Historische Akten – Realienbücher in deutschen Schulen

Diese Bücher waren der Standard für Schul- und Lehrbücher in Deutschland von Beginn des vergangenen Jahrhunderts bis Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Bücher existierten in verschiedensten Ausführungen und von unterschiedlichen Autoren und spiegelten sehr deutlich den gerade aktuellen Zeitgeist wider. Zur damaligen Zeit waren sie wichtige Lehrwerke für Schüler, um konkretes Wissen und Kenntnisse über die Welt zu erlangen.
Das sog. ‘Realienbuch’ war bzw. ist eine Zusammenstellung verschiedener Lehrfächer aus den Bereichen Geschichte, Geographie und Naturkunde, speziell Physik, Chemie und Biologie. Es vermittelte in den deutschen Schulen anschauliches und ‘greifbares’ Grundlagenwissen über diese Wissensgebiete, gepaart mit durchaus praktischer Lebenskunde, oft mit vielen Bildern und verständlich-anschaulichen Erklärungen, um Faktenwissen zu vermitteln.
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
Die Zeitungen und die Presse im Nationalsozialismus nebst Rundfunk und Film, auch die seinerzeitigen Anfänge des Fernsehen, waren gezeichnet von Propaganda, Teil- und Unwahrheiten; was heute unter dem Begriff „Fake News“ bekannt is

Die Zeitungen im Nationalsozialismus waren ein untrennbarer Bestandteil des Regimes, eine oppositionelle oder gar kritische Presse wurde nicht geduldet. Neben dem „Stürmer”, „Völkischem Beobachter“ und anderen Parteiblättern der NSDAP lagen traditionsreiche, nun aber genauso gleichgeschaltete Tageszeitungen wie eben auch die „Ruhlaer Zeitung“, die Wohnungen Deutschlands. In der Kriegspropaganda und -polemik, dem Antibolschewismus und Antisemitismus waren diese Zeitungen jedoch nicht weniger extrem in der Sache.

Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten fand die freie Presse in Deutschland ihr vorläufiges Ende. Zeitungen, die die NSDAP noch vor der Machtergreifung kritisiert haben, wurden nicht selten verboten. Andere wurden in die Propagandamaschine der Nazis eingefügt, zum Teil leider unter dem Zutun von sympathisierenden Chefredakteuren und Verlegern. Diese Zeitungen propagieren weithin Personen- und Führerkult und beinhalten zum größten Teil Kriegsverherrlichungen, Menschen- und Rassenhass und Lügen. Selbstredend fand diese Praxis auch und gerade hier in den Lehrmaterialien der deutschen Schulen ihre Anwendung.

Wir wollen über die menschenverachtende Propaganda des Nationalsozialismus aufklären und ihre Methoden transparent machen. Der interessierte Leser soll anhand dieser hier hinterlegten historischen Dokumente erkennen, wie die Nazis ihren Hass und den Krieg an die Menschen dieser Zeit verkauften und sehen, wie auch heute noch extremistische und autoritäre Kräfte mit diesen und ähnlichen Methoden arbeiten.

Die Zeitungen im Nationalsozialismus sind auch heute noch Lehrbeispiele unrühmlicher, faschistischer Propaganda. Als historische Dokumente können wir aber heute aus ihnen Lehren für die Gegenwart und Zukunft ziehen. Deshalb zeigen wir, in Einklang mit § 86 Abs. 4 StGB, diese faksimilierten Druckwerke ausschließlich zu dem Zwecke der Aufklärung über die Verbrechen und Schrecken des Nationalsozialismus.

Weitere rechtliche Grundlagen und Ausführungen zu dieser Thematik können Sie auch hier nachlesen.