Seitengalerie – letzte 30 Unterseiten ohne Paßwortschutz

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Bedeutende Ruhlaer – Dr. Theo Neubauer

Dokumente über Dr. Theodor Neubauer
Diese Dissertation aus dem Jahre 1964 beschreibt sehr ausführlich und umfassend das Leben und Wirken von Theodor Neubauer, speziell während seiner Zeit als Lehrer in Ruhla. Dem Zeitgeist und der herrschenden Staatsideologie der damaligen DDR geschuldet, dominiert hier – selbstredend – die sozialistisch-kommunistische Weltanschauung und ihr Antagonismus zu der bürgerlichen und speziell ab den 30er Jahren nationalsozialistischen Denk- und Lebensweise.
Die mit heutigen Standards nicht zu zu vergleichende Widergabequalität der Arbeit ist dem schlechten Erhaltungszustand der Vorlage geschuldet.
Ein biographischer Vortrag im Orts- und Tabakpfeifenmuseum von Ruhla, anläßlich des 80. Jahrestages seiner Ermordung. Gehalten von Ingrid Krettek
Weitere originale Dokumente aus der Ruhlaer Geschichte und mit Bezug auf Neubauers Wirken in der Offentlichkeit und den Schulen sind u.a. in den Veröffentlichungen der ‘Ruhlaer Zeitung’: Der ehemalige Realschüler nachzulesen.
Bilder von und über Dr. Neubauer

Bedeutende Ruhlaer – Bruno Eppelin

Über und von dem Buchhändler Bruno Eppelin und seine Bücher
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
Zum Geleit: “Wenn ich ein wenig Geld habe, kaufe ich mir Bücher. Und wenn noch etwas übrig ist, kaufe ich mir Essen und Kleidung.“ – Erasmus von Rotterdam, 1469 – 1536

Bedeutende Ruhlaer – Dr. Alexander Ziegler

Über den Ruhlaer Weltreisenden, Geographen und Schriftsteller Dr. Alexander Ziegler
Dem Förderer und Ehrenbürger unserer Heimatstadt Ruhla
Alexander Ziegler wurde am 20. Januar 1822 als vierter und jüngster Sohn des Handelsherrn und Tabakpfeifenfabrikanten Johannes Ziegler in Ruhla in der Unteren Lindenstraße (später Haus Nr. 17, steht nicht mehr) geboren. Sein Bildungsweg führte, nach kurzzeitigem Besuch der Elementarschule in Ruhla, über die Salzmannsche Erziehungs- und Bildungsanstalt Schnepfenthal, das Gymnasium Eisenach (Abitur 1839) und die Universität Jena mit dem Studium der Nationalökonomie/Staatswirtschaft, Gewerbepolitik, Agronomie, Geognosie und Mineralogie (1842 bis 1844).

Er beendete diese Studien ohne Abschluss durch einen akademischen Grad und wandte sich den geographisch-historischen Wissenschaften zu. Sein Vorbild war der berühmte Geograph Carl Ritter, erster deutscher Professor der Geographie in Berlin, von dem er Vorlesungen hörte und Grundkenntnisse erwarb. Zudem eignete er sich Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch, Spanisch (Katalanisch und Kastilisch), Latein und Griechisch an, aufbauend auf schon in Schnepfenthal gelegten Grundlagen. Eine bis ins Alter anhaltende Vorliebe für das Turnen war ihm auch von dort durch den bekannten Pädagogen GutsMuths mitgegeben worden. In Ruhla war er 1848 Mitbegründer und über 30 Jahre aktives Mitglied des Turnvereins. Einen Turnplatz mit Geräten ließ er nach Jahnschem Vorbild auf eigene Kosten auf dem alten Schützenhof am Bermer anlegen.

Als Fabrikantensohn wohlhabend, dazu unabhängig, gebildet und körperlich gestählt, begann Alexander Ziegler im Jahre 1845, seinen Neigungen nachzugehen und zu reisen, was damals mit vielen Mühen und Entsagungen verbunden war. Bereits 1846/47 unternahm er seine erste große Reise, die ihn von New York über Boston durch Nordamerika bis in die Karibik führte und die er in zwei Büchern beschrieb (1848). Damit im Zusammenhang gab er einen Führer mit Hinweisen für Auswanderer heraus und erlaubte sich, als freidenkender Bürger in einer weiteren Schrift die Demokratie in den USA kritisch zu beleuchten. Die Entwicklung der USA zur Weltmacht und zum Herrn des Welthandels sowie die Auswirkungen, davon sah er in seinen Erörterungen richtig voraus.

1850 reiste Ziegler nach Spanien und Portugal, zu den Kanarischen Inseln und nach Madeira, 1852/54 nach Ägypten, Nubien, über die Sinaihalbinsel nach Palästina, Jordanien, Syrien, nach Zypern, Rhodos, Samos, Lesbos, durch Anatolien und Gallipoli nach Konstantinopel, 1857/58 durch Dänemark nach Norwegen, nach Schottland, zu den Orkney- und Shetland-Inseln, Neufundland und Labrador, nach Grönland, Island und Spitzbergen, durch Finnmark, Lappland, das nördliche Russland und Schweden. Jeweils im Folgejahr erschienen ausführliche, z.T. mehrbändige Reisebeschreibungen als wissenschaftlich fundierte landeskundliche Abhandlungen mit exakten geographischen, historischen, ethnographischen, kulturellen und ökonomischen Fakten, aufgelockert durch Anekdoten und poetische Wendungen. Die Reiseberichte fanden allgemein, auch international Anerkennung. Der norwegische Dichter und Politiker Björnstjern Björnson z.B. wurde durch Zieglers Veröffentlichung veranlasst, die Finnmark und das Nordland zu bereisen, wofür er sich bei ihm bedankte. Der Schriftsteller Karl May nutzte Zieglers Veröffentlichungen, die er während seiner Inhaftierungen studierte, als Informations- und Faktenquellen für seine Romane.
(Hinweis: Letzteres ist allerdings nicht zweifelsfrei belegt. Diesbezügliche Rückfragen bei der Deutschen Karl-May-Gesellschaft im Jahre 2022 konnten durch selbige aktuell nicht bestätigt werden.)

Alexander Ziegler fühlte sich in erster Linie als Wissenschaftler, nicht als Schriftsteller. Seinen Doktortitel (Doctor Philosophiae Honores) erwarb er 1857 an der Universität Jena durch Vorlage seiner Werke, die angenommen und als wissenschaftliche Schriften anerkannt wurden. Auch hielt er Gastvorlesungen in Jena und Dresden.

An größeren Reisen unternahm Ziegler nach 1860 noch eine nach Indien, eine zweite nach Spanien mit Marokko und Algerien (1867) und eine zur Eröffnung des Sueskanals (1869), wo er, eigentlich mehr spaßhaft, die damals schon geprägte Wendung „Ruhlaer sind überall“ überprüfen wollte, indem er den Mundartausdruck „Uisgebuihrt Bornrörrn“ mehrmals in die Menge rief. Tatsächlich bekam er mit „Nünmao blao Beattuch“ die richtige Erwiderung, und zwar von einem ausgewanderten Ruhlaer namens Langlotz, der als Kutscher des englischen Lords Interwick mit anwesend war.

Während Zieglers Aufenthalte zu Hause wirkte er unermüdlich auf verschiedenen Gebieten für seine Heimat. Neben entsprechenden Aufsätzen in der Eisenacher, Weimarer und Leipziger Zeitung gab er heimatkundlich-geographisch-historische Schriften heraus. Von seinem Freund Ludwig Storch angeregt erwanderte er sich den Rennsteig und andere Thüringerwaldgebiete und veröffentlichte darüber. In seine nach eigenen Gestaltungsentwürfen am Bermer gebaute Villa „Ursomontana“ lud er Gelehrte, Reisende, Dichter, Schriftsteller und Künstler zu Gesprächen über besondere Personen vor (siehe auch Zusammenstellung am Schluß).

Das Tabakpfeifengewerbe unterstützte Ziegler ideell und materiell; besonders die künstlerische Ausführung der Pfeifen. „Zur Glorifikation Ruhlas und der Industrie daselbst“ organisierte und gestaltete er. Ferner Ausstellungen und Festzüge, die von beiden Herzögen, zu denen er gute Verbindungen hatte, anerkannt und gelobt wurden. Den großen heimathistorisch-volkskundlichen Festzug anlässlich der Begrüßung der aus dem Krieg 1870/71 heimkehrenden Ruhlaer entwarf, organisierte und gestaltete er. Von Prof. Schneider, Gotha ließ er die einzelnen Gruppen zeichnen und die Darstellungen zu einem Fries für sein Arbeitszimmer zusammenfügen. (Die Einzelbilder des Frieses, der sich im Stadtmuseum, allerdings nicht in der Ausstellung, befindet, vermitteln wertvolle volks- und heimatkundliche Überlieferungen.)

Alexander Ziegler sah in jeder Beziehung seine Heimat als Ganzes, ignorierte die Grenze und machte keinen Unterschied zwischen dem weimarischen und gothaischen Teil Ruhlas und ihren Bewohnern, obwohl er ein getreuer Gefolgsmann des Großherzogs war. Er gehörte zu den ersten Befürwortern und Betreibern der Vereinigung beider Ortsteile und war meist ihr Wortführer.

Auf dem Ringberg ließ Ziegler 1867 auf eigene Kosten einen Aussichtsturm errichten, den er nach dem Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach in Würdigung seiner Verdienste um die Erneuerung der Wartburg „Carl-Alexander-Turm“ benannte. In der Umgebung des von ihm 1863 als Stumpff-Denkmal begründeten Dichterhains legte er in Erweiterung eines vom Forstwissenschaftler und Waldreformer Gottlob König begonnenen Arboretums einen botanisch-dendrologisch-geologischen Berggarten an. Die Anbringung der Gedenktafeln für Schenck und Storch veranlasste er.

In der Gemeinde Ruhla WA initiierte er den Neubau einer Schule, ließ eine Mineralogie- und Biologie-Schulsammlung einrichten und dem ganzen Ort stiftete er eine Schul- und Volksbibliothek mit nahezu 1.700 Bänden. (Ihrer kompletten Erhaltung wurde leider keine Aufmerksamkeit geschenkt. Die Nazis ließen die Sammlung auseinanderreißen, einen Teil in eine 1937 neu gegründete Volksbücherei aufnehmen, andere Teile abtransportieren bzw. auch vernichten. Ein Rest wurde 1954 ins Ruhlaer Heimatmuseum übernommen.) Auch für den Gewerbeverein, den Alexander Ziegler mit gründete, legte er eine Bibliothek an.

Die Deutsche Nationallotterie zur Unterstützung der Tiedge- und Schillerstiftung für alte, bedürftige Schriftsteller und Künstler gründete Ziegler mit und betrieb sie als Hauptakteur (Ertrag rund 454.000 Taler, umgerechnet fast 30 Mio. Euro). Für die Durchführung und Ausrüstung der damaligen deutschen Forschungsexpedition in das Innere Afrikas setzte er sich intensiv ein, auch für die Schaffung des Germanischen Museums. Beide Herzöge begeisterte er für diese Idee. Der eine wollte die Wartburg, der andere die Veste Coburg dafür zur Verfügung stellen. Entschieden wurde sich dann aber für das Karthäuserkloster in Nürnberg. In einer Veröffentlichung beschrieb Ziegler den Werdegang des Museums.

Den Gothaer Sprachforscher Professor Karl Regel gewann er zur Erarbeitung des heute noch außerordentlich wertvollen, umfassenden Werkes über die Ruhlaer Mundart, wofür er selbst zuarbeitete und dessen Drucklegung (Weimar 1868) er mit finanzierte. Seinen Landsmann und langjährigen Freund Ludwig Storch bewog er zum Behandeln heimischer Stoffe in Romanen und Erzählungen sowie zum Dichten in Ruhlaer Mundart. 1866 vermittelte er ihm eine Pension der Schillerstiftung mit Alterswohnsitz in Kreuzwertheim am Main.

In verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften war Ziegler Mitglied, so in Dresden, wo er auch zeitweilig wohnte, in der Geographischen Gesellschaft und in der Naturforschenden Gesellschaft Isis, in Berlin in der Gesellschaft für Erdkunde, in Leipzig im Verein der Freunde der Erdkunde, in Frankfurt/Main im Verein für Geographie und Statistik und im Deutschen Hochstift, in Sachsen in der Naturforschenden Gesellschaft Görlitz und in der Ökonomischen Gesellschaft.

Ziegler war stets um die Förderung der Wissenschaft bemüht. Mit namhaften Forschern, Wissenschaftlern und Schriftstellern stand er im Briefverkehr, so u.a. mit Alfred Brehm, Alexander von Humboldt, Otto Kersten (Afrikaforscher), August Petermann, Björnstjern Björnson, Heinrich Barth (Geograph), Karl Gutzkow, Karl Polack, Adolf Bube, Ernst Keil (Verleger), Ludwig Storch. Der Großherzog verlieh ihm für seine Verdienste den Titel Hofrat, das Ritterkreuz I. Klasse des Ordens vom Weißen Falken und das Ehrenkreuz, der König von Preußen den Kronenorden 3. Klasse. In beiden Orten Ruhla und in Königsberg in Franken war er Ehrenbürger. Seinem Geburts- und Hauptwohnort Ruhla hinterließ er Legate für den Bau einer Turnhalle, für die Erneuerung des Carl-Alexander-Turmes, für bedürftige alte Männer aus den Pfeifenwerkstätten, für die Erhaltung von Kirchen und Schulen, zur Unterstützung von Feuerwehr und Vereinen, insgesamt mehr als 38.000 Mark.

Alexander Ziegler, der Zeit seines Lebens unverheiratet war, verstarb am Karfreitag, dem 8. April 1887 in Wiesbaden, wo er sich seit November zu Kur und Erholung aufgehalten hatte. Groß und vielfältig waren die Ehrenbezeigungen an den Tagen der Überführung, Aufbahrung und Beerdigung. Nahezu ganz Ruhla war erschienen, um vom geliebten Hofrat Abschied zu nehmen. Seine Heimatstadt ehrt ihn durch eine Gedenktafel im Dichterhain, gestiftet 1888 von den Bürgern.

In Verkennung und Missachtung seiner Bedeutung und Verdienste wurde 1950 durch die Ruhlaer Kommunisten der Name Zieglerstraße abgeschafft, der dem unteren Lappengrund im Jahre 1900 verliehen worden war. Auch bei den Straßenumbenennungen im Jahre 1991 fiel der Name bei den Bürgern und Stadtverordneten unverständlicherweise durch.

Überblick über Zieglers Werke:
Skizzen einer Reise durch Nordamerika und Westindien mit besonderer Berücksichtigung des Staates Wisconsin, 2 Bde. (Dresden u. Leipzig 1848); Republikanische Licht- und Schattenseiten oder die Republik in Deutschland und in den Vereinigten Staaten von Nordamerika (Dresden u. Leipzig1848); Der deutsche Auswanderer nach den Vereinigten Staaten (Dresden 1849); Taschenbuch der bairischen Bierbrauerei (Leipzig 1850); Reise in Spanien, 2 Bde. (Leipzig 1851); Meine Reise im Orient, 2 Bde. (Leipzig 1855); Der Geleitsmann. Katechismus für Auswanderer (Leipzig 1856); Martin Behaim aus Nürnberg. Der geistige Entdecker Amerikas (Dresden 1859); Deutsche Nationaluunternehmungen (Afrika-Expedition, Germanisches Museum, Schillerlotterie – Dresden 1860 und 1862); Meine Reisen im Norden, 2 Bde. (Leipzig 1860); Die Reise des Pytheas nach Thule (Dresden 1861); Der Rennsteig des Thüringer Waldes. Eine Bergwanderung mit einer historisch-topographischen Abhandlung über das Alter und die Bestimmung dieses Weges (Dresden 1862); Die deutschen Erforschungs-Expeditionen nach Inner-Afrika (Dresden 1863); Die direkte Besteuerung des Spiritus oder die Umwandlung der Maischraumsteuer in eine Fabriksteuer. Eine volks- und staatswirtschaftliche Frage der Neuzeit (Dresden 1863); Neues Reisehandbuch für Thüringen (Hildburghausen 1864); Die Auswanderung der Thüringer Messerschmiede nach Preußen (1865); Das Thüringerwalddorf Ruhla und seine Umgebung (Dresden 1867 u. 3 weitere Auflagen); Regiomontanus, Johannes Müller aus Königsberg in Franken, ein geistiger Vorläufer des Columbus (Dresden 1874); Zur Geschichte des Meerschaums mit besonderer Berücksichtigung der Meerschaumgruben bei Eski Schehr in Kleinasien und der betreffenden Industrie in Ruhla in Thüringen (Dresden 1878); Ludwig Storchs poetischer Nachlaß (Eisenach 1882); Chronik von Schnepfenthal (1884); zahlreiche Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften; Manuskript Ruhla-Chronik (verschollen, von Arno Schlothauer bearbeitete Auszüge vorhanden). Eine umfangreiche Arbeit über die Hörselberge blieb unveröffentlicht.

Quelle: Köllner, Lotar; “Bedeutende Ruhlaer aus vier Jahrzehnten”, Ruhla, 2005, auf der hier vorliegenden Seite z.T. bearbeitet und ergänzt.
Eine Auswahl aus Dr. Zieglers Werken
Eine “Reise durch Nordamerika und Westindien mit besonderer Berücksichtigung des deutschen Elementes…”
Bei dieser Gelegenheit: Eine sehr interessante, zeitlich knapp 35 Jahre ältere Reise- und Landesbeschreibung eines Deutschen über die damaligen Vereinigten Staaten kann der geneigte Besucher auch hier lesen.
Und last but not least: Eine abenteuerliche und hochspannende Lebens-, Reise- und Vagabundenbeschreibung in zwei Teilen, hier aus Südamerika, zu Beginn des vorvergangenen Jahrhunderts, hat der ehemalige Ruhlaer Bürger Franz Donat geschrieben.
Unter dem Eindruck seiner Nordamerikareise mag Alexander Ziegler im unmittelbarem Anschluß ein “Lehrbuch für den Auswanderer” geschrieben haben, welches sehr schön und bildhaft das Leben in den damaligen USA beschreibt und diverse Hinweise und Ratschläge für den geneigten deutschen Auswanderer gibt.
Caput Nili Quaerere – Die Quellen des Nils finden! – Das uralte, bereits aus der Zeit der altägyptischen Pharaonen überlieferte geographische Problem war zur Veröffentlichung von Zieglers gerade weitgehend gelöst, gleichwohl die Entdeckung des wirklich letzten Zuflusses dieses Stroms noch einige Jahre auf sich warten ließ und selbst heute noch nicht in finaler Konsequenz geklärt ist … Sehr interessant ist auch die hier unten aufgezeigte Karte der damaligen Zeit – sie stammt ebenfalls aus Alexander Zieglers Buch von 1862 und stammt aus dem Justus-Perthes-Verlag in Gotha – für den historisch und geographisch Interessierten ist dies sicherlich ein wahrer Leckerbissen. Ferner noch ein schöner Beitrag aus dem Jahre 1877 von Dr. Ziegler zu diesem Thema in der “Ruhlaer Zeitung”

Interessant ist im weiteren Zusammenhang der Umstand, daß der große französische Schriftsteller Jules Verne seinen ersten, im Jahre 1864 erschienenen und im Inneren Afrikas spielenden Roman “Fünf Wochen im Ballon” auf ähnliche Quellen Bezug nimmt. Das Interesse des geneigten Besuchers sei daher auf das Karten-Faksimile dieser Erstausgabe gerichtet. Abgesehen von einigen fiktiven Plätzen sind Gegebenheiten und Landschaften durchaus korrekt angesiedelt.

Eine sehr schöne, spannende und zum Nachdenken anregende Lektüre über die “Caput Nili Quaerere” gibt der große Afrikareisende Henry Morton Stanley in seinem Werk “Im dunkelsten Afrika” aus dem Jahre 1890. Gleichwohl man über das Wirken und die Ergebnisse der Forschungsreisen Stanleys durchaus geteilter Meinung sein kann, sei dieser Auszug aufgrund seiner Tiefsinnigkeit und Brillanz hier dargestellt. Der geneigte Leser möge sich sein Urteil selbst bilden.
Hier die Afrikakarte aus Alexander Zieglers Buch aus dem Jahre 1862.
Eine von dem seinerzeit recht bekannten und bei Justus Perthes in Gotha tätigen Ruhlaer, Bruno Hassenstein, bearbeitete Karte.
Ein Auszug aus dem hierzulande seinerzeit weit verbreiteten Hand-Atlas von Richard Andrée von 1881 sowie je einem Schulatlas aus den Jahren 1868 und 1918.
Hier die Karte zum Blättern aus “Fünf Wochen im Ballon” von Jules Verne von 1864.
Hier ein Ausschnitt zum Blättern aus “Im dunkelsten Afrika” von Henry Morton Stanley von 1890 nebst inkludiertem, historischen Kartenmaterial.
Hinweis: Die Kartenvorlagen sind z.T. im A2-Format, insofern ist bei der Ansicht eine Vergrößerung der Anzeige empfehlenswert. Hilfreich mag im Einzelfall auch das Umschalten der Anzeige in den Single-Page-Modus (die Bedienleiste unter der Bildanzeige, hier nach Klick auf die drei Punkte rechts) sein.
Eine Darstellung der Karten via Smartphone ist zwar technisch möglich, jedoch nicht unbedingt aussagekräftig. Trotzdem viel Spaß und Erfolg!
Johannes Müller, lateinisch “Regiomontanus” genannt, war ein bedeutender, deutscher Mathematiker und Astronom des 15. Jahrhunderts. Die Kenntnis seiner Werke waren u.a. mit ausschlaggebend, daß Christoph Kolumbus im August 1492 seine erste Reise nach Indien (so dachte er es zumindest) unternahm und dann im Oktober desselben Jahres auf der karibischen Insel San Salvador, heute Watlingsinsel, den Boden der Neuen Welt betrat. Alexander Ziegler hat Regiomontanus mit dem hier nachzulesendem Werk ein literarisch-wissenschaftliches Denkmal gesetzt, genau wie dem Nürnberger Kosmographen Martin Behaim, dem Schöpfer des ersten Erdglobus. Eine interessante Referenz an die damalige Zeit ist auch die Nürnberger Weltchronik von Hartmann Schedel aus dem Jahre 1493, in der zwar Amerika (noch) nicht erwähnt ist, dafür aber etliche Gegebenheiten und Städte aus unserer näheren Heimat.
Für den geneigten Leser hier auch ein kleiner Auszug.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir daher, uns nachzusehen.
Das klassische Werk von 1493 und Folgejahre über die damals bekannte Weltgeschichte und Geographie.
Hier: ein kleiner Auszug aus der Nürnberger Ausgabe von 1493 über Thüringen sowie ein komplettes Faksimile der Augsburger Ausgabe von 1496.
Ein bemerkenswertes Werk von 1874 über den Mathematiker und Astronomen Johannes Müller, genannt Regiomontanus.
Mit einer persönlichen Widmung an “seinen lieben Freund Ludwig Storch im April 1874”.
Ein interessantes und bemerkenswertes Werkchen von 1859 über den Nürnberger Schöpfer des ersten Erdglobus
Das Buch über seine Heimatstadt, die er seinerzeit noch als “Thüringerwalddorf Ruhla” bezeichnete.
Eine Abhandlung über das Produkt, das viele Jahrzehnte, wie wohl wie kaum ein zweites, mit Ruhla verbunden war.
Eine Auswahl von Dr. Alexander Zieglers Auszeichnungen und Würdigungen nebst eines Faksimile des Gothaischen Falkenordens

Bedeutende Ruhlaer – Johann A. Stumpff

Johann Andreas Stumpff

Klavierbauer, Königlich Britischer Harfenmacher, Verehrer Mozarts und Schillers.
Freund Goethes, Förderer Ludwig van Beethovens, Carl Maria von Webers und Ludwig Storchs.

Geboren wurde Johann Andreas Stumpff am 27. Januar 1769 als zweiter Sohn des Klavier- und Instrumentenbauers Johann Heinrich Stumpff im Haus in der oberen Köhlergasse mit der heutigen Nr. 32. Gleich seinen beiden jüngeren Brüdern erlernte er das Handwerk des Vaters.

Wie er sich später Goethe und Ludwig Storch gegenüber äußerte, verspürte er als junger Mensch bald den wachsenden Drang nach höherer Lebenseinsicht und die Sehnsucht nach einem von geistiger Warte her zu beeinflussenden Lebensglück, auch ein gewisses Fernweh. Nach dem zufälligen Kennenlernen von Klopstocks „Messias“ begeisterte er sich für den Dichter. Goethe sah er in Ruhla und einige Male beim Schloss Wilhelmsthal und begeisterte sich auch für ihn. Intensiv beschäftigte er sich mit der Musik und das Wenige, das er von Mozarts Tonschöpfungen erlangen konnte, reichte aus, um seine Seele zu entflammen. Dass er am gleichen Monatstag wie Mozart geboren war, bedeutete ihm zeitlebens viel.

Die unglückliche Liebe zu einem reizenden Rühler Mädchen veranlasste ihn, als Zwanzigjähriger seinen Heimatort zu verlassen. Zunächst trat er bei einem Instrumentenmacher in Gotha in Arbeit, aber noch in demselben Jahre trieb es ihn nach Hamburg, auch um sich seinen Wunsch, Klopstock zu sehen, erfüllen zu können. Als ihm dies gelungen war, hielt es ihn auch nicht mehr in Hamburg. Das Treiben der Hafen- und Handelsstadt behagte ihm nicht. Auf einem Kauffahrteischiff fuhr er mit nach London, wo er am Morgen des Ostersonntags 1790 ankam.

Nach einer kurzen Zeit des Suchens fand er Arbeit in der großen Pianofabrik „Broadwood“ und schnell erlernte er auch die englische Sprache. Durch seine Tüchtigkeit avancierte er bald zum ersten Gehilfen und konnte seine Kunst noch vervollständigen. Durch Fleiß, Geschicklichkeit und Ehrenhaftigkeit war es ihm möglich, im zweiten Jahrzehnt seiner Tätigkeit in London Mittel und Wege zu eigener Werkstatt und eigenem Geschäft zu finden. Nun wurde er in der Weltstadt ein bekannter, beliebter, gesuchter und berühmter Künstler. In der Herstellung kostbarer Pedalharfen kam ihm keiner gleich. Vom König erhielt er das Prädikat „Harpmaker to His Majesty“. In der Folgezeit verdiente er viel Geld, aber er ist nicht reich geworden. Er war stets bereit zu helfen, Not zu lindern, Gutes und Schönes zu unterstützen. Mit ganzer Seele war er ein Freimaurer und verwirklichte die menschenfreundlichen Grundsätze der Loge. Besonders unterstützte er seine kranken und hilfsbedürftigen Landsleute in England.

Auf der Grundlage seines finanziellen Wohlstandes frönte er in den Mußestunden seinen großen Leidenschaften und verwendete viel Zeit auf das Studium deutscher Musik und Dichtung. In höchster Anerkennung und Gunst standen bei ihm Goethe, Schiller, Mozart und Beethoven.

Von Heimweh geplagt, unternahm Stumpff im Frühjahr 1814, nach 25 Jahren, seine erste Reise nach Ruhla. Er hatte lange darauf warten müssen, denn Napoleon hatte keine Untertanen der englischen Krone in seinem fremdherrschaftlichen Einflussbereich geduldet. Von Ruhla ging Stumpff nach Weimar. Ein englischer Herzog, wahrscheinlich ein Bruder König Georgs IV., ein Meister vom Stuhl der Freimaurerloge, hatte ihn dem Herzog Carl August empfohlen. Diese Empfehlung muss sehr warm gewesen sein, denn dem Harfenmacher aus London wurden am Weimarer Hofe größere Ehrungen zuteil. An der Tafel des Herzogs traf er auch Goethe. Dieser gewährte ihm einen ersten Huldigungsbesuch. Als sich Stumpff zehn Jahre später wieder in Weimar aufhielt, wurde er von ihm als Freund empfangen. Der Harfenmacher überreichte dem Dichter ein kostbares Dollondsches Fernrohr. Als Gegengabe bekam er von Goethe einige seiner Bücher, darunter „Werthers Leiden“ mit dem Porträt des Dichters und der Widmung: „Seinem werthen Landsmann J.A. Stumpff zum freundschaftlichen Andenken, Goethe, 1. November 1824“.

Im Frühherbst 1829 weilte Stumpff erneut in Deutschland und hielt sich acht Tage in Weimar auf. Während dieser Zeit war er allabendlich Goethes Gast. Nach seinem Steckenpferd befragt, gestand er dem Dichter seine eigenen poetischen Versuche. Goethe bestand auf dem Vortrag einiger Verse und bekam u.a. das Gedicht „Der Kampf der Elemente“ zu hören, welches die Dampfmaschine zum Gegenstand hatte. Er war interessiert und ermunterte den Ruhlaer. Danach veröffentlichte er mehrere Gedichte Stumpffs in der von ihm geleiteten Zeitschrift „Chaos“. Die Freundschaft der beiden Männer war endgültig besiegelt, als der Maler Johann Joseph Schmeller den Harfenmacher im Auftrag Goethes porträtierte (s. Abb.). Die Tage, die Stumpff am Weimarer Hof und mit Goethe verbringen konnte, nannte er später die glücklichsten seines Lebens. Bemühungen, auch dem Hof in Gotha seine Aufwartungen machen zu können, schlugen fehl. Dort hatte man kein Interesse an dem deutsch-englischen Harfenmacher aus London, obwohl er, wie er sich zu bemerken erlaubt hatte, ein Untertan des Gothaer Herzogs gewesen war.

Bei seiner zweiten Reise in die Heimat im Jahr 1824 besuchte Stumpff von Ruhla aus Salzburg, machte sich mit den Mozartstätten vertraut und lernte Constanze von Nissen, verwitwete Mozart und Mozarts 73-jährige Schwester Maria Anna Freifrau von Bechtold zu Sonnenburg kennen. Letztere traf er fast erblindet und in großer Armut an. Unverzüglich unterstützte er sie finanziell. Wie aus einem Briefwechsel von 1829 hervorgeht, übermittelte er kurz vor ihrem Tode nochmals einen Wechsel über 63 Pfund Sterling, worüber sich Constanze erst nach dem Begräbnis ihrer Schwägerin, noch in deren Auftrag, bedankte.

Bereits 1811 hatte Stumpff für 150 Pfund Sterling die Original-Notenblätter von 14 Kompositionen Mozarts erworben, die er im Umweg über eine Lotterie weiterverkaufen bzw., wie aus einem Brief an L. Storch hervorgeht, einer deutschen Bibliothek oder Kunstkammer stiften wollte. Aus beidem ist nichts geworden. Sie kamen 1847 mit Stumpffs Nachlass zur Versteigerung. 1990 konnte das Mozarteum in Salzburg zwei von ihnen bei Sotheby’s wieder ersteigern.

1824 besuchte Stumpff auch Carl Maria von Weber in Dresden und den schon tauben Beethoven in Mödlingen bei Wien. Er war überglücklich über das Zusammentreffen mit den von ihm verehrten Geistesgrößen der deutschen Musik und wurde zu ihrem Wohltäter. 1826 machte er Beethoven mit der Arnoldschen Prachtausgabe der gesammelten Werke Händels ein wahrhaft fürstliches Geschenk, organisierte mit der Direktion der Philharmonischen Gesellschaft in London ein Benefizkonzert zugunsten des schon lange kranken Komponisten und erwirkte 100 Pfund Sterling Vorauszahlung, um die drückendste Not zu lindern. Leider kam diese Hilfe zu spät. Beethoven starb bereits am 26. März 1827. Nach dessen Tod ließ Stumpff auf eigene Kosten eine Lithographie von ihm herstellen. Carl Maria von Weber, dem er auch zugeredet hatte, 1824 nach London überzusiedeln, unterstützte er mit einer größeren Geldsumme. Er kümmerte sich zwei Jahre später auch um die Beisetzung des Freundes, der einige Zeit sein Nachbar gewesen war.

Johann Andreas Stumpff war es auch, der bei dem 1827 von seinem Neffen Joh. Heinrich Katterfeld in Ruhla gegründeten Sägewerks-Unternehmen (Standort bis 1926 auf dem späteren Posthof) Pate gestanden hat, eine große englische Circular-Fourniersäge besorgte, sie weitgehend finanzierte und per Schiff nach Hamburg bringen ließ. Über die Säge und das Ruhlaer Werk musste er Goethe 1829 ausführlich berichten. 1835 schenkte er seinem Neffen (Sohn seiner Schwester Christiane Gertrude und des Bäckers Friedrich Philipp Katterfeld) die Sägemaschine unter der Bedingung, dass die Firma für immer die Bezeichnung Stumpff & Katterfeld trage.

Wie schon erwähnt, betätigte sich Stumpff auch poetisch. Goethe gegenüber hat er sich als „hölzerner Dichter“ bezeichnet, da er meist seine Einfälle in der Werkstatt hatte und die Verse auf Holzstückchen oder Fournierabfälle schrieb. Aus Ludwig Storchs Absicht, die Stumpffschen Gedichte zusammen herauszugeben, ist leider nichts geworden, da Stumpff Manuskripte nur sehr zögernd übermittelte. Eine Sammlung, die Arno Schlothauer vorgelegen hat, ist auch nicht veröffentlicht worden.
Goethe hinterließ seinem Londoner Freund ein Gedicht und eine Zeichnung vom Weimarer Park, eigens für ihn von eigener Hand in den letzten Tagen seines Lebens angefertigt, mit der Widmung: „Noch ist es Tag, da rühre sich der Mann! Die Nacht tritt ein, wo niemand wirken kann.“ Seine Schwiegertochter schrieb bei der Übermittlung: „Sie waren einer von des Vaters geschätztesten Freunden“.

Der Harfenmacher aus der Ruhl ist Zeit seines Lebens unverheiratet geblieben. Seine erste und einzige Liebe, das hübsche Rühler Mädchen, das er nicht bekommen durfte, hat er nie vergessen. Von Ludwig Storch nach seinem Zölibat befragt, soll er sichtlich bewegt geantwortet haben: „Des Lebens Mai blüht einmal und nicht wieder.“

Johann Andreas Stumpff starb 77-jährig am 2. November 1846 in London an einer bösartig gewordenen Schienbeinverletzung. Den Erlös aus der von ihm testamentarisch festgelegten Versteigerung seines Vermögens hat er seinen Ruhlaer Verwandten zugedacht: Zum Viertel seinem Bruder Johann Georg, zum Viertel dessen Sohn, den Rest den Nachkommen seiner beiden schon verstorbenen Schwestern (außer Heinrich Katterfeld, der die Fourniersäge schon geerbt hatte).

Die Ruhl ehrt Johann Andreas Stumpff seit 1863 durch eine Gedenktafel im Dichterhain und ab 2004 mit einer solchen an seinem Geburtshaus.

Bedeutende Ruhlaer – Friedrich Lux

Friedrich Lux
Über den bekanntesten Komponisten und Ehrenbürger unserer Heimatstadt
Eine noch zu Lebzeiten Friedrich Lux’ erschienene Würdigung mit einer musikalischen und notenbasierenden Beschreibung seiner bedeutendsten Werke. Einige derselbigen sind auch auf der vorliegenden Website im Faksimile abgelegt.
Würdigung von Friedrich Lux anläßlich seines 200. Geburtstages
Der “Schmied von Ruhla” – Ein historisches Textbuch aus dem Bestand unseres Heimatdichters Arno Schlothauer, verlegt wahrscheinlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Auch wenn man kein Opernfreund ist: der Text liest sich sehr schön und geht auch irgendwie ans Gemüt. Viel Spaß beim Lesen!
Ferner eine handschriftliche Originalpartitur des “Schmied von Ruhla”.
Eine handschriftliche Originalpartitur: “Die Fürstin von Athen”
Das Original stammt als eines der “Lieder ohne Worte” von Felix Mendelsson Bartholdy und wurde von Friedrich Lux überarbeitet.
Ein Stück anläßlich einer Jubiläumsehrung des von Friedrich Lux hochverehrten Dessauer Komponisten und Anhaltinischen Hofkapellmeisters Dr. Friedrich Schneider.
Die Qualität der Vorlage ist leider sehr mangelhaft!
Die Veröffentlichung der Partituren erfolgte mit freundlicher Genehmigung von Frau Rita Lux, Eisenach

Bedeutende Ruhlaer – Unser Heimatdichter Ludwig Storch

Der Ruhlaer Heimatdichter Ludwig Storch:
Thüringischer Schriftsteller und Demokrat, 1848er

Zu einem Querschnitt bzw. einer Auswahl seiner Werke

Bernhard Ludwig Storch wurde am 14. April 1803 im heutigen Haus Nr. 29 in der Köhlergasse geboren.
Sein Vater, der Ruhlaer Arzt Johann Gottlieb Storch, nebenbei ein begeisterter und erfolgreicher Nelkenzüchter, war da schon 68 Jahre alt. Des Dichters Storch-Vorfahren, zum Teil aus Ruhla stammend, waren auch Ärzte und Schriftsteller in Gotha, Eisenach und Waltershausen gewesen. Ludwig Storchs Mutter, Henriette Johannette, zweite Ehefrau des Vaters und 35 Jahre jünger als dieser, war eine geborene Gotter und entstammte der gleichen Familie wie der zeitweilige Besitzer von Schloss Molsdorf und Minister Friedrichs II. von Preußen, Adolf Graf von Gotter und der Dichter Friedrich Wilhelm Gotter, Jugendfreund Goethes. Ihr Vater war der in Ruhla zur Unterstützung der Entwicklung des Tabakpfeifengewerbes eingesetzte herzogliche Manufakturkommissar Johann Friedrich Gotter.

Nach dem Tod des Vaters (1810) heiratete die Mutter 1812 den 14 Jahre jüngeren, weitgehend gefühls- und erfolglosen Tabakpfeifen-Beschläger Johann Georg Christian Schreiber, in dessen Werkstatt der junge Ludwig schon ab seinem neunten Lebensjahr tüchtig mitarbeiten musste. Auch im Kramhandel der Mutter hatte er zu helfen und u.a. wie ein Marketender Bier und Branntwein auf Rastplätzen und Tanzsälen zu verkaufen. Das Füttern und Betreuen des Viehs gehörten ebenfalls zu seinen Aufgaben. Nach der Völkerschlacht 1813/14 in Eisenach lagernde kranke Franzosen musste er wochenlang, von Ruhla aus zu Fuß unterwegs, mit Suppe versorgen. Unter zeitweiligen Anflügen von Geistesgestörtheit der Mutter hatte er zu leiden.

Oft floh er, besserer familiärer Liebe und Pflege verlustig, weinend in die Berge und Wälder, um in der reizvollen Natur Ruhe und Frieden zu finden, von den Sagengestalten und Berggeistern, auch von verheißungsvoller Weite und Ferne sowie einem besseren Leben zu träumen. Oder er zog sich in eine auf dem Hausboden aus herrschaftlichen Möbeln (Erbgut seiner Mutter, das als Entschädigung vom letzten Eisenacher Herzog stammte, der durch nicht zurückgezahlte Anleihen ihren Großvater, den Eisenacher Kaufmann Kühn, in Ruin und Tod getrieben hatte) aufgebaute poetische Spielwelt zurück. Wenn die Mutter Verse ihres Vetters Friedrich Wilhelm deklamierte oder ältere Leute Rühler Sagen und Geschichten erzählten, hörte er freudig und aufmerksam zu. Schillers Werke, die er zufällig erlangen konnte, studierte er fleißig und begeistert und in seiner Spielwelt versuchte er sich schon in ersten Gedichten. Schillers Sohn Karl lernte er als Ruhlaer Forsteleven, Schillers Witwe und Tochter als Badegäste in Ruhla kennen.

Neidvoll sah er oft auf die Ruhlaer Kaufmanns- und Fabrikantenkinder und ihre Bildungsmöglichkeiten. All diese Erlebnisse und Situationen prägten den Knaben nachhaltig und waren mitbestimmend für seinen späteren Lebensweg als Schriftsteller.

Eine höhere Schulbildung war Ludwig Storch zunächst versagt. Noch nicht einmal 14-jährig musste er am 1. Januar 1817 in Erfurt eine
Kaufmannslehre antreten, aus der er nach 15 Monaten wegen dichterischer Nebenbeschäftigung (er hatte am Drama „Das Landhaus am See“ geschrieben, das im späteren Roman „Aus einer Bergstadt“ eine Rolle spielt) entlassen wurde. Eine zweite Lehre in einer Erfurter Materialwarenhandlung endete nach kurzer Zeit durch einen lebensgefährlichen Unfall (ein Essigfass hatte ihn überrollt und die Kellertreppe mit hinuntergerissen). Nun konnte er seinen Willen durchsetzen und das Gymnasium in Gotha besuchen, wo ihn die etwas ältere, hübsche Schuhhändlerstochter Ernestine Schramm in seiner materiellen Notlage unterstützte. Daraus entwickelte sich eine Liebesbeziehung, die nicht ohne Folgen blieb. Deswegen musste er 19-jährig das Gothaer Gymnasium verlassen, wechselte an das Nordhäuser über und bald schon zur Universität Göttingen zum Theologie- und Philosophiestudium, das ihn aber enttäuschte und er deswegen aufgab.

Es folgte ein Jahr der materiellen Not (1824), über das ihn Ruhlaer Bürger mit Anleihen hinweghalfen. Auch das nachfolgende Studium der Humaniora (Literatur und Altsprachen) und Pädagogik in Leipzig brach er ab, verdiente seinen und seiner Familie Lebensunterhalt – seit 1825 war er verheiratet und hatte nun zwei Söhne – zunächst mit Übersetzungen, Korrekturlesen und redaktioneller Tätigkeit und begann, nach nochmaliger kurzzeitiger Aufnahme des Studiums in Leipzig, nunmehr 23-jährig, seine Schriftstellerlaufbahn. Die ebenfalls erwogene Absicht, zusammen mit seiner hübschen Frau Schauspieler zu werden, gab er auf.

Fortan brachte er jährlich mindestens zwei Werke heraus, mit zum Teil mehrbändigen Romanen und zahlreichen Erzählungen, insgesamt über 50 Bücher, dazu Landschaftsbeschreibungen, Berichte über Persönlichkeiten, Kurzgeschichten, historische, volkskundliche und aktuelle Abhandlungen, Balladen, lyrische und politische Gedichte. Als national Denkender beteiligte er sich aktiv an der Thüringer Sängerbewegung des Vormärz und als Gesellschaftskritiker und Demokratieverfechter an der bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848/49 in Gotha.

Alle Vorhaben Ludwig Storchs, als Verlagsbuchhändler, Druckereibetreiber, Redakteur oder Herausgeber von Zeitungen tätig zu sein, scheiterten, weil ihn gewonnene Partner täuschten und betrogen, ihm notwendige Genehmigungen versagt blieben oder seine offene Art und fortschrittlich-demokratische Gesinnung missfielen. Die Herausgabe von thüringischen Volkszeitungen verhinderte die Zensur mehrmals. Wegen Äußerungen gegen die herrschende Oberschicht, dem Bankrott seiner Gothaer Verlagsanstalt, den Aktivitäten als 1848er und entsprechender Veröffentlichungen hatte er mit der Zeit in Gotha einen schweren Stand. Trotzdem verbrachte er mehr als 25 Jahre dort.

Zeitlebens hatte er keine berufliche Anstellung, somit kein anderes Einkommen und war auf das Schreiben und Verkaufen seiner Manuskripte bzw. meist knappe Honorare angewiesen. Der Bankrott der Verlagsanstalt hatte viele Notjahre zur Folge. Im Jahre 1852 verließ er Gotha und wohnte dann vierzehn Jahre nacheinander in vielen Orten Deutschlands, zum Teil in recht bescheidenen Verhältnissen. Einmal hielt er sich sogar einige Monate in Nordungarn auf. 1853 trug er sich mit dem Gedanken, nach Nordamerika auszuwandern und in Erfüllung eines Jugendtraumes noch Farmer zu werden, was ihm aber sein neuer Verleger Ernst Keil (Leipzig) und Alexander Ziegler ausredeten. Beide, sowie Zieglers Bruder unterstützten ihn finanziell. Sein Sohn Robert, der nach Amerika vorausgefahren war, kam bald krank zurück. In Ruhla machten Angehörige der Kaufmannsfamilie Dreyß, die er in seiner Romantrilogie „Aus einer Bergstadt“ wegen Ausbeutungspraktiken im Trucksystem angegriffen hatte, zusätzlich zur ablehnenden Gothaer Haltung noch Stimmung gegen ihn. Deswegen besuchte er seinen Heimatort längere Zeit nicht mehr.

Ludwig Storch war trotz seines labilen Gesundheitszustandes, seiner Schwerhörigkeit und der Schicksalsschläge – beide Söhne starben frühzeitig, Geld und Besitz gingen ihm mehrmals verloren – ein überaus fleißiger, bekannter, von vielen Menschen gern gelesener schöngeistiger Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Zeit seines Lebens ist er ein begeisterter Thüringer geblieben. Seine Thüringen-Texte, -Gedichte und –Lieder sind mehrfach erschienen, wurden auf den Sängertagen, Revolutions- und anderen Veranstaltungen wiederholt vorgetragen und begeistert aufgenommen. Im Besonderen ist er jedoch bis zu seinem Lebensende ein Rühler geblieben.

In Ruhla bzw. im Erbstromtal spielen die Storchs Romane und Erzählungen „Vörwerts Häns“, „Aus einer Bergstadt“, „Der Fliegenschneider“, „Müs-All“, „Die Rühler Lüter in Arnstadt“, „Der arme Schelm“. Abhandlungen hat er geschrieben über den Seebacher Dr. Dicel, über Vörwerts Häns, den Harfenbauer Johann Andreas Stumpff, über die Venetianer im Thüringer Wald, über den Rennsteig, über Liebenstein und Steinbach, über „Die Ruhl und die Rühler“, ein Wanderbuch für den Thüringer Wald u.a. gesellschaftliche und politische Verhältnisse, Sitten und Bräuche, Sagen, Besonderheiten und Liebhabereien der Ruhlaer. Hinweise zu Tracht und Mundart hat er überliefert. Seinem langjährigen Freund Ludwig Bechstein übermittelte er die Ruhlaer Sagen für dessen Sammlung. Zu Prof. Karl Regels Buch „Die Ruhlaer Mundart“ (Weimar 1868) hat er Wesentliches zugeliefert.

Auf Betreiben seines Freundes und Landsmannes Alexander Ziegler schrieb er die Ruhla-Lieder und ab 1863 die wertvollen Gedichte in Ruhlaer Mundart (zusammen veröffentlicht in „Poetischer Nachlass“, Eisenach 1882 und teilweise 2003!). Alexander Ziegler war es auch, der den alternden Dichter 1866 eine Pension der Schiller-Stiftung mit Wohnsitz in Kreuzwertheim am Main beschaffte. Dort heiratete er, nach dem Tod seiner ersten Frau Ernestine (1870), die immer in Gotha geblieben war, 1872 seine zweite Frau, die Kindergärtnerin, Mädchenturnlehrerin und Dichterin (Pseudonym „Elfriede con Coburg“) Bernhardine Fromman-Herold, die ihn, den zuletzt fast Tauben und äußerst Sehschwachen, bis zu seinem Lebensende umsorgte und pflegte.

Seinen Geburtsort Ruhla besuchte er nach längerer Zeit wieder 1863 (zur Einweihung des Stumpff-Denkmals, wo er Worte des Gedenkens und eigene Verse sprach), dann vier Jahre später (zur Einweihung des ersten Carl-Alexander-Turmes, wo er wieder eigene Gedichte vortrug) und letztmalig 1877, wo er sich mit den Ruhlaern wieder endgültig versöhnte.

In seinem Pensionshaus am Main in Kreuzwertheim ist Ludwig Storch am 5. Februar 1881 verstorben. Auf dem dortigen Friedhof befindet sich sein Grabmal, das von der Gemeinde seit 1927 erhalten und gepflegt wird. Am Wohn- und Sterbehaus gibt es eine Gedenktafel, wie auch im Ruhlaer Dichterhain.

Ortschronik-Fotoarchiv – Schulen

Ach ja – schon lang’, lang’ ist’s her!

Arche-Nova-Präsentations-Handbuch

Statt eines langweiligen Handbuches mit allerhand technischen und z.T. unverständlichen Anleitungen, haben wir hier eine Präsentation abgelegt, die, so meinen wir, auch gut zum Verständnis und Kennenlernen unserer Website geeignet ist. Viel Spaß bei der Lektüre!

Alt-Ruhla – Geschichte um 1830

Ein Exzerpt aus einem Zeitzeugenbericht. Schon vor über weit über hundert Jahren ging’s in der Ruhl interessant, lustig und zielstrebig zu. Lesen Sie selbst 🙂
Im Interesse der Authentizizät haben wir Text in Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir, uns nachzusehen.
Quelle der Texte: Auszug aus: “Taschenbuch für Reisende durch den Thüringer Wald von Dr. Carl Herzog”, Verlag von W. Heinrichshofen, Magdeburg, 1902

Alt-Ruhla – Antiquarisches / Aus alten Büchern

Zum Geleit!
Schon vor über weit über hundert Jahren ging’s in der Ruhl interessant, lustig und zielstrebig zu. Lesen Sie selbst 🙂
Im Interesse der Authentizität haben wir die Texte in Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir, uns nachzusehen.

105-jähriges Jubiläum Vereintes Ruhla

Die Vereinigung der beiden Ruhlas im Jahre 1921
Am 1. April 2021 bestand Ruhla als Einheitsgemeinde seit nunmehr 100 Jahren.
Anläßlich des 102. Jahrestages der Vereinigung der beiden Ortsteile wurde eine Gedenktafel enthüllt, die an dieses Ereignis erinnert.
Eine erste urkundliche Nennung Ruhlas im Erbbuch der Grafschaft Henneberg datiert aus dem Jahre 1355. Reste der schon 1183 urkundlich erwähnten kleinen romanischen Kapelle in der Gemarkung Glasebach oberhalb Ruhlas zeugen von wesentlich früheren Ansiedlungen.
Der Ursprung Ruhlas, im heutigen Flurbezirk “Alte Ruhl” gelegen, geht auf sogenannte “Waldschmiede” des 12./13. Jhdts. zurück, die zugleich Bergleute, Köhler und Schmelzer waren. Aus anstehendem Erz wurde bis etwa zu Beginn des 14. Jhdts. an Ort und Stelle Eisen erzeugt und daraus Blankwaffen hergestellt.
Bergbau und die Bearbeitung der geförderten Erze prägten das Bild Ruhlas. Infolge des entwicklungsbedingten Verfalls des Waffenschmiedehandwerks verlegte man sich um 1530 auf die Herstellung von Messerwaren. Etwa 200 Jahre lang war nun das Messerschmiedehandwerk in Ruhla dominierend.
Viele Jahrhunderte war Ruhla durch die Zugehörigkeit zu zwei Herzogtümern geteilt. Schon die Ersterwähnung von 1355 spricht von der “….die Ruhla halb”. So wird Ruhla 1640 im ernestinischen Teilungsprozess zwischen den Herzögen Ernst I. (“der Fromme”) von Sachsen-Gotha und Albrecht von Sachsen-Eisenach aufgeteilt. Dabei bildete der “Erbstrom” (auch “Rolla” oder “Ruhlaha” genannt) die natürliche Grenze. Dies, aber auch Konkurrenz (sich entwickelnde Industrie in Solingen), Absatz (erstarrte Innungsgesetze und Zollgrenzen) sowie die Abwanderung von ca. 80 Ruhlaer Familien der Messerschmiedezunft führten zum Niedergang des Ruhlaer Messerhandwerkes. Wurden Mitte des 17. Jahrhunderts verschiedene Innungssatzungen der Ruhlaer Messerschmiede aufgeführt, so wurde im Jahre 1819 die Messerschmiedeinnung aufgelöst. Vollständig ist dieses Handwerk zum Ende des 19. Jahrhunderts verschwunden.
Noch in der Blüte des Messerschmiedehandwerks wurde mit der artverwandten Pfeifenbeschlagfertigung der Grund zu einem neuen Erwerbszweig gelegt. Schon bald wurden in Ruhla komplette Tabakspfeifen hergestellt. Vor allem die Verwendung von Meerschaum und ab 1772 die Erfindung des Massemeerschaums, auch “Rühler Meerschaum” genannt, machten Ruhla weithin über seine Grenzen bekannt.
Kunstvoll geschnitzte Pfeifenköpfe von einzigartiger Schönheit sind heute im Orts- und Tabakpfeifenmuseum zu bewundern:
Mitte des 19. Jhdts. kam es zum großen Aufschwung der Pfeifenindustrie. Es wurden jährlich bis zu 23 Mio. Pfeifenköpfe und 15 Mio. komplette Pfeifen erzeugt im Wert von fast 2 Mio. Talern = 58 Mio. Euro. Mit dem Tod des letzten Meerschaumkopfschneiders (1981) starb das Tabakpfeifengewerbe in Ruhla gänzlich aus, nachdem es bereits Anfang des 20. Jhdts. fast vollständig erloschen war.
Aber auch als Badeort hatte sich Ruhla Mitte des 18. Jahrhunderts einen Namen gemacht. Die Entdeckung einer eisenhaltigen Quelle (“Rühler Stahlwasser“, 1737) und weiterer Mineralquellen (Eisensäuerlinge) sowie die spätere Errichtung eines Badehauses verhalfen Ruhla ab 1756 zu einem regen Badebetrieb.
Ebenso entwickelte sich Ruhla im 19. Jahrhundert zu einem Zentrum der Forstwirtschaft. 25 Jahre lang wirkte hier der Begründer der neuen Forstwirtschaft in Deutschland, Gottlob König.
Ein weiterer politischer Meilensteine in der Entwicklung Ruhlas war die Verleihung des Stadtrechts an beide Orte Ruhlas (1896) – Ruhla Gothaischen Anteils und Ruhla Weimarischen Anteils. Mit der Zerschlagung des Deutschen Kaiserreiches 1918 und der Ausrufung der Weimarer Republik (1919) gehörten nun beide Städte zum neu gegründeten Land Thüringen (1920). Am 1. April 1921 kam es zum Zusammenschluss der beiden Städte.
Folgend aus dem “Thüringer Gesetzblatt” vom 29. Juli 1920 (hier: Seite 2 des Faksimiles) und der “Ruhlaer Zeitung” vom 5. April 1921
Zwischen 1926 und 1928 entstand in Ruhla nach den Plänen des Bauhausarchitekten Thilo Schoder (1888-1979) ein einzigartiges Bauhausensemble mit Sozialwohnungen, Stadtcafe, Konsum und Spielplatz. Beispielgebend war, dass jede Wohnung in der Regel über zwei Zimmer, Küche, Toilette verfügte und im Dachgeschoss sich für jeden Treppenaufgang ein Gemeinschaftsbad befand, über dessen Benutzung ein Badeplan der Mieter entschied. Heute steht dieses einzigartige Bauwerk unter Denkmalschutz.

Viele Industriebetriebe prägten nun das Bild der Stadt Ruhla. In der Folge bildeten sich vor allen Dingen einige Großbetriebe der Metallverarbeitung heraus. Weit bekannt wurde die Uhrenindustrie und die Fahrzeugelektrik, die für das Erbstromtal zum größten Arbeitgeber wurden. Nach 1990 entstanden durch Auflösung der Uhrenwerke Ruhla im Rahmen der Privatisierung die Firma GARDÉ Uhren- und Feinmechanik Ruhla GmbH.

Mit Vollendung der strukturellen Gebietsreform 1994 gehören Thal und Kittelsthal als Ortsteile zu Ruhla. Heute ist die Berg- und Uhrenstadt Ruhla ausgezeichnet als “Staatlich anerkannter Erholungsort” und nach über 25 Jahren Stadtentwicklung ein gutes Stück weitergekommen. Leerstehende Häuser und Industriebrachen wurden abgerissen oder umgewandelt. Dem Gast bietet sich heute ein sehenswertes Stadtbild. Der überaus interessanten Geschichte Ruhlas wurde bei der Umwandlung vom reinen Industriestandort zum liebenswerten Wohn- und Ferienort, mit mittelständischen Betrieben, Rechnung getragen.
Bei einem Rundgang durch Ruhla kann man auch heute noch viele Zeugen der interessanten Geschichte erkennen.
Hier und so verliefen vor 1921 die damaligen Grenzen
Und zu guter Letzt: Die damalige, kaum vergangene Teilung im Spiegel des Ruhlaer Notgeldes

Geschützte Bereiche – Grundsätzliches / Rechtliches

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“Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten!”
– Von August Bebel um 1900 und Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, 1995 –
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Vor dem Hintergrund des o.g. Zeitgeschehens ist es aber unvermeidbar, daß auf diversen Faksimilien – es betrifft hier Druckerzeugnisse und Fotografien aus der einschlägigen Presse – auch eingebettete Symbole und Grafiken gezeigt werden, die untrennbar mit den damaligen partei- und staatlichen Hoheitsträgern und ihrer angeschlossenen Organisationen verbunden waren. Gleiches betrifft die Widergabe von Texten – z.B. Artikel aus Presseerzeugnissen und/oder chronologischen Aufzeichnungen. Ohne Kenntnis der Vorgänge in den damaligen Zeiten ist eine Einsicht oder/und ein Verständnis in viele heutige und mögliche künftige politische und wirtschaftliche Gegebenheiten, Abläufe und Prozesse nur schwer, wenn gar überhaupt nicht möglich. In der heutigen Zeit fällt es zunehmend schwerer, aus der Fülle der verfügbaren Infomationsquellen, wirklich korrekte und objektiv zutreffende Sachverhalte zu entnehmen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschlossen, soweit möglich und aufwandstechnisch vertretbar, ausschließlich auf Dokumente und Vorlagen zurückzugreifen bzw. Quellen zu verwenden, deren historische Originalität, Authentizität und Seriösität außer Zweifel steht.

Die Intention der vorliegenden Website – siehe auch die hier veröffentlichte Satzung des Vereins Arche Nova Ruhla e.V. – liegt neben der kritischen Bewahrung von kulturhistorischem Schrift- und Gedankengut auch darin, daß die lt. StGB verbotenen Organisationen und/oder die von ihnen praktizierten militaristischen und/oder antidemokratischen Bestrebungen erkannt werden. Dies beabsichtigt jedoch in keinster Weise, daß die von diesen Organisationen ausgehenden, verfassungsfeindlichen Bestrebungen (eben die Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates) aufgrund der Präsenz eben dieser Bild- und Schriftmaterialien geduldet oder akzeptiert würden. Im übrigen unterstützt die vorliegende Website keinerlei aktuelle Partei- oder wie auch immer geartete politische Gruppenpolitik. Eine Unkenntlichmachung, z.B. Verpixelung oder Schwärzung bzw. Umschreibung von bildlichen Darstellungen, Texten oder auch Teilen derselbigen wäre selbstverständlich möglich; dies erachten wir allerdings aus den o.g. Gründen als wenig zielführend und und zudem kontraproduktiv.

Dem interessierten Leser sei in diesem Zusammenhang auch die auf der Website des Deutschen Bundestages veröffentlichte Schrift: “Das strafbare Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen” – § 86a StGB im Spiegel der Rechtsprechung; Verfasser: Regierungsdirektor Dr. Roman Trips-Hebert, Aktenzeichen: WD 7-3010-105/21, vom 10.11.2021 empfohlen. Ferner eine ausführliche Schrift des Bundesamtes für Verfassungsschutz zum Thema Rechtsextremismus und verbotene Organisationen.

Ferner: Die auf dem Webspace dieser Site veröffentlichten Medien bzw. Unterseiten sind nicht vollumfänglich zur uneingeschränkten Veröffentlichung bestimmt und sind daher z.T. mit Paßwort- und zusätzlich mit elektronischem Recherche- und Kopierschutz versehen. Sofern ein nicht autorisierter Benutzer unserer Website auf diesen Inhalt zugreifen möchte, kann ihm ggf. ein personengebundener und zeitlich befristeter Zugang in Form eines Paßwortes bereitgestellt werden. Dieser personengebundene Zugang ist auf einzelne Unterseiten oder inkludierte Teilbereiche beschränkt und läuft nach der erstmaligen Legitimierung bzw. Anmeldung durch den Nutzer auf der jeweiligen Unterseite nach einem Zeitraum von i.d.R. 720 Stunden (= 30 Tage) ab. Eine unter Umgehung dieser Maßnahmen vorgenommene Vervielfältigung und Weitergabe, auch in Teilen, ist nach geltender Rechtslage unzulässig; selbiges betrifft auch die Weitergabe von Paßwörtern an Dritte ohne Zustimmung des Vorstandes des Arche Nova Ruhla e.V. Nicht autorisierte Versuche, sich den geschützten Inhalt zugänglich zu machen (sog. ‘elektronischer Hausfriedensbruch’ oder auch ‘Hacking’) stellen im übrigen nach geltender Rechtsprechung eine Straftat dar!

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Für sachdienliche Hinweise sind wir jederzeit dankbar!

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Ruhlaer Uhrenmuseum – Kurzübersicht und Impressionen

Dieses Museum ist von etwas jüngerem Datum – und besitzt u.a. als Exponat eine der weltweit ersten “Digitaluhren” und die erste und einzige (natürlich hochgeheime) Atomuhr der DDR. 😉 Weltniveau eben 😉
Apropos, “Weltniveau”: Auf dieser Unterseite kann man – neben anderen Museen – das wirklich wahre Weltniveau besichtigen (wie es unsere größte DDR der Welt so gerne gehabt hätte …).
Aber nun ja, die Produkte unserer Mikroelektronik waren eben auch nicht klein zu kriegen!
Aus früheren Zeiten sind glücklicherweise auch viele originale Dokumente und Zeitzeugen erhalten geblieben. Eine kleine, aufgrund der schieren Größe des Fundus nur ansatzweise, Übersicht zu den Firmen Gebr. Thiel GmbH Ruhla und der späteren VEB Uhrenwerke Ruhla, resp. Kombinat VEB Mikroelektronik, haben wir hier freibleibend für die Nachwelt zur Ansicht gebracht. Eine detailliertere Produktübersicht, basierend auf den erhalten gebliebenen Dokumentationen, Musterübersichten und Werbebroschüren haben wir auf dieser Unterseite hinterlegt.
Eine weitere, sehr umfangreiche Zusammenstellung über die Historie und Produkte der Gebr. Thiel GmbH und der VEB Uhrenwerke Ruhla ist auf dieser externen Zusammenstellung zu finden (Hinweis: diese Seite wird in einem neuen TAB geöffnet).
Eine – nicht erschöpfende – Bildergalerie über die Exponate des Uhrenmuseums

Arche Nova Ruhla – Über uns

Der Verein Arche Nova Ruhla e.V. betreibt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Ruhla das Orts- und Tabakpfeifenmuseum, den Seniorentreff Thal-Kittelsthal und den Naturerlebnispfad “Am Breitenberg”.

Mit zahlreichen Veranstaltungen wird zum einen das Museum zum Ort der Begegnung, zum anderen die Gemeinschaft von Jung und Alt gefördert sowie der Zusammenhang von Natur und Kultur an Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen als auch an Senioren vermittelt.

Neben den Museumstreffs sind auch die Projekte zum Erhalt des Naturerlebnispfades sowie die Seniorenveranstaltungen Schwerpunkte unserer Vereinsförderung.
Die Gründungsgeschichte des Vereins
Der Verein Arche Nova Ruhla e.V. wurde am 10. August 2006 von 8 Mitgliedern im Wohnzimmer des Vorsitzenden gegründet. Der Zweck zeigt sich schon im Beinamen: “… Verein für nachhaltige Entwicklung und lebensnahes Lernen e.V.” Damit hat der Verein von Anfang an eine vielfältige Tätigkeit.

Seit 2007 betreut unser Seniorenteam den Seniorentreff Thal/Kittelsthal. Damit finden auch Busfahrten und diverse Veranstaltungen statt.

Schon 2007 hatte der Verein gemeinsam mit Breitenbergschule, Forstrevier Breitenberg und der Stadt die Patenschaft für den Naturerlebnispfad am Breitenberg mit regelmäßigen Arbeitseinsätzen übernommen. Von 2008 bis 2017 leitete unser Umweltbildungsteam die Arbeitsgemeinschaft Naturdetektive an der Grundschule Ruhla. 2018 hat der Verein gemeinsam mit der Stadt Ruhla, der Breitenbergschule, dem Albert-Schweitzer-Gymnasium Ruhla, dem Forstrevier Breitenberg des Forstamtes Marksuhl sowie dem Naturpark Thüringer Wald sowie dem Geopark Inselsberg – Drei Gleichen einen Kooperationsvertrag zum Erhalt von Bildungs- und Tourismuseinrichtungen in der Natur unterschrieben. So finden wieder Arbeitseinsätze am Naturerlebnispfad am Breitenberg statt.

Seit 2008 betreibt unser Museumsteam das Orts- und Tabakpfeifenmuseum Ruhla. Seit 2019 pflegt der Verein mit seinen Mitgliedern auch die Ortschronik und sorgt für die Digitalisierung des Archivgutes.

Unsere Vereinstätigkeit hat viele Begegnungen zwischen Jung und Alt, zu Natur und Kultur, zu Tradition und Geschichte gefördert. So sind die Museumstreffs und die Seniorenfahrten ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt Ruhla mit seinem Ortsteil Thal geworden. Im Jahre 2020 wirkten z.B. im Verein über 50 Mitglieder an den Aktivitäten mit.
Die Arbeit und die Ziele des Vereins
Ausgehend von den gesellschaftlichen Wirklichkeiten westlicher Industrienationen mit der dreifachen Entfremdung der Menschen – von der Natur, von den Mitmenschen und von sich selbst – und mit der erlebbaren Sinnkrise, dem Werteverfall bis in den Alltag sowie mit den unabsehbaren Auswirkungen auf die Mitwelt, schließen sich im ARCHE NOVA RUHLA e. V. interessierte Bürger aller Schichten zusammen, um in Ruhla eine außerschulische Bildungs- und Begegnungsstätte mit ganzheitlicher Prägung und modernen Pädagogikansätzen für lebensnahes Lernen und nachhaltige Entwicklung aufzubauen und zu betreiben.

Der ARCHE NOVA RUHLA e. V. eröffnet in einer Bildungs- und Begegnungsstätte den Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Senioren und anderen Teilnehmern die Möglichkeit, auf dem Fundament eigener praktischer Erfahrung und offengelegter Weltanschauung, eine lebenstüchtige, lebensbejahende, selbstbewusste und eigenverantwortliche Persönlichkeit sowie individuelle Gestaltungskompetenz in wichtigen gesellschaftlichen, ökologischen und sozialen Lebensfeldern im regionalem Umfeld mit Blick auf die europäische Kultur zu entwickeln.

Der zusammengesetzte Name „ARCHE NOVA RUHLA“ bringt einerseits die Grundüberzeugungen der Hoffnung und der Gerechtigkeit, wie sie im biblischen Bild der Arche Noah überliefert sind, zum Ausdruck und symbolisiert andererseits die aktive Auseinandersetzung mit innovativen Lebensweisen als nachhaltigen Lebensentwurf entgegen wahrgenommener gesellschaftlicher Fehlentwicklungen und Krisen. Sinnbildlich geht damit das Traditionelle der Arche-Zeit in Lebens- und Lernformen der Neuzeit auf. Die Weitergabe von Werten setzt deren Offenbarung und deren Prüfung vor der jeweiligen praktischen Lebenssituation voraus.

Der Verein ARCHE NOVA RUHLA e. V. ist ein Angebot für alle, die an einer soliden Bildung und einer ganzheitlichen Erziehung interessiert sind, welche sich an Werten und Normen eines guten Mensch-Natur-Verhältnisses, eines guten Mensch-Mensch-Verhältnisses sowie verantwortungsbewusst handelnder Menschen mit Gestaltungskompetenz im Lebensalltag orientiert.

Fazit und Credo: “Nicht die Asche bewahren sondern das Feuer weitertragen!”

(Aus der Präambel der Gründungssatzung des Arche Nova Ruhla e.V.)
Die aktuelle Satzung des Vereins, angenommen auf der Mitgliederversammlung vom 12. Mai 2025
Aus dem Ehrenbuch der Stadt Ruhla

Historische Akten – Realienbücher in deutschen Schulen

Diese Bücher waren der Standard für Schul- und Lehrbücher in Deutschland von Beginn des vergangenen Jahrhunderts bis Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Werke existierten in verschiedensten Ausführungen und von unterschiedlichen Autoren und spiegelten sehr deutlich den gerade aktuellen Zeitgeist wider. Zur damaligen Zeit waren sie wichtige Lehrwerke für Schüler, um konkretes Wissen und Kenntnisse über die Welt zu erlangen.
Das sog. ‘Realienbuch’ war bzw. ist eine Zusammenstellung verschiedener Lehrfächer aus den Bereichen Geschichte, Geographie und Naturkunde, speziell Physik, Chemie und Biologie. Es vermittelte in den deutschen Schulen anschauliches und solide Grundlagen über diese Wissensgebiete, gepaart mit durchaus praktischer Lebenskunde, oft mit vielen Bildern und verständlich-anschaulichen Erklärungen, um Faktenwissen zu vermitteln.
Eine weiterführende und deutlich umfangreichere natur- und gesellschaftswissenschaftliche Zusammenstellung aus mehreren Jahrhunderten können Sie auch auf dieser Seite einsehen.
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
Die Zeitungen und die Presse im Nationalsozialismus nebst Rundfunk und Film, auch die seinerzeitigen Anfänge des Fernsehen, waren gezeichnet von Propaganda, Teil- und Unwahrheiten; was heute unter dem Begriff „Fake News“ bekannt is

Die Zeitungen im Nationalsozialismus waren ein untrennbarer Bestandteil des Regimes, eine oppositionelle oder gar kritische Presse wurde nicht geduldet. Neben dem „Stürmer”, „Völkischem Beobachter“ und anderen Parteiblättern der NSDAP lagen traditionsreiche, nun aber genauso gleichgeschaltete Tageszeitungen wie eben auch die „Ruhlaer Zeitung“, die Wohnungen Deutschlands. In der Kriegspropaganda und -polemik, dem Antibolschewismus und Antisemitismus waren diese Zeitungen jedoch nicht weniger extrem in der Sache.

Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten fand die freie Presse in Deutschland ihr vorläufiges Ende. Zeitungen, die die NSDAP noch vor der Machtergreifung kritisiert haben, wurden nicht selten verboten. Andere wurden in die Propagandamaschine der Nazis eingefügt, zum Teil leider unter dem Zutun von sympathisierenden Chefredakteuren und Verlegern. Diese Zeitungen propagieren weithin Personen- und Führerkult und beinhalten zum größten Teil Kriegsverherrlichungen, Menschen- und Rassenhass und Lügen. Selbstredend fand diese Praxis auch und gerade hier in den Lehrmaterialien der deutschen Schulen ihre Anwendung.

Wir wollen über die menschenverachtende Propaganda des Nationalsozialismus aufklären und ihre Methoden transparent machen. Der interessierte Leser soll anhand dieser hier hinterlegten historischen Dokumente erkennen, wie die Nazis ihren Hass und den Krieg an die Menschen dieser Zeit verkauften und sehen, wie auch heute noch extremistische und autoritäre Kräfte mit diesen und ähnlichen Methoden arbeiten.

Die Zeitungen im Nationalsozialismus sind auch heute noch Lehrbeispiele unrühmlicher, faschistischer Propaganda. Als historische Dokumente können wir aber heute aus ihnen Lehren für die Gegenwart und Zukunft ziehen. Deshalb zeigen wir, in Einklang mit § 86 Abs. 4 StGB, diese faksimilierten Druckwerke ausschließlich zu dem Zwecke der Aufklärung über die Verbrechen und Schrecken des Nationalsozialismus.

Weitere rechtliche Grundlagen und Ausführungen zu dieser Thematik können Sie auch hier nachlesen.

Historische Lehrbücher und populärwissenschaftliche Schriften

Einige historische, geographische, naturkundliche und geschichtliche Lehrbücher von Mitte des 18. bis 19. Jahrhunderts.
Weitere lesenswerte historische Werke über Naturgeschichte und -wissenschaften und Entdeckungen mit regionalem Bezug können Sie auch hier nachlesen.
Ferner befinden sich auf der Unterseite zum Ruhlaer Apothekenmuseum diverse historische Werke und Abhandlungen über Alchemie, Chemie und Apothekenkunde. Auch gibt es zu unserer lokalen und regionalen Geschichte etliche Auszüge und vollständige Faksimiles von Ruhlaer und Thüringer Chroniken.
Selbstredend spiegeln diese Werke den Geist und des Bildungs- bzw. Wissensstand der Entstehungszeit wider. Zusammenfassungen von Wissensgebieten, wie z.B. die sog. Realienbücher kamen hierzulande erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf.
Zur freundlichen Beachtung:
Die Dateien sind aufgrund der Datenmenge – trotz Komprimierung und Übertragungsoptimierung – durchgängig recht groß; teilweise bis zu ca. 700 MB! Wir bitten daher um ein wenig Geduld beim Aufruf.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile widergegeben. Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
Eine fast wissenschaftliche und kurzweilige Abhandlung der damaligen Zeit über das Weltall und die der Erde: Astronomie Geographie, Geologie, usw.
Eine kurzweilige Abhandlung von Ende des 17. Jahrhunderts über die deutschen Zeitungen, ihr Nutzen und Schaden, Wahrheit und Lügen.
C. Meiners – “Grundriß der Geschichte der Menschheit”
Nachstehend einige populärwissenschaftliche Abhandlungen, die dem fachlich interessierten Laien in leicht und gut verständlichem Plauderton die Astronomie, Sternenkunde und Meteorologie nahebringen.
Einer der Autoren, der Pariser Astronom und Wissenschaftler Camille Flammarion, war zur Zeit des Endes des 19. Jahrhunderts, genau wie sein Landsmann Jules Verne, auch in Deutschland sehr populär.
Das Reich der Luft – frei nach Camille Flammarion, 1875
Camille Flammarion, Karl Wenzel – Urania 1894
Spaziergänge durch das Himmelszelt – 1898
Von Camille Flammarion, etwa um das Jahr 1900
Eine leichte, gut verständliche und illustrierte Abhandlung über einige Schwerpunkte menschlichen Erfindungsgeistes, beginnend vom Altertum bis Ende des 18. Jahrhunderts.
Fortsetzung der Abhandlung über Schwerpunkte menschlichen Erfindungsgeistes, beginnend vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis zur Entstehungszeit des vorliegenden Buches.
Interessant und wenig bekannt ist im Zusammenhang mit der Geschichte der geographischen Entdeckungen und kolonialen Eroberungen, daß der, weithin als Roman- und Abenteuerschriftsteller bekannte Autor Jules Verne, auch mehrere Zusammenfassungen über die Entdeckungsgeschichte der Erde veröffentlicht hat. Die beiden Werke, die auf dieser Site ebenfalls als Faksimile hinterlegt sind, beinhalten den damaligen Wissensstand und spiegeln natürlich auch den Zeitgeist der ‘belle epoque’ wider.
“Grundriß einer Geschichte der Naturwissenschaften”: Zwei seinerzeit in Deutschland recht populäre, allgemein verständliche Werke der Autors Dr. Friedrich Dannemann über die Geschichte der Naturwissenschaft vom Altertum bis zur – damaligen – Gegenwart. Eingebettet sind diverse kurzweilige Erzählungen über das Leben und Werden bedeutender historischer Persönlichkeiten.
Vom Diamanten bis zum Granit: Ein Prachtband aus dem Jahre 1903 mit einer populärwissenschaftlichen Abhandling über Gesteine und Mineralien. Mit vielen farbigen Tafeln.
Im Oktober 1923 wurde die erste öffentliche Rundfunkübertragung von deutschem Boden aus gesendet. Aus dem gleichen Jahr stammt diese hier faksimilierte, populärwissenschaftliche Abhandling über die Technik und Geschichte der drahtlosen elektrischen und elektronischen Kommunikation – beginnend von den seinerzeitigen Knallfunkensendern über Lichtbogen- und Maschinensender, Hochfrequenzmaschinen und Röhrensendern bis zum damaligen Stand der ‘drahtlosen Telephonie’, sprich den Grundlagen der heutigen Rundfunk- und Fernsehtechnik.
Weitere Unterlagen zum Thema können Sie auch der Seite Externe Museums-Impressionen aus Geschichte und Technik entnehmen. Unter den Reitern Technische Museen Inland und Britisch Museum London sind viele, zum Teil einmalige Original-Exponate aus dieser Zeit abgebildet.

Der Pfaffenspiegel und eine mögliche Quelle – Die Erstausgabe

Drei durchaus bibliophile Raritäten zur Kirchengeschichte.
Einige durchaus bibliophile Rarität: ein Faksimile der höchst seltenen und unzensierten Erstausgabe des hochinteressanten, nicht nur in Deutschland im Laufe der Zeit vielfach auf den Index gesetzten, ungeachtet dessen in Millionenhöhe erschienen und immer wieder neu aufgelegten und auch heute noch heute sehr umstrittenen “Pfaffenspiegels” von Otto von Corvin aus dem Jahre 1845. Viele der damaligen Aussagen mögen auch in der heutige Zeit noch zutreffen. Möge sich der geneigte und kritische Leser seine eigene Meinung und Wertung bilden!
Ferner war Corvin Mitautor verschiedener umfangreicher und populär geschriebener weltgeschichtlicher Bücher, von denen auf dieser Website einige Faksimiles einsehbar sind.

Der Autor hatte einen durchaus bewegten Lebensweg: neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war er u.a. aktiver Revolutionär und General in der badischen Revolution von 1848. Nach mehrjähriger Festungshaft arbeitete er als Reporter und Korrespondent verschiedener deutscher und ausländischer Zeitungen, so z.B. für die Londoner “Times”.

Eine Quelle, die Corvin möglicherweise für sein Hauptwerk genutzt hat, ist die hier ebenfalls faksimilierte “Zum Himmel schreiende Geschichte der hl. Päpste” des Schweizer Autors Franz S. Ammann” aus dem Jahre 1843. Zumindest weisen verblüffende Ähnlichkeiten einiger Textpassagen auf diesen Umstand hin. Näheres ist uns allerdings derzeit nicht bekannt.
Ein späteres, sehr schön und kurzweilig zu lesen ist die im Jahre 1877 in der Schweiz erschienene “Goldene Legende”, die die Thematik des “Pfaffenspiegel” aufgreift und im weitaus größerem Rahmen, ausgeschmückt mit vielen Einzelheiten, dem geneigten Leser zur Kenntnis gibt.

Auch dieses außerordentlich seltene und kaum bekannte Werk soll ausschließlich als kulturhistorische Quelle aufgezeigt und ohne jede Wertung dargestellt sein.

Bei dieser Gelegenheit: selbstverständlich gab es auch nicht zu knapp Streitschriften gegen die Reformation und den Protestantismus. Eines dieser hier anonym verfaßten Werke ist faksimiliert einsehbar: es stammt interessanterweise aus der Schweizer Wirkungsstätte von Calvin und erhebt nach einer Dedizierung an den katholischen König von Sardinien den Anspruch, den Leser auf den rechten Pfad der allein selig machenden Kirche zu führen…

Das Ruhlaer Apothekenmuseum – Historische Unterlagen und Zeitzeugen

In memoriam Werner Plath und an eine generationenübergreifende Rühler Institution.
Eine Bildergalerie nebst Auszügen aus dokumentarisch-historischen Zeitzeugen (Apothekerbücher, historische Rezepte, Gerätschaften,…).
Hier auch eine Übersicht über die Geschichte und den Werdegang der historischen Hirsch-Apotheke in Ruhla.
Nicht sehr unterschiedlich von den Tätigkeiten und den Angeboten einer Apotheke sind die einer Drogerie. Herold’s Germania-Drogerie in Ruhla bot zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts seiner geschätzten Kundschaft auch so Einiges an.
Über das Museum
Die Sponsoren
Herzlichen Dank an die Sponsoren
Wissenswertes
Eröffnung des Apothekenmuseums am 03.04.2024 – Eine Videogalerie
Hinweis: Die originale Videoauflösung übersteigt möglicherweise die Auflösung Ihres Bildschirms. Mit Doppelklick auf die Anzeige wird eine Anpassung an das Videoformat Ihres Monitors (als Vollbild) vorgenommen.
Dokumente und Bücher
Rezepte, Verschreibungen, Giftscheine und -bücher – und vor dem Hintergrund der heutigen Cannabis-Legalisation sehr interessant – ein sog. Morphinbuch. Wie man sieht, war seinerzeit so manches in gewissen Grenzen legal erhältlich, z.B. Kokain, Diacetylmorphin vulgo Heroin oder auch Strychnin und Ähnliches zur Ungezieferbekämpfung …
Eine literarische Auswahl aus der Historie und über die seinerzeitige Arbeit in Apotheken sowie Hinweise und Vorgaben der ‘Obrigkeit’ in Apotheken und Drogerien.
Hinweis: Für den interessierten Leser: auf der Unterseite Historische Lehrbücher und populärwissenschaftliche Schriften gibt es weitere historische natur- und populärwissenschaftliche Werke über Erfindungen, Naturkunde, Geographie, Geschichte, usw. zu finden.
Der Vorläufer der modernen Chemie – und in Teilen sicherlich auch – war die Alchimie, die allerdings auch zu ihrer Zeit als sogenannte Goldmacherkunst sehr umstritten und auch für ihre Adepten, sofern sie den Wünschen ihrer Geldgeber nicht möglichst rasch nachkamen, nicht ungefährlich war.
Zwei ausgewählte, faksimilierte, historische Kompendien über die damaligen Wissensstand und Vermutungen über die Alchimie, Chemie, Apothekenkunde und chemisch-pharmazeutische Wissenschaft.
Zwei ausgewählte, faksimilierte, historische “Lehrbücher der Apothekenkunst” über die damalige Apothekenkunde und chemisch-pharmazeutische Wissenschaft.
Drei ausgewählte “Handwörterbücher der praktischen Apothekerkunst” über die damalige Apothekenkunde und chemisch-pharmazeutische Wissenschaft.
Ein historischer pharmazeutischer Jahreskalender – damals und auch heute durchaus als schnelles Nachschlagewerk benutzbar. Nach Stichworten kann an dieser Stelle ebenfalls gesucht werden.
Für Risiken und Nebenwirkungen einer Anwendung der hier beschriebenen Chemikalien und Wirkstoffe wird aus allerdings aus rechtlichen Gründen keine weiterführende Auskunft gegeben und eine Haftung, ganz gleich welcher Art, ist unsererseits ausgeschlossen! Bei Fragen wenden Sie sich bitte zuvor an den Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens.
Ein Morphinbuch nebst Giftnachweis und einer Rezeptauswahl aus der Zeit aus den 30er bis 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts
Ein historisches Rezeptbuch aus den ersten Nachkriegsjahren
Zum Betrieb und zum Unterhalt einer Apotheke gehören und gehört auch diverse Literatur, Anleitungen und Vorgaben…
Was man früher als Apotheker neben Arzneimitteln und deren Zubereitung so wissen mußte …

Tropfsteinhöhle Kittelsthal – Termin- und Veranstaltungsübersicht

Veranstaltungs- und Terminübersicht in und bei der Tropfsteinhöhle (Quelle: www.ruhla.de)



Hinweis: Die oben aufzurufende Website der Stadt Ruhla wird unabhängig von der Webpräsenz des Arche Nova Ruhla e.V. gestaltet.
Auf Inhalt, Layout und Design dieser Site haben wir keinen Einfluß, diese unterliegen der Verantwortung und Haftung des Seitenbetreibers.

Stadt Ruhla – Termin- und Veranstaltungsübersicht

Veranstaltungs- und Terminübersicht für die Stadt Ruhla (Quelle: www.ruhla.de)



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Arche Nova Ruhla e.V – Termin- und Veranstaltungsübersicht

Veranstaltungs- und Terminübersicht des Arche Nova Ruhla e.V. (Quelle: www.ruhla.de)



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Spaß muß auch mal sein

Für trübe und frohe Zeiten: Unterhaltsames, Erbauliches und Lustiges von früher und heute; von Rühlern und auch Frömmen: Gedichte, Späße, Ratschläge, Flüche, Witze, Nicht-Jugendfreies und noch vieles mehr
So was gab’s wirklich NUR früher – nicht wahr?
Die Schwiegermutter und das Krokodil 😉
Feiner Spaß in ernster Zeit! Durchaus lesenwerte und ausnahmsweise lustige Propaganda in den schweren Zeiten des Ersten Weltkrieges: Fiktive Soldatenbriefe von Iwan Kosak gefangenes, in die Heimat an Braut Maruska gelibbtes, Pope altes versoffenes cheiliges, Kathinka-Tante verrücktes, Väterchen Chausbesitzer gieriges, Cäsar Chundevieh nach Priegel lechzendes, Echslens Väterchen Kriexminißter russisches und weitere.
Und vor allem: “Fressen hier ist sich sähr gutt!!”
Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Soldatensprache aus der Zeit des 1. Weltkrieges
Lehrreiches und auch Lustiges über die Folgen des “Weines und Brandteweines” –
Einige Streitschriften aus alten Zeiten zum Thema Trunkenheit und seiner verderblichen Folgen.
Aus alten Zeiten: Lustiges und Lehrreiches über die Folgen des Weines
Ein Traktat von 1631 über die “Risiken und Nebenwirkungen” des Weines, warnenden Exempeln und der für die Weinfreunde zu erwartenden Strafe Gottes
“Eines berühmten Medici Untersuchung vom Brauch und Mißbrauch des Weins und Brandteweins” nebst Behandlung diverser “curieuser Fragen” aus dem Jahre 1737
Eine der frühesten Ausgaben des Straßburger Ausgabe des Volksbuches von Till Eulenspiegel.
Für Spießer und Zartbesaitete war das Buch schon damals nicht so die richtige standesgemäße Lektüre und wurde daher all die Jahrhunderte gekürzt und sprachlich redigiert. Hier gibt es dies jedoch nicht und das Werk erscheint auch (fast) so, wie es damals im Jahre 1510 in Straßburg veröffentlicht wurde.
Anmerkung: Die damalige Frakturschrift und das Layout ist für die heutige Zeit recht gewöhnungsbedürftig und wurde daher von Autor dieser Webseite leicht angepaßt und in neuerem Fraktur-Schriftsatz veröffentlicht. Viel Spaß beim Lesen!

Quelle des Textes und der Illustrationen: www.wikimedia.org
Eine etwas spätere Ausgaben des Volksbuches von Till Eulenspiegel im damaligen Original. Für Spießer und Zartbesaitete war das Buch schon damals nicht so die richtige standesgemäße Lektüre und wurde daher all die Jahrhunderte gekürzt und sprachlich redigiert. Hier gibt es dies jedoch nicht und das Werk erscheint auch (fast) so, wie es damals etwa im Jahre 1580 veröffentlicht wurde.
Wo Till Eulenspiegel auftaucht, sind die Schildbürger nicht weit! Hier zeigen wir eine frühe Originalausgabe des Lalenbuches (auch als Schildbürgerbuch bekannt) in 45 Kapiteln. Das Werk an sich dürfte allgemein bekannt sein. Weniger verbreitet und bekannt sind jedoch die jahrhundertealten Ausgaben in der originalen Fassung und damaligen, durchaus derben, Sprache, zu denen die hier aufgezeigte, illustrierte Ausgabe aus dem Jahre 1839 gehört.
Das Faustmotiv taucht seit der Renaissance in verschiedenen literarischen Erscheinungen und Ausgaben auf. Hier haben wir vier repräsentative Werke faksimiliert und für den geneigten Leser veröffentlicht. Auf die beiden Faust-Bände des berühmtesten und bekanntesten deutschen Dichters haben wir hier allerdings verzichtet, da diese, so meinen wir, zum allgemeinen Kulturgut gehören und in jeder Buchhandlung probremlos bezogen werden kann.
Quelle der Texte: www.wikimedia.org
Vom “Glücks- und Unglückshafen frommer und böser, nützlicher oder schädlicher Männer und Weiber”
Über Fromme, Versoffene, Faule, Fette, Verschwenderische, Geschwätzige, Mürrische, Xanthippen und noch viele mehr 😉
Man sieht: Geteiltes Leid ist halbes Leid: Früher ging es unter den Leuten auch nicht viel anders zu, als heutezutage!
Eine durchaus bibliophile Rarität: ein Faksimile der höchst seltenen und unzensierten Erstausgabe des hochinteressanten, nicht nur in Deutschland im Laufe der Zeit vielfach auf den Index gesetzten, ungeachtet dessen in Millionenhöhe erschienen und immer wieder neu aufgelegten und auch heute noch heute sehr umstrittenen “Pfaffenspiegels” von Otto von Corvin aus dem Jahre 1845. Viele der damaligen Aussagen mögen auch heute noch bewahrheitet sein und auf die heutige Zeit zutreffen. Sicherlich ist es kein durchgängig historisch überprüfbares Werk -aber der geneigte und kritische Leser möge sich seine eigene Meinung und Wertung bilden!
Was in dem unten stehenden Werk beschrieben und was wirklich geschehen ist und was mehr dichterischer Freiheit und Phantasie entsprungen geschuldet ist, mag hier dahin gestellt sein. 😉
Etwa zwei Drittel der hier geschilderten Ereignisse hat es aber tatsächlich gegeben – und dies betrifft hier nur die abenteuerlichen Geschehnisse. Die im seinerzeitigen gesellschaftlichen Umfeld beschriebenen Umstände und Zustände waren zum allergrößten Teil erlebte und gelebte Praxis.
Viel Spaß beim Lesen und vielleicht auch Erinnern an die damaligen Zeiten!
Ohne Kommentar: Witze und Spaß aus allen möglichen und unmöglichen Lebensbereichen. Einfach nur lesen und lachen!


Diese Erzählung von Mark Twain über die Freuden des Wahlkampfes ist schon weit über hundert Jahre alt, entbehrt aber unverändert und keinesfalls einer gewissen Aktualität.
Ähnlichkeiten mit heutigen Personen und Ereignissen sind, sofern sie denn bestehen sollten, reiner Zufall.
Die Rechtschreibung entspricht der seinerzeitigen Erstveröffentlichung. Gendersternchen, sprachliche ‘Weichspülungen’ und ähnliche Textentstellungen wird man hier vergebens suchen.
Quelle: www.youtube.de

Ortschronik – Fotoarchiv H. Töpfer

Diverse Bilder aus alten Zeiten – kreuz und quer durch und über die Ruhl
Statt der üblichen Bilder hier ein Video aus dem Jahr der ersten Mondlandung 😉
Außer den hier aufgezeigten Erinnerungsbildern und -Videos gab es in Ruhla natürlich noch viele weitere Veranstaltungen
zu sehen und erleben.

Bergbau und Bergwerke – Schwerspatgewinnung in Ruhla

Abbau und Gewinnung von Schwerspat in Ruhla – Wissenschaftliche Ausarbeitung des Ruhlaer Lehrers Günther Engel
Eng verbunden mit der Schwerspatgewinnung in Ruhla ist auch der Schwerspatbergbau in Kittelsthal und natürlich die in Kittelsthal gelegene Tropfsteinhöhle.
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.

Bergbau und Bergwerke – Schwerspatgewinnung in Kittelsthal

Historische und fachliche Übersicht über den historischen Schwerspat-Abbau in Kittelsthal
Quelle der Daten: Klaus Schöllhorn, Preetz bei Kiel
Eng verbunden mit der Schwerspatgewinnung in Kittelsthal ist auch der Schwerspatbergbau in Ruhla und natürlich die in Kittelsthal gelegene Tropfsteinhöhle.

Ortschronik Ruhla – Zeittafel und vollständige Ortschronik

Durchsuchbare und recherchierbare Ausfertigungen der Ruhlaer Ortschronik.
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Auch die Erstellung der Dokumente und die Qualität des Ausgangsmaterials ist mit den heute gängigen Verfahren nicht zu vergleichen – hinzu kommen die unvermeidlichen Alterungserscheinungen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber weitestgehend auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
Hinweis: Die Suche ist mittels der Lupenfunktion in der Kontrollleiste unterhalb der Leseanzeige möglich.
Bitte um Beachtung, daß aufgrund der Größe der Vorlage eventuell eine große Anzahl von Ergebnissen erscheinen. Hierbei kann es hilfreich sein, unterstützend die Lesezeichenfunktion zu nutzen. Die teilweise schlechte Qualität der Ausgangsvorlagen bitten wir uns nachzusehen. Die Dateigröße der Chroniken ist aufgrund der Datenmenge – trotz Komprimierung und Übertragungsoptimierung – recht umfangreich! Wir bitten daher um ein wenig Geduld beim Aufruf.
Die Recherche kann – speziell bei der kompletten Chronik – einige Sekunden in Anspruch nehmen.
Eine kompakte, summarische Ortschronik von Ruhla, von 933 – 1945, alphabetisch sortiert und nach Jahren zugeordnet. Aus dem Original nachträglich verfaßt von Otto Blumenstein.
Bemerkenswert ist hier das akribisch aufgeführte und gepflegte Register – und das alles ohne Excel & Co.
Eine kompakte, vom bzw. unter dem damaligen NS-Bürgermeister, Herbert Wächtler, erstellte Ortschronik von Ruhla, von den Gründungsjahren bis 1937. Selbstredend stellte man “sein Licht nicht unter den Scheffel” und hob an diversen Stellen – durchaus geschickt – die vermeintlichen Verdienste und den Wohlfahrtscharakter der NSDAP und des Führerstaates hervor.
An dieser Stelle sei aus gegebenem Anlaß auch an die rechtlichen Grundsätze bezüglich der Veröffentlichung von Bild- und Druckerzeugnissen aus der Zeit des Nationalsozialismus und der späteren DDR verwiesen.
Sehr wahrscheinlich ist diese Chronik auch eine der textlichen Quellen für die Ortschronik und Wetterchronik von Otto und Otfried Blumenstein gewesen.

Ortschronik – Die Industrie – Zum Geleit

Eine zusammengefaßte Darstellung über die historische Entwicklung der in Ruhla ansässigen Industrie.
Diesen Ausführungen vorangestellt sei eine mehrteilige historische Wirtschaftsgeschichte zu Beginn der 19. Jahrhunderts nebst einer, speziell Thüringen betreffende, Ausarbeitung aus dem Jahre 1921 und ein ausführliches Werk aus dem Jahre 1898 über Erfindungen und die Industrie im Speziellen.
Vorwiegend betrifft es auf unserer Website die metallverarbeitende und Tabakpfeifenindustrie. Bezug genommen wird außerdem auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse in Ruhla seit Beginn des 17. Jahrhunderts.
Im übrigen befinden sich auf unserer Website auch diverse kurzweilige Erzählungen, historische Nachschlagewerke und Schulbücher usw. über Wirtschaft, Politik, Religion und zum allgemeinen Interesse.
Zum Geleit:

Ruhla hatte in den 1980er Jahren mehr Industriearbeitsplätze als Einwohner, war Sitz zweier Kombinatsstammbetriebe und ein Schwerpunkt der Uhren-, Maschinen- und Elektroindustrie der DDR.
Mit der Wiedervereinigung folgte der Zusammenbruch der Industriebetriebe. Leerstehende Häuser und Industriebrachen wurden abgerissen oder umgestaltet. Die Ausmaße der riesigen Fabriken von einst lassen sich heute kaum noch erahnen.
Mit der Industrieroute Ruhla soll an die ehemals vorhandene und neue Innovationskraft der Menschen im Erbstromtal und ihrer Unternehmungen, Firmen, Produkte und Dienstleistungen erinnert werden. Sichtbar gemacht soll werden, was war, und was ist – und vielleicht uns auch erahnen lassen, was vor Ort zukünftig sein und neu entstehen könnte. Die Übersichten Industrie in Ruhla’ und Industrie in Thal geben eine Übersicht über die bedeutendsten Industrieunternehmen unsere lokalen Umgebung.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den entsprechenden Untermenüpunkten der o.g. Rubriken.
Alle Angaben und Texte sind freibleibend.
Ein Kompendium von Ende des 19. Jahrhunderts nebst einer historischen Bücherreihe vom Ende der 20-Jahre des vorvergangenen Jahrhunderts.
Weitere lesenswerte historische Werke über Naturgeschichte und -wissenschaften und Entdeckungen können Sie auch hier nachlesen.
Die “Geschichte der Erfindungen in Künsten und Wissenschaften” : Ein zusammengefaßter Querschnitt über einen Großteil des seinerzeit bekannten Wissens und der Naturerkenntnisse –
Eine historische Bücherreihe vom Ende der 20-Jahre des vorvergangenen Jahrhunderts in 4 Bänden.
Hinweis: In Teil 1 wird u.a. auf der Seite 94 die Erfindung des unechten Meerschaums von Christoph Dreiß erwähnt!
Ein Kompendium von Ende des 19. Jahrhunderts
Ein Fachvortrag, gehalten im Juni 2026 in Erfurt beim Thüringer Beauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur. Gleichwohl der Schwerpunkt dieser Ausarbeitung auf der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg liegt, wird doch ein einleitender Bezug auf die vorangegangenen zweieinhalb Jahrhunderte genommen.