Vergangenes für Gegenwart und Zukunft sichtbar machen und bewahren!
Die Firma VEB Uhrenwerke Ruhla, frühere Gebr. Thiel GmbH
Die Firma VEB Uhrenwerke Ruhla, frühere Gebr. Thiel GmbH
Ruhla hatte in den 1980er Jahren mehr Industriearbeitsplätze als Einwohner, war Sitz zweier Kombinatsstammbetriebe und ein Schwerpunkt der Uhren-, Maschinen- und Elektroindustrie der DDR.
Im Interesse der Authentizität haben wir die Texte im Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir, uns nachzusehen.
Im übrigen mag es durchaus interessant sein, als vergleichenden Text die Darstellung von Ruhla um die Jahrhundertwende zu lesen; speziell die auf unserer Website hier die Beschreibung und Wertschätzung der damaligen Fa. Thiel im Buch “Thüringen in Wort und Bild“. Wie man sieht, ist der Text auf dieser Seite sehr politisch geprägt – das entsprach ganz einfach dem Zeitgeist und ohne einen Kotau vor den braunen, später roten Machthabern, war es undenkbar, etwas über einen wehrwirtschaftlich bedeutsamen und später ‘volkseigenen’ Betrieb zu veröffentlichen… 🙁
Die teilweise sehr deutliche politische Haltung und ‘klassenkämpferische’ Stil der Autoren entsprach dem damaligem Zeitgeist; bedeutet jedoch keinerlei Wertung oder Parteinahme seitens des Arche Nova Ruhla e.V. und ist im historischen Kontext der seinerzeitigen Veröffentlichungen zu sehen.
Eine weitere, sehr umfangreiche Zusammenstellung über die Historie und Produkte der Gebr. Thiel GmbH und der VEB Uhrenwerke Ruhla sind auf dieser externen Zusammenstellung zu finden (die Seite wird in einem neuen TAB geöffnet).
Im Interesse der Authentizität haben wir die Texte im Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir, uns nachzusehen.
Im übrigen mag es durchaus interessant sein, als vergleichenden Text die Darstellung von Ruhla um die Jahrhundertwende zu lesen; speziell die auf unserer Website hier die Beschreibung und Wertschätzung der damaligen Fa. Thiel im Buch “Thüringen in Wort und Bild“. Wie man sieht, ist der Text auf dieser Seite sehr politisch geprägt – das entsprach ganz einfach dem Zeitgeist und ohne einen Kotau vor den braunen, später roten Machthabern, war es undenkbar, etwas über einen wehrwirtschaftlich bedeutsamen und später ‘volkseigenen’ Betrieb zu veröffentlichen… 🙁
Die teilweise sehr deutliche politische Haltung und ‘klassenkämpferische’ Stil der Autoren entsprach dem damaligem Zeitgeist; bedeutet jedoch keinerlei Wertung oder Parteinahme seitens des Arche Nova Ruhla e.V. und ist im historischen Kontext der seinerzeitigen Veröffentlichungen zu sehen.
Eine weitere, sehr umfangreiche Zusammenstellung über die Historie und Produkte der Gebr. Thiel GmbH und der VEB Uhrenwerke Ruhla sind auf dieser externen Zusammenstellung zu finden (die Seite wird in einem neuen TAB geöffnet).
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Auch die Erstellung der Dokumente und die Qualität des Ausgangsmaterials ist mit den heute gängigen Verfahren nicht zu vergleichen – hinzu kommen die unvermeidlichen Alterungserscheinungen.
Hinweis: Falls die Darstellung der Seiten unzureichend sein sollte (die Vorlage ist ziemlich groß), empfiehlt sich ein Umschalten der Darstellung in Einzelblatt-Ansicht (Single-page-Modus in der Steuerleiste unterhalb der Seite).
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- Zum GeleitTechnikgeschichte
- Betriebschronik 1955Und eine Erinnerung von Reinhold Thiel
- Arbeitsordnung UMFVon 1956
- Betriebszeitungen1949 – 1989
- 100 Jahre Thiel/UhrenwerkeOffizieller Entwurf Jubiläumsbuch
- 15 Jahre DDR mit UMF
- Exkurs: Ende der 60er JahreDokumentarischer Spiegel der Zeit
- 125 Jahre UWR
- Werbebroschüre 125 Jahre UWR
- Vor der Wende, 1989
- 160 Jahre Fa. Thiel
- Fachvorträge
- ProduktansichtenRepräsentative Auswahl
Der ehemalige Technische Leiter der Uhrenwerke Ruhla, Herr Artur Kamp, hat gemeinsam mit zwei Kollegen in der jüngeren Vergangenheit ein sehr umfangreiches und reich illustriertes Buch verfaßt, welches aus der Perspektive der Uhrenindustrie einen umfassenden Querschnitt über die seinerzeitige Produktions-Palette und der hierzu genutzten Maschinen und Einrichtungen, von den Gründer- bis in die Nachwendezeiten gibt.
In Verbindung mit den Veröffentlichungen der Fachvorträge (siehe Reiter rechts oben), gibt es ‘quasi nebenbei’ eine sehr schöne und anschauliche Übersicht über die Leistungsfähigkeit des Gründer-Unternehmens und seiner Nachfolgebetriebe, aber auch über die alltäglichen Probleme und Widrigkeiten, mit denen seinerzeit die Fachleute zu kämpfen hatten. Wenn Sie Glück haben, können Sie das Werk noch antiquarisch erwerben.
In Verbindung mit den Veröffentlichungen der Fachvorträge (siehe Reiter rechts oben), gibt es ‘quasi nebenbei’ eine sehr schöne und anschauliche Übersicht über die Leistungsfähigkeit des Gründer-Unternehmens und seiner Nachfolgebetriebe, aber auch über die alltäglichen Probleme und Widrigkeiten, mit denen seinerzeit die Fachleute zu kämpfen hatten. Wenn Sie Glück haben, können Sie das Werk noch antiquarisch erwerben.
Hinweis: Die Seiten 38 – 636 sind aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt!
An dieser Stelle sei auf ein bemerkenswertes und auch aus heutiger Sicht sehr lesenswertes Dokument verwiesen:
Im Jahre 1956 hat der ehemalige, enteignete Ruhlaer Eigentümer der Fa. Gebr. Thiel GmbH, Dr. Reinhold Thiel, an seinem nunmehrigen Wohnort in der Bundesrepublik, eine Erinnerungsbroschüre für die Gesellschfter der Gebr. Thiel GmbH geschrieben, die durchaus als realistische Einsicht in die historischen Gegebenheiten und als Vermächtnis für die Zukunft gewertet werden kann.
Im Jahre 1956 hat der ehemalige, enteignete Ruhlaer Eigentümer der Fa. Gebr. Thiel GmbH, Dr. Reinhold Thiel, an seinem nunmehrigen Wohnort in der Bundesrepublik, eine Erinnerungsbroschüre für die Gesellschfter der Gebr. Thiel GmbH geschrieben, die durchaus als realistische Einsicht in die historischen Gegebenheiten und als Vermächtnis für die Zukunft gewertet werden kann.
Nun ja! Damals war man halt noch ziemlich optimistisch, was das Leben und die Zukunft im eigenen Lande betraf!
Und die Partei, mit Walter und Lotte an der Spitze: die hatte natürlich schon damals immer recht !!
Übrigens: was hieß eigentlich “UMF” genau? – Richtig: “Ulbricht muß fort!”
Und die Partei, mit Walter und Lotte an der Spitze: die hatte natürlich schon damals immer recht !!
Übrigens: was hieß eigentlich “UMF” genau? – Richtig: “Ulbricht muß fort!”
In der DDR-realsozialistischen Wirtschaftsblase der Uhrenindustrie – später dann der Mikroelektronik (natürlich alles auf Weltniveau). Ohne die immer rechthabende Staatspartei ging eben gar nichts!
Hier ein hübsches Belegexemplar aus dieser Zeit: “Unruh im engen Tal” im Erscheinungsjahr 1969.
Und im Jahre zuvor: eine Jubelbroschüre des “Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes”.
Hier ein hübsches Belegexemplar aus dieser Zeit: “Unruh im engen Tal” im Erscheinungsjahr 1969.
Und im Jahre zuvor: eine Jubelbroschüre des “Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes”.
Eine interessante Broschüre aus dem Jahre 1987 über die Uhrenwerke Ruhla, ihre Mitarbeiter und Produkte. Auffällig ist hier die komplette Abwesenheit der ansonsten allgegenwärtigen Staatspartei SED und die führende Rolle der Arbeiterklasse, ohne die in dieser Zeit angeblich so gut wie gar nichts ging. Sogar anerkennende Worte über die Gründer’kapitalisten’ vom 1862 hatte man gefunden! Nun ja, die Broschüre war wohl für Kunden und Interessenten im ‘nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet’ gedacht, zumal der Druck in exzellenter Qualität und auf Hochglanzpapier erfolgte. So etwas war eher nichts ‘fürs gemeine DDR-Volk’ gedacht.
In der damaligen DDR war es – von genehmigten Einzelausnahmen durch ‘lupenreine’ und in der Kader-Nomenklatur weit oben angesiedelte Genossen abgesehen – nicht erwünscht, daß Spezialisten und Fachleute auf internationalem Parkett Vorträge hielten, die sich mit strategischen oder technischen Details befaßten. Hierdurch war vieles im Westen unbekannt, was die tatsächliche wirtschaftliche Leistungskraft und Innovation so mancher Betriebe betraf. In vereinzelten Ausnahmebetrieben gab es ja auch wirklich das vielzitierte ‘Weltniveau’, wie eben auch Teilbereiche der Uhrenwerke in Ruhla (die Technologie der Mikroelektronik hinkte trotz staatlicher Einflußnahme und Milliardeninvestitionen mit zunehmendem Abstand um Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte dem Weltmarkt hinterher). Freie Diskussionen oder unbeeinflußter Erfahrungsaustausch waren in den Augen der führenden Genossen von Partei und Partei offenbar mehr als suspekt (der Klassenfeind hätte hier ja Rückschlüsse ziehen können, vielleicht auch gezielte Abwerbungen betreiben können..). Erst nach der Wende war dieser Erfahrungsaustausch möglich; leider kam dies für viel zu viele Unternehmer und Fachleute zu spät! Die Uhrenwerke in Ruhla waren jedoch in der glücklichen Lage, ihr know how auch weiterhin und sichtlich erfolgreich kommunizieren zu können. Nachstehend auch zwei repräsentative Beispiele.
Vielen Dank auch an Herrn Artur Kamp für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Website.
Vielen Dank auch an Herrn Artur Kamp für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung auf dieser Website.
- Quarzuhren aus Thüringen
- Preiswerte Uhren aus Ruhla
- Gestern und Heute – Besucher-Reisebericht Uhrenmuseum
Ein Fachvortrag von Artur Kamp aus dem Jahre 2008, zur Geschichte der Quarzuhrenfertigung in der DDR
Ein sehr schöner, reich illustrierter Fachvortrag von Artur Kamp aus dem Jahre 2019 zur Geschichte der Uhrenindustrie in der DDR
Im August 2022 fand in den Räumen des ehemaligen UWR-Kulturhauses eine hochinteressante Veranstaltung statt, bei der Teilnehmer der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie e.V., Regionalkreises Franken, sich zu einem umfangreichen Gedankenaustausch trafen. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Veröffentlichung “Unruh in engen Tal” von Werner Eggerath aus dem Jahre 1969 verwiesen, gleichwohl letztere durchweg dem damaligen Zeitgeist, sprich “Immer-recht-habenden-Anspruch” der damals herrschenden “Partei der Arbeiterklasse” entsprach.
Obige Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie e.V. Nürnberg, Herrn Dr. Bernhard Huber.
Historische Gebrauchmusterdarstellungen und Werbematerial- zum Teil sehr nostalgisch.
Aufgrund der Fülle des Materials wird der ‘Fundus’ in einem neuen Unter-Fenster geöffnet
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