihrer kompletten Erhaltung wurde leider keine Aufmerksamkeit geschenkt. Die Nazis ließen die Sammlung auseinanderreißen, einen Teil in eine 1937 neu gegründete Volksbücherei aufnehmen, andere Teile abtransportieren bzw. auch vernichten. Ein Rest wurde 1954 ins Ruhlaer Heimatmuseum übernommen.) Auch für den Gewerbeverein, den Alexander Ziegler mit gründete, legte er eine Bibliothek an.
Die Deutsche Nationallotterie zur Unterstützung der Tiedge- und Schillerstiftung für alte, bedürftige Schriftsteller und Künstler gründete Ziegler mit und betrieb sie als Hauptakteur (Ertrag rund 454.000 Taler, umgerechnet fast 30 Mio. Euro). Für die Durchführung und Ausrüstung der damaligen deutschen Forschungsexpedition in das Innere Afrikas setzte er sich intensiv ein, auch für die Schaffung des Germanischen Museums. Beide Herzöge begeisterte er für diese Idee. Der eine wollte die Wartburg, der andere die Veste Coburg dafür zur Verfügung stellen. Entschieden wurde sich dann aber für das Karthäuserkloster in Nürnberg. In einer Veröffentlichung beschrieb Ziegler den Werdegang des Museums.
Den Gothaer Sprachforscher Professor Karl Regel gewann er zur Erarbeitung des heute noch außerordentlich wertvollen, umfassenden Werkes über die Ruhlaer Mundart, wofür er selbst zuarbeitete und dessen Drucklegung (Weimar 1868) er mit finanzierte. Seinen Landsmann und langjährigen Freund Ludwig Storch bewog er zum Behandeln heimischer Stoffe in Romanen und Erzählungen sowie zum Dichten in Ruhlaer Mundart. 1866 vermittelte er ihm eine Pension der Schillerstiftung mit Alterswohnsitz in Kreuzwertheim am Main.
In verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften war Ziegler Mitglied, so in Dresden, wo er auch zeitweilig wohnte, in der Geographischen Gesellschaft und in der Naturforschenden Gesellschaft Isis, in Berlin in der Gesellschaft für Erdkunde, in Leipzig im Verein der Freunde der Erdkunde, in Frankfurt/Main im Verein für Geographie und Statistik und im Deutschen Hochstift, in Sachsen in der Naturforschenden Gesellschaft Görlitz und in der Ökonomischen Gesellschaft.
Ziegler war stets um die Förderung der Wissenschaft bemüht. Mit namhaften Forschern, Wissenschaftlern und Schriftstellern stand er im Briefverkehr, so u.a. mit Alfred Brehm, Alexander von Humboldt, Otto Kersten (Afrikaforscher), August Petermann, Björnstjern Björnson, Heinrich Barth (Geograph), Karl Gutzkow, Karl Polack, Adolf Bube, Ernst Keil (Verleger), Ludwig Storch. Der Großherzog verlieh ihm für seine Verdienste den Titel Hofrat, das Ritterkreuz I. Klasse des Ordens vom Weißen Falken und das Ehrenkreuz, der König von Preußen den Kronenorden 3. Klasse. In beiden Orten Ruhla und in Königsberg in Franken war er Ehrenbürger. Seinem Geburts- und Hauptwohnort Ruhla hinterließ er Legate für den Bau einer Turnhalle, für die Erneuerung des Carl-Alexander-Turmes, für bedürftige alte Männer aus den Pfeifenwerkstätten, für die Erhaltung von Kirchen und Schulen, zur Unterstützung von Feuerwehr und Vereinen, insgesamt mehr als 38.000 Mark.
Alexander Ziegler, der Zeit seines Lebens unverheiratet war, verstarb am Karfreitag, dem 8. April 1887 in Wiesbaden, wo er sich seit November zu Kur und Erholung aufgehalten hatte. Groß und vielfältig waren die Ehrenbezeigungen an den Tagen der Überführung, Aufbahrung und Beerdigung. Nahezu ganz Ruhla war erschienen, um vom geliebten Hofrat Abschied zu nehmen. Seine Heimatstadt ehrt ihn durch eine Gedenktafel im Dichterhain, gestiftet 1888 von den Bürgern.
In Verkennung und Missachtung seiner Bedeutung und Verdienste wurde 1950 durch die Ruhlaer Kommunisten der Name Zieglerstraße abgeschafft, der dem unteren Lappengrund im Jahre 1900 verliehen worden war. Auch bei den Straßenumbenennungen im Jahre 1991 fiel der Name bei den Bürgern und Stadtverordneten unverständlicherweise durch.
Überblick über Zieglers Werke:
Skizzen einer Reise durch Nordamerika und Westindien mit besonderer Berücksichtigung des Staates Wisconsin, 2 Bde. (Dresden u. Leipzig 1848); Republikanische Licht- und Schattenseiten oder die Republik in Deutschland und in den Vereinigten Staaten von Nordamerika (Dresden u. Leipzig1848); Der deutsche Auswanderer nach den Vereinigten Staaten (Dresden 1849); Taschenbuch der bairischen Bierbrauerei (Leipzig 1850); Reise in Spanien, 2 Bde. (Leipzig 1851); Meine Reise im Orient, 2 Bde. (Leipzig 1855); Der Geleitsmann. Katechismus für Auswanderer (Leipzig 1856); Martin Behaim aus Nürnberg. Der geistige Entdecker Amerikas (Dresden 1859); Deutsche Nationaluunternehmungen (Afrika-Expedition, Germanisches Museum, Schillerlotterie – Dresden 1860 und 1862); Meine Reisen im Norden, 2 Bde. (Leipzig 1860); Die Reise des Pytheas nach Thule (Dresden 1861); Der Rennsteig des Thüringer Waldes. Eine Bergwanderung mit einer historisch-topographischen Abhandlung über das Alter und die Bestimmung dieses Weges (Dresden 1862); Die deutschen Erforschungs-Expeditionen nach Inner-Afrika (Dresden 1863); Die direkte Besteuerung des Spiritus oder die Umwandlung der Maischraumsteuer in eine Fabriksteuer. Eine volks- und staatswirtschaftliche Frage der Neuzeit (Dresden 1863); Neues Reisehandbuch für Thüringen (Hildburghausen 1864); Die Auswanderung der Thüringer Messerschmiede nach Preußen (1865); Das Thüringerwalddorf Ruhla und seine Umgebung (Dresden 1867 u. 3 weitere Auflagen); Regiomontanus, Johannes Müller aus Königsberg in Franken, ein geistiger Vorläufer des Columbus (Dresden 1874); Zur Geschichte des Meerschaums mit besonderer Berücksichtigung der Meerschaumgruben bei Eski Schehr in Kleinasien und der betreffenden Industrie in Ruhla in Thüringen (Dresden 1878); Ludwig Storchs poetischer Nachlaß (Eisenach 1882); Chronik von Schnepfenthal (1884); zahlreiche Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften; Manuskript Ruhla-Chronik (verschollen, von Arno Schlothauer bearbeitete Auszüge vorhanden). Eine umfangreiche Arbeit über die Hörselberge blieb unveröffentlicht.
Quelle: Köllner, Lotar; “Bedeutende Ruhlaer aus vier Jahrzehnten”, Ruhla, 2005, auf der hier vorliegenden Seite z.T. bearbeitet und ergänzt.
Eine Auswahl aus Dr. Zieglers Werken
- Reise durch AmerikaVon 1848
- Reise im OrientVon 1855
- Die Erforschung Afrikas
- Bedeutende Geographen
- Über RuhlaVon 1876
- Geschichte des Meerschaums
Eine “Reise durch Nordamerika und Westindien mit besonderer Berücksichtigung des deutschen Elementes…”
Bei dieser Gelegenheit: Eine sehr interessante, zeitlich knapp 35 Jahre ältere Reise- und Landesbeschreibung eines Deutschen über die damaligen Vereinigten Staaten kann der geneigte Besucher auch hier lesen.
Und last bt not least: Eine abenteuerliche und hochspannende Lebens-, Reise- und Vagabundenbeschreibung in zwei Teilen, hier aus Südamerika, zu Beginn des vorvergangenen Jahrhunderts, hat der ehemalige Ruhlaer Bürger Franz Donat geschrieben.
Bei dieser Gelegenheit: Eine sehr interessante, zeitlich knapp 35 Jahre ältere Reise- und Landesbeschreibung eines Deutschen über die damaligen Vereinigten Staaten kann der geneigte Besucher auch hier lesen.
Und last bt not least: Eine abenteuerliche und hochspannende Lebens-, Reise- und Vagabundenbeschreibung in zwei Teilen, hier aus Südamerika, zu Beginn des vorvergangenen Jahrhunderts, hat der ehemalige Ruhlaer Bürger Franz Donat geschrieben.
- Zum Geleit
- Deutsche Nationalunternehmungen
- AfrikakarteStand 1862
- Afrikakarteca. 1870
- SchulatlantenEin geographischer Exkurs
- 5 Wochen im BallonEin Ausflug zu Jules Verne
- Nil- und KongoquellenVon Dr. Ziegler
- Im dunkelsten AfrikaVon Henry M. Stanley
Caput Nili Quaerere – Die Quellen des Nils finden! – Das uralte, bereits aus der Zeit der altägyptischen Pharaonen überlieferte geographische Problem war zur Veröffentlichung von Zieglers gerade weitgehend gelöst, gleichwohl die Entdeckung des wirklich letzten Zuflusses dieses Stroms noch einige Jahre auf sich warten ließ und selbst heute noch nicht in finaler Konsequenz geklärt ist … Sehr interessant ist auch die hier unten aufgezeigte Karte der damaligen Zeit – sie stammt ebenfalls aus Alexander Zieglers Buch von 1862 und stammt aus dem Justus-Perthes-Verlag in Gotha – für den historisch und geographisch Interessierten ist dies sicherlich ein wahrer Leckerbissen. Ferner noch ein schöner Beitrag aus dem Jahre 1877 von Dr. Ziegler zu diesem Thema in der “Ruhlaer Zeitung”
Interessant ist im weiteren Zusammenhang der Umstand, daß der große französische Schriftsteller Jules Verne seinen ersten, im Jahre 1864 erschienenen und im Inneren Afrikas spielenden Roman “Fünf Wochen im Ballon” auf ähnliche Quellen Bezug nimmt. Das Interesse des geneigten Besuchers sei daher auf das Karten-Faksimile dieser Erstausgabe gerichtet. Abgesehen von einigen fiktiven Plätzen sind Gegebenheiten und Landschaften durchaus korrekt angesiedelt.
Eine sehr schöne, spannende und zum Nachdenken anregende Lektüre über die “Caput Nili Quaerere” gibt der große Afrikareisende Henry Morton Stanley in seinem Werk “Im dunkelsten Afrika” aus dem Jahre 1890. Gleichwohl man über das Wirken und die Ergebnisse der Forschungsreisen Stanleys durchaus geteilter Meinung sein kann, sei dieser Auszug aufgrund seiner Tiefsinnigkeit und Brillanz hier dargestellt. Der geneigte Leser möge sich sein Urteil selbst bilden.
Interessant ist im weiteren Zusammenhang der Umstand, daß der große französische Schriftsteller Jules Verne seinen ersten, im Jahre 1864 erschienenen und im Inneren Afrikas spielenden Roman “Fünf Wochen im Ballon” auf ähnliche Quellen Bezug nimmt. Das Interesse des geneigten Besuchers sei daher auf das Karten-Faksimile dieser Erstausgabe gerichtet. Abgesehen von einigen fiktiven Plätzen sind Gegebenheiten und Landschaften durchaus korrekt angesiedelt.
Eine sehr schöne, spannende und zum Nachdenken anregende Lektüre über die “Caput Nili Quaerere” gibt der große Afrikareisende Henry Morton Stanley in seinem Werk “Im dunkelsten Afrika” aus dem Jahre 1890. Gleichwohl man über das Wirken und die Ergebnisse der Forschungsreisen Stanleys durchaus geteilter Meinung sein kann, sei dieser Auszug aufgrund seiner Tiefsinnigkeit und Brillanz hier dargestellt. Der geneigte Leser möge sich sein Urteil selbst bilden.
Vergrößerte Ansicht: bitte unten auf das Lupensymbol klicken. Hier die Afrikakarte aus Alexander Zieglers Buch aus dem Jahre 1862.
Eine von dem seinerzeit recht bekannten und bei Justus Perthes in Gotha tätigen Ruhlaer, Bruno Hassenstein, bearbeitete Karte.
Ein Auszug aus dem hierzulande seinerzeit weit verbreiteten Hand-Atlas von Richard Andrée von 1881 sowie je einem Schulatlas aus den Jahren 1868 und 1918.
Hier die Karte zum Blättern aus “Fünf Wochen im Ballon” von Jules Verne von 1864.
Hier ein Ausschnitt zum Blättern aus “Im dunkelsten Afrika” von Henry Morton Stanley von 1890 nebst inkludiertem, historischen Kartenmaterial.
Hinweis: Die Kartenvorlagen sind z.T. im A2-Format, insofern ist bei der Ansicht eine Vergrößerung der Anzeige empfehlenswert. Hilfreich mag im Einzelfall auch das Umschalten der Anzeige in den Single-Page-Modus (die Bedienleiste unter der Bildanzeige, hier nach Klick auf die drei Punkte rechts) sein.
Eine Darstellung der Karten via Smartphone ist zwar technisch möglich, jedoch nicht unbedingt aussagekräftig. Trotzdem viel Spaß und Erfolg!
Hinweis: Die Kartenvorlagen sind z.T. im A2-Format, insofern ist bei der Ansicht eine Vergrößerung der Anzeige empfehlenswert. Hilfreich mag im Einzelfall auch das Umschalten der Anzeige in den Single-Page-Modus (die Bedienleiste unter der Bildanzeige, hier nach Klick auf die drei Punkte rechts) sein.
Eine Darstellung der Karten via Smartphone ist zwar technisch möglich, jedoch nicht unbedingt aussagekräftig. Trotzdem viel Spaß und Erfolg!
Johannes Müller, lateinisch “Regiomontanus” genannt, war ein bedeutender, deutscher Mathematiker und Astronom des 15. Jahrhunderts. Die Kenntnis seiner Werke waren u.a. mit ausschlaggebend, daß Christoph Kolumbus im August 1492 seine erste Reise nach Indien (so dachte er es zumindest) unternahm und dann im Oktober desselben Jahres auf der karibischen Insel San Salvador, heute Watlingsinsel, den Boden der Neuen Welt betrat. Alexander Ziegler hat Regiomontanus mit dem hier nachzulesendem Werk ein literarisch-wissenschaftliches Denkmal gesetzt, genau wie dem Nürnberger Kosmographen Martin Behaim, dem Schöpfer des ersten Erdglobus. Eine interessante Referenz an die damalige Zeit ist auch die Nürnberger Weltchronik von Hartmann Schedel aus dem Jahre 1493, in der zwar Amerika (noch) nicht erwähnt ist, dafür aber etliche Gegebenheiten und Städte aus unserer näheren Heimat.
Für den geneigten Leser hier auch ein kleiner Auszug.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir daher, uns nachzusehen.
Für den geneigten Leser hier auch ein kleiner Auszug.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir daher, uns nachzusehen.
Das klassische Werk von 1493 und Folgejahre über die damals bekannte Weltgeschichte und Geographie.
Hier: ein kleiner Auszug aus der Nürnberger Ausgabe von 1493 über Thüringen sowie ein komplettes Faksimile der Augsburger Ausgabe von 1496.
Hier: ein kleiner Auszug aus der Nürnberger Ausgabe von 1493 über Thüringen sowie ein komplettes Faksimile der Augsburger Ausgabe von 1496.
Ein bemerkenswertes Werk von 1874 über den Mathematiker und Astronomen Johannes Müller, genannt Regiomontanus.
Mit einer persönlichen Widmung an “seinen lieben Freund Ludwig Storch im April 1874”.
Mit einer persönlichen Widmung an “seinen lieben Freund Ludwig Storch im April 1874”.
Ein bemerkenswertes Werkchen von 1859 über den Nürnberger Schöpfer des ersten Erdglobus
Das Buch über seine Heimatstadt, die er seinerzeit noch als “Thüringerwalddorf Ruhla” bezeichnete.
Eine Auswahl von Dr. Alexander Zieglers Auszeichnungen und Würdigungen nebst eines Faksimile des Gothaischen Falkenordens
Historische Akten – Durchsuchbare Zeittafel – Ortschronik von Otto Blumenstein
Aus der Ortschronik von Ruhla, von 933 – 1945, im Original nachträglich verfaßt von Otto Blumenstein
Bemerkenswert ist hier das akribisch aufgeführte und gepflegte Register. Zusätzlich wurde diese Datei mit einer internen Suchfunktion ausgestattet.
Bemerkenswert ist hier das akribisch aufgeführte und gepflegte Register. Zusätzlich wurde diese Datei mit einer internen Suchfunktion ausgestattet.
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Auch die Erstellung der Dokumente und die Qualität des Ausgangsmaterials ist mit den heute gängigen Verfahren nicht zu vergleichen – hinzu kommen die unvermeidlichen Alterungserscheinungen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber weitestgehend auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
Aufgrund der außerordentlich schlechten Qualität des Papiers und des bildlichen Kontrastes bitten wir um Verständnis, daß einige Seiten der untenstehenden Vorlage eventuell recht schwer zu lesen sind. Hinzu kommt die maschinelle Aufbereitung durch das Schriftleseprogramm, welches die Darstellung zusätzlich verändert. Eine manuelle Aufbereitung ist hier wahrscheinlich unumgänglich; insofern bitten wir an dieser Stelle auch nochmals um Verständnis.
– Die Recherche ist browserunabhängig mittels der Lupenfunktion bzw. auch über die Tastenkombination STRG F möglich. –
– Die Recherche ist browserunabhängig mittels der Lupenfunktion bzw. auch über die Tastenkombination STRG F möglich. –
Historische Akten – Originale Ortschronik von Otto Blumenstein
Eine Rarität ersten Ranges: Die originale Ortschronik von Ruhla, komplett handschriftlich verfaßt von unserem ‘alten’ Chronisten Otto Blumenstein.
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Auch die Erstellung der Dokumente und die Qualität des Ausgangsmaterials ist mit den heute gängigen Verfahren nicht zu vergleichen – hinzu kommen die unvermeidlichen Alterungserscheinungen. Um eine bessere Verständlichkeit zu erreichen, wurde eine Übertragung in heutige Schrift vorgenommen.
Im Zusammenhang mit der Entstehungzeit des Dokumentes verweisen wir auch auf die Rechtlichen Informationen zu historischen Druckwerken, Schriften und Fotos auf dieser Site, speziell aus der Zeit 1933 – 1990.
Im Zusammenhang mit der Entstehungzeit des Dokumentes verweisen wir auch auf die Rechtlichen Informationen zu historischen Druckwerken, Schriften und Fotos auf dieser Site, speziell aus der Zeit 1933 – 1990.
Schulaufsätze über die Ruhlaer Geschichte
Eine Auswahl von Ruhlaer Schulaufsätzen aus vergangenen Tagen – Quelle: ehemalige Ernst-Thälmann-Schule, Karl-Marx-Schule, Theo-Neubauer-Schule, Berufsschule.
Entstehungszeit und die Verfasser sind ist z.T. unbestimmt, die meisten datieren wahrscheinlich ab Mitte der 1950-er Jahre.
Die Themen umfassen die Historie von Ruhla, Industrie- und Handwerksgeschichte, speziell die Metallverarbeitung, Tabakpfeifenfertigung und Uhrenindustrie, sowie das holzverarbeitende Gewerbe, aber auch eine Arbeit über die Ruhlaer Geldinstitute sowie eine Abhandlung über einen Wilderer und – für sozialistische Zeiten obligatorisch – die Arbeiterbewegung.
Teilweise gibt es auch thematische Überschneidungen, so eben bei der Einbeziehung der Arbeiterbewegung in dem Großteil der Werke. Ebenfalls ist eine Übersicht über die Parteienlandschaft und Massenorganisationen enthalten. Selbstverständlich spiegeln die Werke den damaligen Zeitgeist, die Ägide der alles dominierenden – und selbstredend – immer rechthabenden Staatspartei wider.
Im übrigen haben wir zu diesen Themen auch eine Auswahl diverser akademischer Ausarbeitungen über Ruhla, die Rühler und die Ruhlaer Wälder zusammengetragen.
Entstehungszeit und die Verfasser sind ist z.T. unbestimmt, die meisten datieren wahrscheinlich ab Mitte der 1950-er Jahre.
Die Themen umfassen die Historie von Ruhla, Industrie- und Handwerksgeschichte, speziell die Metallverarbeitung, Tabakpfeifenfertigung und Uhrenindustrie, sowie das holzverarbeitende Gewerbe, aber auch eine Arbeit über die Ruhlaer Geldinstitute sowie eine Abhandlung über einen Wilderer und – für sozialistische Zeiten obligatorisch – die Arbeiterbewegung.
Teilweise gibt es auch thematische Überschneidungen, so eben bei der Einbeziehung der Arbeiterbewegung in dem Großteil der Werke. Ebenfalls ist eine Übersicht über die Parteienlandschaft und Massenorganisationen enthalten. Selbstverständlich spiegeln die Werke den damaligen Zeitgeist, die Ägide der alles dominierenden – und selbstredend – immer rechthabenden Staatspartei wider.
Im übrigen haben wir zu diesen Themen auch eine Auswahl diverser akademischer Ausarbeitungen über Ruhla, die Rühler und die Ruhlaer Wälder zusammengetragen.
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
- Schönes Ruhla
- Geschichte Ruhlas
- Meine Ruhl
- Wirtschaftliche Entwicklung
- Forstwirtschaft
- Wasserwirtschaft
- Handwerk
- Über einen Wilderer
- Geschichte Ruhlas I.
- Geschichte Ruhlas II.
- Geschichte Ruhlas III.
- Geschichte Ruhlas IV.
- Geschichte Ruhlas V.
- Vom Hotel zum Krankenhaus
- Lustiges
Lustige und auch nachdenkliche Schulaufsätze aus früheren Zeiten von Martin Kahlert (in separatem Unterfenster).
Ortschronik – Die fahrzeugelektrische Industrie / Kombinat Fahrzeugelektrik Ruhla
Vergangenes für Gegenwart und Zukunft sichtbar machen und bewahren!
– Die ehemalige fahrzeugelektrische Industrie in der DDR, das spätere Kombinat VEB Fahrzeugelektrik Ruhla –
– Die ehemalige fahrzeugelektrische Industrie in der DDR, das spätere Kombinat VEB Fahrzeugelektrik Ruhla –
Zum Geleit:
Ruhla hatte in den 1980er Jahren mehr Industriearbeitsplätze als Einwohner, war Sitz zweier Kombinatsstammbetriebe und ein Schwerpunkt der Uhren-, Maschinen- und Elektroindustrie der DDR.
An dieser Stelle wird die ehemalige fahrzeugelektrische Industrie, das spätere Kombinat VEB Fahrzeugelektrik Ruhla (von den Rühlern auch “Klippen” genannt) behandelt.
Anmerkung: Die teilweise sehr deutliche politische Haltung und ‘klassenkämpferische’ Stil der Autoren entsprach dem damaligem Zeitgeist; bedeutet jedoch keinerlei Wertung oder Parteinahme seitens des Arche Nova Ruhla e.V. und ist im historischen Kontext der seinerzeitigen Veröffentlichungen zu sehen.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile wiedergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir daher, uns nachzusehen.
Ruhla hatte in den 1980er Jahren mehr Industriearbeitsplätze als Einwohner, war Sitz zweier Kombinatsstammbetriebe und ein Schwerpunkt der Uhren-, Maschinen- und Elektroindustrie der DDR.
An dieser Stelle wird die ehemalige fahrzeugelektrische Industrie, das spätere Kombinat VEB Fahrzeugelektrik Ruhla (von den Rühlern auch “Klippen” genannt) behandelt.
Anmerkung: Die teilweise sehr deutliche politische Haltung und ‘klassenkämpferische’ Stil der Autoren entsprach dem damaligem Zeitgeist; bedeutet jedoch keinerlei Wertung oder Parteinahme seitens des Arche Nova Ruhla e.V. und ist im historischen Kontext der seinerzeitigen Veröffentlichungen zu sehen.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile wiedergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir daher, uns nachzusehen.
Die nachstehenden Dokumente sind an manchen Stellen nur fragmentarisch erhalten – wir bitten um Ihr Verständnis.
- Fa. C&F Schlothauer GmbH
- BetriebszeitungenEine Auswahl
- Verschiedene Chroniken
- 30 Jahre FahrzeugelektrikEine sozialistische Selbstdarstellung
- 35 Jahre FahrzeugelektrikEine weitere sozialistische Selbstdarstellung
- Betriebskollektivvertrag (BKV)nebst Anhang
- Arbeitsordnung
Vorgeschichte des ehemaligen KFER als Familienbetrieb C.&F. Schlothauer GmbH Ruhla (u.a. drei handschriftlich erstellte Bände der Eigentümerfamilie über die Zeit von ca. 1500 – 1945 nebst einer Familienchronik sowie diverse, historische Produktkataloge, eine Fabrikordnung nebst Satzung der betrieblichen Krankenkasse usw).
Geschichte der Fa. C.&.F Schlothauer GmbH aus ‘realsozialistischer’ Perspektive
Eine recht umfangreiche Geschichte der Fa. C.&.F Schlothauer GmbH, später Kombinat FER und der Stadt Ruhla nebst der Arbeiterbewegung aus ‘realsozialistischer’ Perspektive
Unterzeichnung der Städtpartnerschaft Ruhla – Schalksmühle
Am 6. März 1990 wurde in den Räumlichkeiten des ehemaligen Hauses der Fahrzeugelektriker und am 26. März 1990 im Ratshaus Schalksmühle der Vertrag über die Bildung einer Partnerschaft zwischen den Städten Schalksmühle im Sauerland (NRW) und Ruhla durch die amtierenden Bürgermeister unterzeichnet. Neben den Aufzeichnungen der beiden Festakte befinden sich auf dem Video auch einige Momentaufnahmen aus Ruhla vom gleichen Zeitraum, die den traurigen baulichen Zustand großer Teile unserer Heimatstadt nach dem Ende der DDR widerspiegeln.
Glückliche Umstände haben diese Videoaufzeichnungen überdauern lassen; gleichwohl hat der Zahn der Zeit sichtlich an dem alten Magnetband genagt. Aber immerhin: besser als gar nichts!
Glückliche Umstände haben diese Videoaufzeichnungen überdauern lassen; gleichwohl hat der Zahn der Zeit sichtlich an dem alten Magnetband genagt. Aber immerhin: besser als gar nichts!
Die Bereitstellung und Veröffentlichung dieser Materialien erfolgte mit freundlicher Genehmigung von Frau Ingrid Krettek, Ruhla
Ruhlaer Wetterchronik von Otfried Blumenstein
Diese Dokumentation des Ruhlaer Wetters, zurückreichend bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts, wurde von Otfried Blumenstein in ununterbrochener, über 70-jähriger Recherche und ununterbrochener, täglicher Beobachtung an seiner Wetterstation bis zum Jahre 2018 vorgenommen.
Wir freuen uns, an dieser Stelle seine Arbeit veröffentlichen zu dürfen.
Die weitere Aufzeichnung des Ruhlaer Wetters wurde in den darauffolgenden Jahren durch Gert Götze bis Mitte 2023 fortgesetzt.
Wir freuen uns, an dieser Stelle seine Arbeit veröffentlichen zu dürfen.
Die weitere Aufzeichnung des Ruhlaer Wetters wurde in den darauffolgenden Jahren durch Gert Götze bis Mitte 2023 fortgesetzt.
- Vorwort
- 1348-1945
- 1946-60
- 1961-67
- 1968-71
- 1972-78
- 1979-89
- 1990-93
- 1994-96
- 1997-2000
- 2001-05
- 2006-10
- 2011-17
- Gesamte Chronikdurchsuchbar !!
- KlimaveränderungEinschätzung von 2005
- Tabellarische Auswertung
- Nachtrag
Tabellarische Zusammenfassung und Auswertung der Wetterchronik von Otfried Blumenstein für die Jahre 2007 – 2022 – erstellt und bearbeitet von Gert Götze, Ruhla
Rühler Pantoffelkino – Impressionen aus Kalifornien (via YOUTUBE)
Alles erdenklich Gute für ein friedliches Jahr – bleiben Sie uns gewogen – Glück und Gesundheit!
